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Eine kurze Geschichte der Star Wars-Videospiele - Blog-Header


Vor langer Zeit, in einer weit, weit entfernten Galaxis... begann eine epische Reise, die nicht nur das Kino, sondern auch die Welt der Videospiele revolutionieren sollte. Denn die Abenteuer von Luke Skywalker, Darth Vader und Co. ziehen sehr schnell nicht mehr nur auf die Kinoleinwand Millionen von Fans in ihren Bann. Von den ersten elektronischen Star-Wars-Spielen Ende der 70er über pixelige Weltraumschlachten der frühen Heimkonsolen bis hin zu hochauflösenden, interaktiven Erlebnissen in VR - die Geschichte der Star-Wars-Videospiele ist eine Reise voller Innovation, Nostalgie und unzähliger Abenteuer. Möge die Macht mit uns sein, während wir uns auf den Weg durch die faszinierende Historie dieser Spiele machen.

Die Anfänge der digitalen Star Wars Games[]

Die ersten lizenzierten Star-Wars-Spiele erschienen bereits kurz nach dem enormen Erfolg von Star Wars, als Krieg der Sterne 1977 in die Kinos kam. Das war noch etliche Jahre, bevor George Lucas das enorme Potenzial dieses Mediums erkannte und mit Lucasfilm Games ein eigenes Studio ins Leben rief, das heute Legendenstatus genießt. Nachdem bereits 1978 inoffiziell einige Spiele produziert wurden, die offensichtlich ihre Inspiration aus Star Wars zogen, wurden einzelne Lizenzen an verschiedenste Spieleproduzenten herausgegeben. Dabei handelte es sich zunächst um einfache Geräte, bei denen Knöpfe gedrückt wurden und verschiedene LEDs aufleuchteten, wie dem Electronic Laser Battle Game und dem Electronic Battle Command des US-amerikanischen Spielwarenherstellers Kenner.


In den 80ern wurden dann die ersten richtigen Videospiele auf Bildschirmen für Arcade-Maschinen und die frühen Heimkonsolen wie Atari, Amiga, C64 und das NES herausgebracht. In der Regel wurde darin entweder die Geschichte der Filme nachgespielt, oder eine einzelne Filmsequenz vertieft, wie der imperiale Angriff auf Hoth in The Empire Strikes Back, oder Lukes Übungskampf mit dem Lichtschwert gegen eine Trainingsdrohne in Jedi Arena. Während diese Spiele bereits viele Fans begeisterten, sollte der große Wurf aber erst noch kommen.

Die LucasArts-Ära[]

George Lucas hatte seine Spielefirma zwar bereits 1982 unter dem Namen Lucasfilm Games gegründet, das erste Star-Wars-Spiel des Studios sollte allerdings erst mehr als ein Jahrzehnt später erscheinen. Bis dahin war es lukrativer, die Marke an andere Hersteller zu lizenzieren. Erst als die Lizenzen wieder zurück an Lucas’ Firma fielen und die Computertechnik so weit ausgereift war, um komplexere Erzählungen zu realisieren, konnte die inzwischen zu LucasArts umbenannte Firma das Gaming-Potenzial von Star Wars ausschöpfen. Bis dahin entwickelte LucasArts Spiele wie Habitat, eines der ersten MMOs, legendäre Adventures wie Maniac Mansion und Zak McKracken, Umsetzungen George Lucas’ Indiana-Jones-Filmen sowie 2. Weltkriegs-Simulationen wie Battlehawks 1942. Vor allem die Erfahrung mit letzterem legten den Grundstein für das erste Star-Wars-Spiel von LucasArts: X-Wing, das 1993 für Heimcomputer herauskam.


In X-Wing übernehmt ihr die Rolle eines Rebellen-Piloten. Ihr setzt euch nicht nur in die Cockpits der namengebenden X-Flüglers, sondern auch Y-Flügler, A-Flügler und in einer Erweiterung sogar B-Flügler. Die Geschichte ist zwar in die Rahmenhandlung der Filme eingebettet, aber gleichzeitig eigenständig, originell und spannend mit Zwischensequenzen erzählt. Eine absolut immersive Erfahrung, die Fans in den Bann zog und bis 1997 mit TIE Fighter fortgesetzt wurde, bei dem ihr auf die Seite des galaktischen Imperiums wechselt, und in X-Wing vs. TIE Fighter mündete, einer Multiplayer-Version für bis zu 8 Spieler.


Eine noch deutlich cineastischere Erzählweise bietet das ebenfalls 1993 erschienene Rebel Assault, das actiongeladene Flugsequenzen mit Kämpfen zu Fuß abwechselt, bei denen ihr mit einem Blaster auf Sturmtruppen feuert und in Deckung gehen müsst, um nicht selbst getroffen zu werden. Die Grafik- und Tonqualität von Rebel Assault war so beeindruckend, das Disketten als Speichermedium nicht mehr ausreichten und LucasArts sich für die CD-ROM entschied. Entsprechende Laufwerke waren zu dieser Zeit aber noch nicht weit verbreitet, weshalb Rebel Assault heutzutage oft als „Killer-Applikation“ betrachtet wird, die der CD-ROM am Computer zum Durchbruch verhalf.

Eine Flut an Star-Wars-Spielen und immer neue Maßstäbe[]

LucasArts setzte mit seinen Spielen immer wieder neue Maßstäbe in verschiedensten Genres und überzeugte Kritiker*innen. Von First-Person-Shootern wie dem 1997 erschienenen Jedi Knight: Dark Forces II rund um den machtbegabten Söldner Kyle Katarn bis hin zu technisch einwandfreien Flug-Action in Rogue Squadron, das 1998 grafisch das Maximum aus dem Nintendo 64 herausholte. Mit Episode I – Racer bewies LucasArts im Rahmen der Prequel-Trilogie 1999, dass sogar Rennspiele im Star-Wars-Universum Sinn ergeben und extrem viel Spaß machen. Rollenspiele müssen sich ab 2003 mit Knights of the Old Republic messen, mit dem ihr 4.000 Jahre in die Vergangenheit reist und euch in einem frühen Konflikt zwischen Jedi und Sith für die helle oder dunkle Seite der Macht entscheiden musstet.

2004 und 2005 erschien die Multiplayer-Spektakel Battlefront und Battlefront II mit denen ihr erstmals online und auf LAN-Partys mit Freund*innen große Schlachten schlagen konntet. Der einzigartige Taktik-Shooter Republic Commando von 2005 begeisterte mit seiner besonderen Perspektive aus Sicht der Klonkrieger Fans bis heute. Sogar Echtzeitstrategie macht im Star-Wars-Universum mit Empire at War aus dem Jahr 2006 riesigen Spaß (über das komplizierte und umständliche Rebellion von 1998, dass heutzutage als Brettspielumsetzung sehr erfolgreich ist, und den Age-of-Empires-Klon Galactic Battlegrounds von 2001 legen wir den Mantel des Schweigens). Und selbstverständlich sind die LEGO-Star-Wars-Spiele seit 2005 nahezu durchgängig unglaublich beliebt. Viele dieser Spiele stammen nicht mehr allein aus der Feder von LucasArts, sondern entstehen in Kooperation mit anderen großen Studios – immer darauf bedacht, die Kernessenz der Marke Star Wars zu bewahren.

Die EA-Phase und was noch kommt[]

Allmählich begann es etwas ruhiger um Star-Wars-Spiele zu werden – abgesehen von recht mittelmäßigen Spielen, LEGO-Umsetzungen und zahlreichen, kleineren Mobile Games, die die App-Stores seit Erfindung der Smartphones fluten. Nach dem Verkauf von Lucasfilm an Disney 2012 und der Schließung von LucasArts 2013 erhielt Electronic Arts für die nächsten zehn Jahre die Exklusivrechte, Star-Wars-Videospiele für PC und Konsolen zu produzieren. Die hatten mit The Old Republic 2011 noch ein ganz ansehnliches MMORPG vorgelegt. Bis 2019 wurden allerdings nur zwei relevante Mehrspieler-Projekte der Battlefront-Reihe produziert, die die Community spalten – nicht zuletzt wegen eines immensen Lootbox-Skandals. Erst mit dem Metroidvania/Soulslike Jedi: Fallen Order kommt 2019 wieder Bewegung in die Geschichte. Auch die lineare und kurze, aber durchaus beeindruckende Weltraumflugsimulation Squadrons, begeistert 2020 mit seiner Immersion – vor allem in VR.

Disney scheint von dem mageren Output allerdings wenig überzeugt und bringt 2019 mit Vader Immortal in Eigenregie eine dreiteilige VR-Experience heraus. Außerdem arbeitet man vorzeitig mit anderen Studios zusammen, um weitere Spiele auf den Weg zu bringen. Das sorgt letztlich dafür, dass am 30. August 2024 mit Star Wars Outlaws ein neues Star-Wars-Spiel von Ubisoft mit einer richtigen Open World im eigentlichen Sinn erscheint, bei dem wir die Schmugglerin Kay Vess auf ihrem Abenteuer begleiten. Außerdem hat Quantic Dream, das Studio hinter Detroit: Become Human und Heavy Rain, das Adventure Eclipse in Produktion und von Respawn Entertainment und Electronic Arts soll noch ein bisher unbenanntes Strategiespiel sowie ein dritter Teil der Jedi-Reihe erscheinen.


Nach einer Durststrecke, die sich für Fans viel zu lange angefühlt hat, scheint es um Star-Wars-Spiele wieder besser bestellt zu sein. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was in Zukunft noch auf uns wartet und hoffen auch, dass wir uns irgendwann wieder hinter das Steuer eines X-Flüglers im Rahmen einer echten Weltraumsimulation klemmen können. Bis dahin freuen wir uns auf das große Abenteuer, das uns in Star Wars Outlaws erwarten wird. Um eure Gaming-Hardware auch für zukünftige Games bestens zu rüsten, solltet ihr einen Blick auf die aktuellen Angebote von Intel bei MediaMarkt und Saturn werfen. Damit bekommt ihr nicht nur top Rechenpower, sondern das brandneue Star Wars Outlaws gratis als Download dazu, um euch direkt ins Abenteuer stürzen zu können.

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