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Moin Jedipedianer,

es ist soweit, The Clone Wars findet ein Ende und diesmal wirklich und diesmal auch ein würdiges. Und ich möchte mit euch gemeinsam zurückblicken, auf 12 Jahre The Clone Wars, eine Serie mit der viele von uns aufgewachsen sind und die wir gerne verfolgt haben. Uns wurden interessante Geschichten erzählt, aber trotz des Namens und all der Schlachten, war es sehr vielschichtig: Es gab gebrochene Herzen, Verrat, unerwartete Wendungen, beeindruckende Kämpfe und eine stetige Weiterentwicklung der Serie und natürlich der Charaktere. Also, werfen wir gemeinsam, einen Blick zurück auf The Clone Wars.

Luke Skywalker: „Haben Sie die Klonkriege mitgemacht?“
Obi-Wan Kenobi: „Ja, ich war einmal ein Jedi-Ritter, genau wie dein Vater.“
— Luke Skywalker und Obi-Wan Kenobi (Quelle)

Fangen wir mit dem Namensgeber der Serie an: Den Klonkriegen. Tja, die hatten einen unauffälligen ersten Auftritt bei Star Wars und zwar als Randbemerkung von Obi-Wan. Es sollte irgendwie cool klingen, hat aber sicherlich keinen wirklich interessiert und wurde auch nie wieder erwähnt in der originalen Trilogie. Dann kamen die Prequels und man musste aus den komischen angedeuteten Sachen aus den vorherigen Filmen was zusammenbasteln, was nur bedingt gut funktioniert hat und trotzdem noch einige Widersprüche ergeben hat. Da hatten wir sie also, jedenfalls Ausschnitte davon, die Klonkriege, die nur leicht erzwungen wirkten. Vom Hocker gehauen hat das noch keinen. Und dann, ein paar Jahre später, kam dann diese Serie, mit ihren komisch animierten Figuren. Und plötzlich war da nicht einfach eine komische Lücke zwischen Episode 2 und 3, sondern da ist was passiert, aktiver Krieg. Man konnten nun mitfiebern mit einer Seite, weil da wirklich Leute gestorben sind und auch was erlebt haben, das hat dann doch was ausgelöst und war letztlich erstaunlich spannend. Und auf einmal wollte man mehr über die Zeit wissen.

„Klone können kreativ denken. Ihr werdet feststellen, dass sie den Droiden immens überlegen sind. Sie sind absolut gehorsam und führen jeden Befehl aus, ohne ihn in Frage zu stellen.“
— Lama Su zu Obi-Wan Kenobi (Quelle)
Klone Kamino

Die Klone selbst waren in den Prequels nicht wirklich besser als die Sturmtruppen in der originalen Trilogie, es war einfach ein Haufen anonymer Soldaten und gefühlt nicht menschlicher oder generell lebendiger als die Droiden. Es waren gefühlt keine Personen, sondern eine gleichförmige Masse. Und das war bisher natürlich durchaus so gewollt, hat aber beispielsweise Order 66 keine Tiefe gegeben. Diese Tiefe kam dann mit der Serie und besonders an diesem Beispiel zeigt sich, was das ganze ausmachen kann. Denn plötzlich haben nicht einfach gleichförmige Soldaten blind wie Maschinen auf ihre Vorgesetzten geschossen, sondern man konnte teilweise einen Konflikt in dem Moment selbst sehen und durch die in der Serie erzählten Geschichten war es auch auf emotionaler Ebene einfach ein ganz anderes Gefühl. Aber auch sonst verleiht die Serie den Klonen etwas, was viele andere Personen bei Star Wars nicht haben, eine Persönlichkeit. Man kann über einzelne Klone natürlich diskutieren, aber grundsätzlich haben sie alle deutlich mehr Tiefe bekommen. Sie sind keine Maschinen in weißer Rüstung mehr, keine Masse. Es sind plötzlich Personen gewesen. Personen die Trauer empfinden, Wut, die Freundschaften knüpfen und über den Krieg und ihr Leben philosophieren.

„Nun, ich kenne nichts anderes. Dadurch haben wir Kone gemischte Gefühle was den Krieg angeht. Viele wünschen sich, er wäre nie ausgebrochen, aber ohne ihn würden wir Klone nicht existieren.“
— Rex über die Klone (Quelle)
Klone empfangen Kloneinheit 99

Tatsächlich finde ich, dass das ein sehr wichtiges Element ist und die Serie so für Star Wars viel leistet. Bei den Sturmtruppen deuten Bücher auch sowas an, aber es wird nie ganz so deutlich, ist aber wichtig: Auch Soldaten sind normale Menschen und sie haben genauso wie wir Ängste und Sorgen und wollen nicht in einem sinnlosen Krieg sterben. Das wurde in den Filmen nie richtig deutlich und das mit Finn in Episode 7, das war auch nicht wirklich überzeugend. Aber in der Serie hat man, wenigstens stellenweise, wirklich mitgefiebert mit den Soldaten und mit ihnen um die gefallenen Brüder getrauert. Als Fan der Jedi fand ich Order 66 immer sehr traurig und war auch oft verärgert über den blinden Gehorsam der Klone, aber bei dieser Serie denke ich mir, muss man die Klone dann doch mögen und ihnen verzeihen. Denn letztlich ist der Krieg für sie ja auch sinnstiftend, denn nur dafür wurden sie geschaffen. Aber an dieser Stelle will ich nicht die Philosophie dahinter analysieren, das kann ich ein andern mal machen. Gehen wir also zur einer ganz bestimmten Person über: Ahsoka Tano.

Anakin Skywalker: „Die Kleine gehört nicht zu mir.“
Ahsoka Tano: „Hört auf mich so zu nennen. Ihr habt mich jetzt am Hals, Skyguy.“
— Ahsoka und ihr Meister streiten sich. (Quelle)
Ahsoka-Portrait

Wenn eine Person symbolisch für diese Serie steht, dann ist das Ahsoka Tano und sie steht gleichzeitig auch für das, was gut an dieser Serie ist, kontinuierliche Entwicklung. Es ist wie mit so manchem Nutzer im Wiki, da taucht dann plötzlich so ein kleines Kind an der Front auf und ist von dem Eindruck natürlich überwältigt, fängt aber auch sofort an, frech zu werden, Kind ist Kind, auch bei Star Wars. Und wie Anakin, fand auch ich das ziemlich nervig. Ich meine, was fällt der denn ein, da so übermütig zu sein und nicht auf ihren Meister zu hören. Klopft freche Sprüche und wundert sich, das nicht alles perfekt läuft, aber so ist das nunmal.

„Das war gewagt, Kleine. Als Obi-Wans Padawan hättest du es niemals geschafft – aber als meiner schaffst du es vielleicht schon.“
— Anakin Skywalker zu Ahsoka Tano (Quelle)
AhsokaPort.

Dann schaut man sich die ersten Staffeln an und denkt sich ein ums andere mal “Hör besser zu”, “Das solltest du jetzt nicht tun”, “Das ist ne dumme Idee” und sieht zu, wie sie haufenweise Fehler macht. Aber dann, gefühlt plötzlich, aber doch Stück für Stück, sieht man einen Lernprozess und das im vollkommen positiven Sinne. Man sieht, wie sie aus ihren Fehlern lernt und dabei gleichzeitig an Reife gewinnt. Man sieht bei ihr wie bei keiner anderen Person eine Entwicklung. Und all das zeigt auch, sie ist keine perfekte Jedi, die gibt es sowieso nicht, aber sie gibt ihr bestes und sie lernt aus ihren Fehlern, das sollten auch wir tun. Sie hinterfragt die Dinge, wie sie sind, ist neugierig und manchmal etwas zu forsch. Und ich denke, diese Kombination an Eigenschaften macht sie zu einem der beliebtesten Star-Wars-Charaktere.

Ahsoka Staffel 6

Sie ist eine von den Guten, ein Vorbild, aber hat ebenso mit Fehlern und Entscheidungen zu kämpfen wie wir. Hinzu kommt der Show-Faktor, da sie als Protagonistin der Serie ja doch an vielen großen Schlachten und Kämpfen beteiligt ist. Und eine letzte Sache, die ein Vorteil für sie war: Sie war neu, vollkommen neu. Man konnte sie frei gestalten und machen was man wollte. Sie musste nicht bis Episode 3 überleben wie Grievous oder Cody. Ohne Rebels hätten wir auch nicht gewusst, dass sie die Klonkriege überhaupt überlebt. Und diese Freiheit hat ihr gut getan und wurde von den Machern gut genutzt. Von ihrer Entwicklung, aber auch einfach von ihrer selbstlosen Persönlichkeit gehört Ahsoka daher zu den großen Favoriten von mir unter den Star-Wars-Charakteren und ich denke, dass es vielen so geht, selbst Leuten, die die Serie eher nicht mögen.

„Der Rat hat mir nicht vertraut. Wie soll ich mir dann selbst vertrauen können.“
— Ahsoka Tano über ihren Austritt. (Quelle)

Als letzten Aspekte möchte ich das ansprechen, was manch einer vielleicht kritisieren würde, ich am Ende aber sehr gelungen finde. Denn das ganze ist ganz offensichtlich eine Kinderserie, aber gleichzeitig auch nicht. Das worum es mir aber gerade geht, ist, dass man selber als Kind angefangen hat, die Serie zu schauen. Da kannte man sich selbst vielleicht noch nicht mal so gut mit Star Wars aus, aber da kam dann diese animierte Serie und so wie die anderen Serien im Fernsehen hat man sie halt geguckt. Dabei ist es dann letztlich so gewesen, dass wir gemeinsam mit Ahsoka aufgewachsen sind, gemeinsam mit den Klonen (die ja von der Lebenserfahrung her auch noch Kinder waren) gereift sind und gemeinsam mit ihnen gealtert sind. Diese Serie ist für viele von uns ein Stück Kindheit und hat uns ein ordentliches Stück unseres Lebens begleitet. Und man könnte meinen, dass ich hier ein zu großes Drama um eine Animationsserie mache, aber im Unterschied zu den anderen Kinderserien fand hier eine kontinuierliche Entwicklung statt, man konnte sich in die Charaktere ausgezeichnet hineinversetzen und es wurden bei all den Schlachten und Kämpfen immer persönliche Geschichten erzählt, gesellschaftliche Fragen aufgeworfen und wichtige Themen angeschnitten. Diese Serie ist damit eindeutig mehr als eine x-beliebige Kinderserie. Und sie hat deshalb, völlig zurecht, in unseren Herzen einen besonderen Platz verdient.


Ahsoka verlässt den orden2


Das war heute ein unglaublich emotionales, aber auch eindeutig gelungenes Ende der Serie. Sie ist mit Würde zu Ende gegangen. Und das war es an dieser Stelle auch mit meinem durchaus sehr persönlichen Rückblick auf The Clone Wars. Was gefällt euch an der Serie? Beziehungsweise, was gefällt euch nicht? Und was für Erinnerungen verbindet ihr vielleicht auch damit?


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