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„Zehntausend Jahre lang sind wir in der Galaxis die Wächter über Frieden und Recht gewesen. Aber bisweilen dient man der Gerechtigkeit am besten, wenn man weiß, wann man die Hände in den Schoß legen muß.“
— Djinn Altis (Quelle)

Djinn Altis war ein Jedi-Meister des Alten Ordens, der sich aus ideologischen Gründen vom Orden distanzierte und über Bespin ein eigenes Schulungszentrum für Jedi einrichtete. Dort unterrichtete er sowohl machtsensitive wie nichtsensitive Schülerinnen und Schüler in seinen Lehren und gründete damit die Gemeinschaft Altis. Er wurde Meister von Callista Ming, die fünf Jahre lang bei ihm studierte, sowie von Geith Eris. Während der Klonkriege übernahm er humanitäre Einsätze, ehe er sich den Jedi im Kampf gegen die Separatisten anschloss. Er überlebte die Order 66 und ging mit seinen Jedi in den Untergrund. Zusammen mit dem Jedi-Meister Iri Camas baute er ein Flüchtlingsnetz für überlebende Jedi und andere Verfolgte auf. Er war außerdem mit Margani Altis verheiratet.

Biografie

Differenzen mit dem Orden

„Jeder Schüler hat die Pflicht, eintausendachtzig schwere Fehler zu begehen. Je früher ihr sie hinter euch bringt, umso früher rückt der Zeitpunkt heran, von dem an euch keine Fehler mehr unterlaufen.“
— Djinn Altis (Quelle)

Djinn Altis war ein Querdenker unter seinesgleichen. Er war der festen Ansicht, dass ein Jedi mehr als einen Padawan ausbilden könne und diese Ausbildung nicht zwangsweise in der Kindheit beginnen müsse. Außerdem sah er das Verbot der Bindung kritisch und gestattete seinen Schülern auch romantische Beziehungen. Oft geriet er dadurch mit dem Jedi-Rat und anderen Jedi, unter anderem Yoda, aneinander.[1] Für gewöhnlich wurden machtsensitive Individuen während der ersten sechs Monate entdeckt und begannen dann ihre Ausbildung als Jünglinge. Allerdings brachte Djinn bei Debatten Aufzeichnungen aus früheren Zeiten zu Tage, in denen Ordensmitglieder mehrere Padawane gleichzeitig ausbildeten und sogar romantische Beziehungen und Hochzeiten zwischen Jedi erlaubt waren. Da er allerdings nur auf Widerspruch stieß, verließ Altis Coruscant und folgte dem Willen der Macht in andere Regionen. Er sammelte Wissen an und studierte neue Wege der Interpretation und Kommunikation der Macht, indem er fremde Kulturen besuchte, die abseits der republikanischen Gebiete lagen. Er reiste hierbei mit seinem Schiff, der Chu'unthor, die in Gedenken an ein Schiff aus alten Zeiten benannt war.[2]

Djinn Altis' Jedi Gemeinschaft

Während einer seiner Reisen wurde Djinn auf dem Planeten Chad auf ein Mädchen aufmerksam, das die Macht nutzte, um mit den Kreaturen ihrer Heimat zu kommunizieren. Obwohl das Mädchen, Callista, bereits viel älter war, als die Regeln des Ordens es zugelassen hätten, nahm er sie zu seiner Schülerin. Er nahm sie mit auf sein Trainingsgelände, das sich über den Wolken von Bespin befand. Dort unterrichtete er auch Geith, seinen zweiten Schüler, und erlaubte die schon nach kurzer Zeit entstandene Liebesbeziehung der beiden.[2] Djinn erzählte seinen Padawanen auch aus alten Geschichten der Jedi-Archive und mündlichen Überlieferungen.[3] Er lehrte sie, die Macht nicht nur zum Kampf einzusetzen, sondern besonders, um diesen zu vermeiden.[1]

Er nahm noch viele weitere Schüler auf, sowohl solche, die machtsensitiv waren, wie auch jene, die diese Fähigkeit nicht besaßen. Außerdem erlaubte er deren Familien, sich ihm anzuschließen und auch sonst war jeder willkommen, so dass seine Gruppe schnell anwuchs und er seine eigenen Jedi ausbildete.

„Es gibt tausend Wege, um die Macht in einem Kampf einzusetzen. Und tausendundeinen Weg, um die Macht dazu einzusetzen, einen Kampf zu vermeiden.“
— Djinn Altis (Quelle)

Djinn lehrte seinen Schülern die Introjektion ihres Geistes in aufnahmefähige Objekte mithilfe der Macht. Er empfand diese Methode selbst jedoch als feige, da sie dem Anwender ermöglichte, sich der Bereitschaft zu entziehen, ins Jenseits überzugehen.[3]

Klonkriege

Zu Beginn der Klonkriege führte Altis mit seinen Anhängern vor allem humanitäre Einsätze aus. Den ersten Kampfeinsatz hatte er auf JanFathal. Auf dem Weg zum Planeten Yarille, um Hilfsgüter abzuliefern, fing sein Schiff, die Wookieeschütze, den Notruf der republikanischen Agentin Hallena Devis auf und leitete diesen an das Kriegsschiff Leveler weiter. Da Altis in der Macht aber spürte, dass seine Anwesenheit wichtig war, traf er sich mit der Leveler und schloss sich mit seinen beiden Padawanen der Rettungsmission an. Dies führte die kleine Gruppe in eine moralische Diskussion, da keiner den Krieg oder das Benutzen von Klonen als gut erachtete. Jedoch wollten sie selbst den Klonen auch keine Vorschriften machen. So schlossen sich die drei auch dem Bodenrettungstrupp an. Dank seiner Machtfertigkeit und der Hilfe seiner Schüler und Ahsoka Tano war es ihm möglich, Hallena in der Macht zu spüren und er führte den Rettungstrupp zu dem Haus, indem diese festgehalten wurde. Er nahm persönlich an der Rettungsmission teil und tötete dabei Merish Hath. Um den Rückzug zu decken, kämpfte er mit Callista und Ahsoka gegen die anrückenden Droiden der Separatisten und schaffte es, diese aufzuhalten. Jedoch musste der Trupp die Rückkehr zur Leveler abbrechen, da diese aus dem System gesprungen ist.

Wieder zurück auf dem Planeten schloss sich Ahsokas Meister Anakin Skywalker der Gruppe an. Altis spürte sofort dessen innere Leidenschaft und Zerrissenheit und erkannte die Bedrohung, die davon ausging, dass er gezwungen war, dies zu unterdrücken. Die Truppe beschloss, einen hyperraumfähigen Transporter der Separatisten zu stehlen, um mit diesem zu fliehen. Altis lenkte die Wachen zusammen mit Ahsoka ab, so dass man den Transporter einnehmen konnte. Die neuerliche Flucht zur Leveler, die inzwischen wieder im System war, gelang. An Bord befand sich inzwischen eine größere Gruppe von Jedi aus der Gemeinschaft von Altis unter der Führung der jungen Ash Jarvee. Auf der Flucht zur Leveler wehrte er mithilfe der Macht Beschuss vom Shuttle ab und spendete der verstörten Hallena Trost. An Bord führte er ein intensives Gespräch mit Anakin über Bindungen, da er ahnte, dass dieser eine geheime Beziehung führte. Er erklärte ihm den Unterschied zwischen Bindung und Besessenheit und bot ihm an, jederzeit eine offene Tür für ihn zu haben.

Seine Gruppe setzte dann den Flug nach Yarille wieder fort und Hallena Devis hatte sich inzwischen der Gruppe angeschlossen. Auf Yarille leisteten sie den Flüchtlingen aus der zerstörten Stadt Hilfe und brachten wichtige Lebensmittel und Medikamente. Inmitten der Zerstörung erkannte Altis, dass dieser Krieg sie alle zerstören konnte. Im weiteren Verlauf übernahmen seine Jedi immer mehr Aufträge, auch für den Jedi-Rat auf Coruscant und kämpften an dessen Seite in zahlreichen Schlachten.[2]

Verfolgt

Altis überlebte wie die meisten seiner Schüler die Order 66, da er sich weder im Tempel noch bei den Klontruppen aufgehalten hatte. Jedoch konnte er sein Schulschiff nicht mehr führen, da dies zu leicht zu finden gewesen wäre. Er ging mit seinen überlebenden Schülern und anderen Verbündeten in den Untergrund. Dort arbeitete er eng mit dem Jedi-Meister Iri Camas zusammen und baute eine Fluchtorganisation für entkommene Jedi und deren Verbündeten auf. Wenige Monate nach der Machtübernahme von Palpatine wurde er von Kal Skirata kontaktiert. Es kam zu mehreren Treffen, sowohl mit Skirata selbst als auch mit dem ehemaligen Jedi Bardan Jusik und einigen der Skirata-Klone. Dabei trafen Altis und Skirata eine Übereinkunft, sich gegenseitig zu helfen, vor allem wollte Skirata so einen Platz haben, an dem er die bei ihm gestrandeten Jedi unterbringen konnte. Altis stimmte zu, diese aufzunehmen. Zu seiner Truppe gehörten aber nicht nur Jedi, sondern auch ehemalige Sektor-Ranger oder Agenten der Republik, die sich mit der neuen Führung nicht anfreunden konnten. Vom Leiter der Imperial Commandos bei der 501. Legion, Roly Melusar, wurde Altis als einer der gefährlichsten überlebenden Jedi eingestuft. Aus Sicht Melusars hatte er Charisma und das Wissen, eine Jedi-Untergrundbewegung aufzubauen und eine ernste Gefahr für das Imperium zu werden. Daher war er auch sehr erpicht darauf, Meister Altis zu finden.

Vermächtnis

Viele von Djinns Lehren sollten später als sein Vermächtnis erhalten bleiben, nachdem Callista sie für Luke Skywalker zusammentrug.[3] Einige Techniken brachte sie diesem auch selbst bei, sodass auch Großmeister Skywalker die Lehren und Techniken von Djinn Altis lernte.[1] Das genaue Schicksal von Altis zur Zeit des Imperiums ist jedoch unbekannt.

Persönlichkeit

„Wie in jedem Glauben werden manche Botschaften im Laufe der Zeit verfälscht. Warum sollten Bindungen ein Pfad zur Dunklen Seite sein? Liebevolle Hingabe ist der Eckpfeiler jeder Zivilisation, jeder Gesellschaft, und verbindet alle Lebewesen. Wie also kann das etwas Falsches sein? “
— Djinns Meinung über Bindungen geäußert in einem der seltenen Briefwechsel mit Yoda einige Jahre vor den Klonkriegen

Altis war nicht der typische Jedi-Meister. Er gab offen seine Fehlbarkeit zu und nannte sich selbst den ältesten Padawan von allen, da er mehr von seinen Schülern lernen konnte als umgekehrt. Er gestand seinen Schülern Fehler zu und wollte diesen nicht befehlen, an was sie zu glauben hatten, sondern nur helfen, dass diese ihren eigenen Weg fanden. Er hielt Bindungen für etwas Positives und erkannte, dass das Universum mehr anstatt weniger davon brauchte. Jedoch warnte er vor Besessenheit, da dies der Weg zur Dunklen Seite war. Die Gemeinschaft, die er aufgebaut hatte, sah er als seine Familie an. Er war sehr charismatisch, weswegen er auch einer der Meistgesuchten im Imperium war. Auf viele wirkte er eher wie ein alter Lehrer oder Philosoph und nicht wie ein Jedi-Meister.

Hinter den Kulissen

Djinn Altis wird in einer Zusammenfassung über Callistas Vorgeschichte im Adventure Journal 14, anschließend zum darin veröffentlichten Murder in Slushtime, erwähnt. Sein Vorname wird dort fälschlicher Weise „Djin“ ausgeschrieben.

Quellen

Einzelnachweise

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