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Die Nebulon-B-Fregatte war ein 300 Meter langes Kriegsschiffsmodell, welches von den Kuat-Triebwerkswerften im Auftrag der imperialen Flotte gebaut wurde, um Geleitschutz gegen die Rebellen-Allianz zu gewährleisten. Ursprünglich erhielt das Schiff die Bezeichnung EF76B-Eskortschiff. Letztlich wurde die Fregatte sowohl vom Galaktischen Imperium als auch von der Rebellen-Allianz ausgiebig während des Galaktischen Bürgerkriegs verwendet, da die Rebellion auch eine Anzahl dieser Schiffe durch Fahnenflucht oder Kapern für sich gewinnen konnte. Dies brachte den Schiffen den Namen Rebellen-Kreuzer ein. Meist wurde sie in ihrer Nutzung nur als Eskortfregatte bezeichnet.

Beschreibung

Mit dem kleinen und kompakten Antriebswerk am Heck des Schiffes im Verhältnis zu dem großen Vorderteil und dem dünnen Verbindungsstück wirkte die Nebulon-B-Fregatte sperrig und schwerfällig. Die 300 Meter messende Nebulon-B-Fregatte benötigte weniger als ein Dreißigstel der Besatzung eines Imperialen Sternzerstörers, was ihre Verwendung bedeutend günstiger gestaltete. Trotz der verwinkelten Konstruktion konnte sich die Nebulon-B in allen Bereichen verteidigen, während der Innenraum Platz für zwei Staffeln TIE-Jäger in je einem Hangar bot. Darüber hinaus verfügte sie über Andockpunkte für leichte und mittlere Frachter. Von den je ein Dutzend Turbolaserbatterien und Punktverteidigung-Laserkanonen wies je die Hälfte zum Bug, die anderen Turbolaser und je zwei weitere Laserkanonen verteilten sich über die Flanken, mit dem letzten Laserpaar am Heck. Das Hauptgeschütz saß jeweils nach vorne ausgerichtet am unteren Ende der Bugmodule. Oft waren zwei Traktorstrahlprojektoren frontal montiert, unter anderem an der Bugspitze. Ein Universal-Sprengkopfwerfer unten am Bug hatte typischerweise zehn Protonentorpedos im Arsenal. Nach dem hangarlosen leichten Kreuzer der Carrack-Klasse war die Nebulon-B-Fregatte eines der am schwersten bewaffneten Modelle ihrer Größe.

Bugsektion einer Eskortfregatte

Das Kommandomodul, die hohe vordere Sektion, umfasste an der Vorderseite Wassertanks, das TIE-Flugdeck, Crewquartiere, die von Droiden unterstützte Kombüse, Lager sowie Truppendeck und -quartiere. Im hinteren Bereich der Sektion saßen die primäre Kommunikationsanlage (PrimeComm oder P-Com), Kurzstrecken-Kommunikation (ShortComm oder S-Com), Andockschleusen mit Schneidewerkzeugen, ebenfalls Lager und die Krankenstation.[11] Die Kommandobrücke saß in der Mitte der vorderen Module am Bug. Etwas darunter erstreckten sich große Sensoranlagen nach vorne und achtern.[7]

Die Struktur der Nebulon-B war in mehrere Sektionen unterteilt, die meist durch die Hauptschotten getrennt waren und eine Pendant-Station auf der Brücke besaßen. Die Operations Section (Ops) war die größte dieser, und ihr Kommandant hatte als Sektionschef mit der am breitesten verteilten Verantwortung mindestens einen Junior-Offiziersrang inne. Main Quarters war für Wartung und Wohnbereiche zuständig und dem niedrigsten Junior-Offizier unterstellt; Engineering Quarters befand sich ohne eigenen Offizier direkt darunter. Die Command Section hatte die allgemeine Verantwortung über das Schiff stand mit Line Command, der Mitte des Schiffs, in Kontakt; ihr Chief stellte den Kapitän dar. Neben Primary Engineering in der Vorderseite der Hecksektion gab es Secondary Engineering, das meist als Power bekannt war und unter einem Lieutenant für Energie, Wartung, Reparatur und Notenergie zuständig war. Die schlicht Life genannte Lebenserhaltung umfasste Atmosphärentanks, Luftreiniger, Wasserversorgung, Gravitation und Temperatur. Sensoren und Kommunikation (SenCom) hatten je einen Experten und eine Brückenstation. Waffen und Sicherheit übernahmen Geschütze und Verteidigungssysteme. Flight and Vehicle Operations (FVO oder Boom section) war für Schiffe, Fahrzeuge sowie Rettungskapseln zuständig und war hauptsächlich an der Verbindungssektion stationiert. Die Deflektor-Sektion saß schwer gepanzert vor dem Hauptantriebsbereich.[11]

Heck einer Nebulon-B-Fregatte

Die ursprüngliche Hauptaufgabe der Nebulon-B bestand darin, imperialen Handelskonvois ausreichend Geleitschutz zu bieten. Dafür besaß sie eine speziell auf kleine, manövrierfähige Schiffe wie Sternjäger sowie mittlere Einheiten ausgelegte Bewaffnung. Obwohl die Galaxy-15-Ionentriebwerke und der Hyperantriebsmotivator sehr langsam und schwerfällig waren, reichte die Technik für diese Aufgabe aus. So erreichte die Nebulon-B-Fregatte eine Geschwindigkeit von 40 MGLT. Auf Kosten der Beweglichkeit statteten die Kuat-Triebwerkswerften das Schiff mit einer soliden und überaus starken Panzerung aus, die Angriffen von Sternjägern über einen längeren Zeitraum problemlos standhalten konnte.

Geschichte

Die Nebulon-B-Fregatte verdrängte als günstiges und seit Jahrhunderten effektivstes leichtes Kriegsschiff die CR90-Korvette im imperialen Eskortdienst. In den Anfangszeiten der Rebellen-Allianz legte diese besonderen Wert auf kleine und wendige Einpersonenjäger, die in ihrer Flexibilität eine große Bedrohung gegen das Imperium darstellten. So konnten schwere Schiffe wie ein Sternzerstörer nur geringfügige Verteidigung leisten. Aus dieser Tatsache heraus gab das Imperium den Bau einer Geleitfregatte in Auftrag, um großen Schiffen ausreichend Begleitschutz zu bieten. Die Kuat-Triebwerkswerften produzierten daraufhin die Nebulon-B-Fregatte, die lediglich einen Bruchteil der Kosten eines Sternzerstörers verschlang und daher verhältnismäßig günstig in der Anschaffung und im Betrieb war. Eine auf das Schleppen einer großen Sensoranlage ausgelegte Variante stellte die Imperiale Patrouillenfregatte dar.

„Nur einmal möchte ich ein Raumschiff zerstören, für das wir nicht gezahlt haben!“
— Admiral Hurkk (Quelle)[24]

Nebulon-B im Kampf

Obwohl die Nebulon-B-Fregatte über einen ausreichenden Verteidigungsschirm verfügte, konnte das Schiff in der galaktischen Geschichte des öfteren erobert und gekapert werden. Bereits wenige Jahre, nachdem das Eskortschiff die Werften von Kuat verlassen hatte, verlor das Imperium durch Treuebruch oder Eroberung der Rebellen-Allianz zahlreiche Fregatten. Die Rebellion baute die Schiffe für eigene Zwecke um, wodurch die ursprüngliche Geleitfregatte den Nutzen von Kommandoschiffen, Lazarettfregatten oder medizinischen Einrichtungen erfüllten. Eine bekannte rebellische Nebulon-B-Fregatte war die Erlösung, die für medizinische Zwecke ausgelegt und in viele Kampagnen seit der Frühzeit der Allianz verwickelt war. Außerdem entwickelte die Rebellion als Antwort auf die Nebulon-B den B-Flügler. Zwar war dieser im Vergleich zum X- oder Y-Flügler nicht sehr wendig, doch verfügte er über mehr Durchschlagskraft, stärkere Schilde und eine stärkere Panzerung. Kleinere Fraktionen vor und während des Galaktischen Bürgerkriegs verfügten ebenfalls über einzelne Nebulon-B-Fregatten, darunter die Lok-Revenants und Demetrius Zaarins Fraktion.

Später ließen die Kuat-Triebwerkswerften ein Nachfolgemodell der Nebulon-B-Fregatte vom Stapel. Das Modell Nebulon-B2 unterschied sich von seinem Vorgänger dahingehend, dass die Größe der Antriebssektion zum viel kleineren Vorderteil angepasst wurde. Außerdem erhielt die Fregatte zwei abwärts geneigte Tragflächen, die dem Schiff zusätzliche Stabilität verliehen. Sie wurde sowohl vom Imperium als auch der Allianz genutzt.[2][4] Für die Neue Republik baute Kuat schießlich die Corona-Klasse, die die als sehr erfolgreich eingeschätzte Nebulon-B zum Vorbild hatte.[25]

Die Far Orbit erarbeitete sich durch Kaperei einen Ruf, und die Yavaris diente der Allianzflotte als Personal- und Ausrüstungstransporter.[19] Die Allianz setze einige Eskortfregatten in der Schlacht von Endor ein.[26] Auch in der Flotte der Neuen Republik hatten Nebulon-B-Fregatten eine wichtige Position. Ein Teil von Admiral Firmus Nantz' Erster Flotte, der aus Nebulon-Bs mit Y-Flügler-Unterstützung bestand, zerstörte 4 NSY den Praetor-Mark-II-Klasse-Schlachtkreuzer Thalassa bei Moorja.[3] Ein Angriff Llon Banjeers auf die Werften von Hast machte unter anderem fünf Nebulon-Bs dienstuntauglich und hielt das Vorrücken der Zweiten Flotte auf.[20][3]

Eskortfregatte in der Thrawn-Krise

Thrawn versuchte seinerzeit, einige Fregatten der Rebellion zurückzuerobern, um sie im Kampf gegen die Neue Republik einzusetzen. Letztlich scheiterte er bei seinem Vorhaben in der Schlacht von Sluis Van. Eskortfregatten beteiligten sich an der Verteidigung Coruscants gegen Thrawn und den Schlachten vor und während der Operation Schattenhand. Die Yavaris bewährte als Wedge Antilles' Flaggschiff gegen Natasi Daala und in der Darksaber-Krise. Auch Jahre später diente die Nebulon-B noch der Republik, so hatte Garm Bel Iblis während der Caamas-Dokument-Krise zwei dieser Schiffe unter seinem Kommando. Bis zum Yuuzhan-Vong-Krieg war eine Handvoll Eskortfregatten in die Korporationssektorverwaltung eingegliedert worden. Einzelne Exemplare hielten sich bis 137 NSY: Die Schwarze Sonne verwendete eine Fregatte, eine weitere wurde für die Evakuierung von Dac genutzt.

Hinter den Kulissen

  • Die Nebulon-B-Fregatte wurde für Episode V – Das Imperium schlägt zurück entwickelt.
  • In einer Szene in Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter erscheint eine Nebulon-B-Fregatte um einiges länger als das Doppelte der CR90-Korvette neben ihr.
  • Einige Quellen geben an, die Eskortfregatte sei erst als Reaktion auf Rebellenjäger entwickelt worden, andere vermelden ihre Indienststellung direkt nach der Gründung des Imperiums und nur einen vermehrten Einsatz gegen die Allianzangriffe.
  • Das offizielle Star Wars Fact File (F: NEB 1-2) gibt an, dass die Fregatte ein Fünftel des Preises eines Imperialen Sternzerstörers hätte, dieser kostet nach Age of Rebellion Core Rulebook jedoch 150.000.000 Credit.
  • Das Core Rulebook gibt abweichend von den zweien fast aller anderen Quellen drei Traktorstrahlprojektoren an. Die Turbolaser werden dabei zu je sechs an den beiden Flanken und die Laserkanonen zu je drei an allen Seiten verordnet.
  • In Rebellion stellt das Symbol der Nebulon-B-Fregatte die Rebellen-Allianz dar. Die Turbolaser und Laserkanonen erreichen am Bug die Stärken 80 bzw. 60 und an den Seiten 40 bzw. 30, wobei die Laser am Heck darüber hinaus 60 erreichen. Der Traktorstrahl hat die Stärke 1. Die Schildstärke beträgt 300, die Hüllenstärke 600. Die Fregatte erreicht bei Manövrierfähigkeit 2 die Geschwindigkeit 3.
  • TIE Fighter gibt der auf 400 Meter Länge gerundeten Nebulon-B-Fregatte (FRG) eine Höchstgeschwindigkeit von 16 MGLT, drei Triebwerke, vier Doppel-Turbolasertürme, sechs Lasergeschütze, einen Sprengkopfwerfer, 160-SBD-Schilde und eine 80-RU-Hülle. Die Brücke verordnet es in den Heckaufbauten.
  • X-Wing vs. TIE Fighter gibt der Nebulon-B-Fregatte eine Länge von 378 Metern (Balance of Power), 2.560-SBD-Schilde, eine 1.520-RU-Hülle (was einem Dreadnaught entspricht) und die gleiche Bewaffnung und dasselbe Design wie TIE Fighter.
  • In X-Wing Alliance hat die Fregatte der Nebulon-B-Klasse eine Länge von 400 Metern, 960-SBD-Schilde, eine 448-RU-Hülle und nur vier Doppel-Turbolasertürme.
  • Im Spiel Battlefront – Elite Squadron wird die Nebulon-B-Fregatte mit der Imperium-Klasse gleichgestellt, im Spiel Empire at War der Acclamator-Klasse. Dort hat sie je zwei Turbolaser- und Laserbatterien und kann wie viele Allianzschiffe ihre Schilde besonders gut regenerieren. In Empire at War – Forces of Corruption kann das Zann-Konsortium sie über Piraterie bei Dac erhalten.

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 Raumschiffe und Fahrzeuge – Alle technischen Details im Aufriss
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 2,6 2,7 TIE Fighter
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 The Essential Guide to Warfare
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 4,4 X-Wing Alliance
  5. 5,00 5,01 5,02 5,03 5,04 5,05 5,06 5,07 5,08 5,09 5,10 5,11 5,12 Age of Rebellion Core Rulebook
  6. 6,0 6,1 Revised Core Rulebook
  7. 7,0 7,1 7,2 7,3 7,4 7,5 7,6 7,7 7,8 7,9 The Essential Guide to Vehicles and Vessels
  8. Berechnung aufgrund des Filmmodells: 99 cm Höhe bei 247 cm Länge laut Datenbankarchiv
  9. Kampf um die Galaxis (Sachbuch)
  10. 10,0 10,1 10,2 Das offizielle Star Wars Fact File (F: NEB 1-2)
  11. 11,00 11,01 11,02 11,03 11,04 11,05 11,06 11,07 11,08 11,09 11,10 11,11 11,12 11,13 11,14 11,15 11,16 11,17 11,18 11,19 11,20 11,21 11,22 11,23 11,24 11,25 The Far Orbit Project
  12. The New Essential Guide to Vehicles and Vessels
  13. 13,0 13,1 13,2 13,3 13,4 13,5 Pirates & Privateers
  14. 14,0 14,1 14,2 Starships of the Galaxy (2007)
  15. The Essential Guide to Weapons and Technology
  16. 16,0 16,1 16,2 16,3 The Stele Chronicles
  17. LegacyTod eines Planeten
  18. 18,0 18,1 18,2 The Thrawn Trilogy Sourcebook
  19. 19,0 19,1 19,2 19,3 19,4 Rebel Alliance Sourcebook
  20. 20,0 20,1 Dark Empire Sourcebook
  21. Empire at War – Forces of Corruption
  22. Thrawn-TrilogieErben des Imperiums
  23. Tempest Feud
  24. Eigenübersetzung von: Just once, I'd like to destroy a starship that we didn't pay for!
  25. Cracken's Threat Dossier
  26. Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter
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