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Der Ghest, in den Legenden auch Sumpfdämon genannt, ist ein großes Reptil, das auf dem Planeten Rodia vorkommt.

Beschreibung

Körperbau

Der Ghest ist ein bis zu sechs Meter langes Reptil.[1] Es weist einen langgestreckten Kopf mit einem großen Maul voller spitzer Zähne auf. Zwei Augen sind so angeordnet, dass sie beim Schwimmen knapp über der Wasseroberfläche bleiben. An den relativ dünnen vorderen Gliedmaßen befinden sich je vier Klauen, von denen eine opponierbar ist.[2]

Lebensweise

Das Tier lebt in den Sümpfen und flachen Meeresbuchten Rodias, wo es sich von größeren pflanzenfressenden Tieren ernährt. Auf der Suche nach Beute bewegen Ghests sich langsam durch das trübe Wasser und halten dabei Augen und Stirn knapp über der Oberfläche. Sobald sie etwas bemerken, explodieren sie förmlich in der Bewegung, schnappen mit Zähnen und Krallen zugleich zu und verschlingen die Beute meistens mit einem Biss. Die Tiere haben keine natürlichen Fressfeinde.[1]

Das Paarungsritual der Ghests entspricht einer Mischung aus Tanz und Kampf, in dem jeder der beiden Partner dem anderen zu beweisen sucht, dass er oder sie zur Fortpflanzung geeignet ist. Die Weibchen kämpfen hierbei härter und verbissener als die Männchen, da sie nach dem Tod des Männchens immer noch an das Sperma aus dem Kadaver gelangen können, während das Männchen alleine keine Befruchtung zustandebringen kann. Nach erfolgter Paarung trennen die Tiere sich wieder und schwimmen in verschiedene Richtungen voneinander weg, damit das Männchen nicht später den Jungen begegnet und sie frisst. Sodann legt das Weibchen einige hundert Eier in einem flachen Gewässer ab und bewacht das Gelege. Die Eier verwandeln sich in junge Ghests, die einander fressen, bis nur noch die stärksten Jungen übrigbleiben. Die Jungtiere graben sich dann im Schlamm ein, um sich vor der Mutter zu verstecken, die erst dann das Interesse am Glege verliert und sich von dannen macht. Jungtiere, die vorzeitig das Gewässer verlassen, werden von der Mutter gefressen, da sie nicht von fremden Gelegen zu unterscheiden sind.[1]

Kulturelle Bedeutung

In der Frühzeit der rodianischen Kultur kam es mitunter vor, dass ein hungriger Ghest ein Dorf der Rodianer überfiel und alle seine Bewohner verschlang. So glaubten die frühen Rodianer daran, dass die Seelen der Verstorbenen in den Ghests gefangen waren, und das Erscheinen eines solchen Tieres wurde als Vorbote von Unheil gedeutet. Auch später galt das Erscheinen eines Ghests im rodianischen Drama als Unglückszeichen. Von Zeit zu Zeit organisierten Rodianer eine rituelle Jagd, wobei sich eine Gruppe von Männern daran machte, einen Ghest aufzuspüren und zu töten. Der Jagderfolg wurde Mittel verstanden, um eine drohende Dürre oder Hungersnot abzuwenden.[1]

Da die Fauna von Rodia durch zunehmende Industrialisierung beinahe ausgerottet wurde, wurden auch Ghests in ihrer natürlichen Umgebung sehr selten. So versuchten einige wohlhabende und traditionsbewusste Rodianer, Jungtiere auf andere Planeten auszusiedeln.[1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Creatures of the Galaxy (Seite 28 f.)
  2. Abbildung in Creatures of the Galaxy (Seite 28)
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