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Unter einem Gottesurteil versteht man eine Prüfung, der sich jemand stellen muss und die er angeblich nur mit göttlicher Hilfe bestehen kann, oder eine angeblich von göttlichen Wesen herbeigeführte Entscheidung in einem Streit. Man glaubt dabei, dass die Götter eingriffen, um demjenigen, der im Recht ist oder auf dessen Seite sie stehen, zu helfen. Es gibt mehrere Kulturen, die die Praxis des Gottesurteils ausüben.

Das Gottesurteil der Serps

Gottesurteil

König und Herausforderer beweisen sich im Gottesurteil.

Auch die jährlich stattfindenden Turniere auf dem Planeten Serphidi wurden als Gottesurteil bezeichnet. Bei diesem Wettkampf auf Leben und Tod trat ein Herausforderer gegen den jeweils amtierenden König an, um diesen zu töten und anschließend dessen Nachfolge als Herrscher von Serphidi anzutreten. Ein König blieb demnach so lange im Amt, bis er in einem Gottesurteil besiegt und von seinem Herausforderer und zukünftigen Nachfolger getötet wurde.[1]

Der Ursprung des Gottesurteils findet sich in der Geschichte der auf Serphidi lebenden Serps, die sich mehrere Jahrhunderte lang in einem blutigen Krieg gegenseitig bekämpften. Das Gottesurteil gab den Serps die Möglichkeit, ihre aggressive und kämpferische Natur auszuleben, wobei sie auch von dem Gedanken angetrieben wurden, an die Macht zu gelangen. Einige Dekaden vor der Schlacht von Yavin errang der Serp S'Shah in einem Gottesurteil den Sieg und wurde daraufhin zum König gekrönt. Er war ein Sympathisant des Galaktischen Imperiums und versuchte, die kriegerische Vergangenheit seines Volkes wiederaufleben zu lassen, indem er einen Teil der tödlichen Waffentechnik wieder einführte. Aus diesem Grund versuchten zahlreiche Serps, ihn im Gottesurteil zu töten, um seiner Gewaltherrschaft ein Ende zu bereiten. Zu ihnen zählte auch ein gewisser Elglih. Dieser war allerdings zu alt, um selbst an einem der Turniere teilzunehmen. Deshalb ließ er im Jahre 3 NSY den Rebellen Luke Skywalker für sich antreten. Nachdem es diesem gelungen war, S'Shah zu besiegen und zu töten, wurde Elglih zum neuen König gekrönt. Damit war auch die Zeit der tödlichen Gottesurteile vorbei.[1]

Das Gottesurteil der Em'liy

Gottesurteil-E

Gottesurteil der Em'liy

Das Gottesurteil der auf dem Planeten Shalyvane beheimateten Em'liy hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem bekannten Hütchenspiel. Dabei wird ein kleiner Stein unter einen von drei umgedrehten Bechern gelegt, und die Person, die sich dem Urteil stellt, muss herausfinden, unter welchem Becher sich der Stein befindet. Auf diese Weise soll die Aufrichtigkeit einer Person auf die Probe gestellt werden. Darüber, was mit einem, der diese Prüfung nicht besteht, geschieht, ließe sich nur spekulieren.[2]

Im Jahre 3 NSY musste sich Luke Skywalker bei seinem zweiten Besuch auf Shalyvane dem Gottesurteil stellen, als er von einem alten Em'liy namens G'hinji Dros auf die Probe gestellt wurde. Es gelang Skywalker mit Hilfe der Macht, die Prüfung zu bestehen. G'hinji und die anderen Em'liy waren davon beeindruckt und glaubten, dass Skywalker mächtige Götter habe.[2]

Quellen

Einzelnachweise

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