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„Begeben Sie sich zu Ihrer nächsten Transportmöglichkeit vom Planeten. Wir werden Schiffe senden, um Personen einzusammeln, die keinen anderen Weg haben, um den Planeten zu verlassen. Es kann Zeit in Anspruch nehmen, aber bleiben Sie ruhig und friedlich. Sie haben mein Wort, wir werden Sie holen. […] Wir sind alle Hetzal. Wir sind alle die Republik.“
— Minister Ecka wendet sich an die Bevölkerung des Hetzal-Systems[EÜ 5]

Das Große Hyperraumdesaster[5][EÜ 6], auch bekannt als das Große Desaster[1][EÜ 7], das Hyperraumdesaster[2] oder die Hyperraumkatastrophe[2], war ein – durch die Zerstörung des Schiffs Legacy Run ausgelöstes – Ereignis. Nachdem die Legacy Run im Hyperraum zerbrach, erschienen Trümmerteile des Schiffs über die Galaxis verteilt aus dem Hyperraum und zerstörten mitunter ganze Planeten. Insbesondere im Hetzal-System kam es zu einer groß angelegten Rettungsaktion.

Vorgeschichte

Während der Ära der Hohen Republik strebte die Galaktische Republik unter der Führung von Kanzlerin Lina Soh eine Expansion in den Äußeren Rand an.[1] Teil dieser Pläne war die Konstruktion der Starlight-Station, die als „Leuchtfeuer“ der Republik an der Galaktischen Grenze dienen sollte.[2] Zu deren Fertigstellung begab sich eine große Gesandtschaft der Republik, einschließlich mehrerer Jedi unter der Führung von Avar Kriss, sowie Admiral Pevel Kronara und dessen Kreuzer Third Horizon. Die Gesandtschaft hätte sich eigentlich schon längst auf dem Weg zurück nach Coruscant befinden sollen, wurde jedoch durch die ausführliche Tour von Shai Tennem aufgehalten und konnte so nur verspätet die Rückreise antreten.[1]

Doch nicht nur die Republik wagte sich in den Äußeren Rand vor, auch viele (insbesondere arme) Personen aus dem Kern versuchten dort ein neues Leben anzufangen. Diese Siedler erhofften sich im Äußeren Rand die Gelegenheit für einen Neustart und auf ein besseres Leben. Solche Siedler wurden auch von der Legacy Run befördert, einem modularem Frachttransporter der Byne-Gilde. Kapitänin des Schiffs war Hedda Casset, eine frühere Offizierin der Malastare-Sullust Joint Task Force, die das Schiff trotz seines hohen Alters in einem guten und gepflegten Zustand hielt.[1]

„[…] (S)agt ihnen, dass das Auge etwas Besonderes in der Zukunft sieht, etwas Großes. Eine neue Initiative.“
— Marchion Ro überzeugt die Orkanläufer der Nihil, seinem Weg zu folgen.[EÜ 8]

Unbemerkt von der Republik hatte sich im Äußeren Rand eine Bedrohung in Form der Nihil gebildet, einer Piratenbande, welche in der jüngeren Vergangenheit stark gewachsen war. Dank des aktuellen Auge der Nihil[EÜ 3], Marchion Ro, und der von diesem gefangen gehaltenen Mari San Tekka, verfügten die Nihil über sogenannte Pfade, welche ihnen erlaubten, Hyperraumsprünge von und zu Orten abseits der bekannten Hyperraumrouten durchzuführen. So konnten sie scheinbar aus dem Nichts auftauchen und auch wieder verschwinden. Marchion Ro wollte dies nutzen, um die Republik und den Jedi-Orden angreifen zu können.[1]

Verlauf

Zerstörung der Legacy Run

Hedda Casset versucht, mit der Legacy Run dem unbekannten Objekt auszuweichen

„Da ist etwas in der Hyperraumroute. Gerade vor uns. Groß. Einschlag in zehn Sekunden.“
— Kadett Kalwar erklärt den Alarm des Navi-Computers[EÜ 9]

Die Legacy Run transportierte 9.000 Siedler sowie Ladungen, einschließlich eines Containers flüssigen Tibanna-Gases, von den Kernwelten und den Kolonien in den Äußeren Rand, als der Navigationscomputer einen schiffsweiten Alarm auslöste. Ein unbekanntes Objekt, welches sich später als Sturmschiff der Nihil herausstellte, war im Hyperraum direkt vor der Legacy Run aufgetaucht. Kapitänin Casset versuchte noch, dem Objekt in letzter Sekunde auszuweichen. Dabei wurde das Schiff allerdings überansprucht und zerbrach in viele Teile. Während Casset und die Brückenbesatzung starben, konnte sie jedoch noch rechtzeitig die Passagiersegmente voneinander abschirmen, um so zumindest einen Teil der Passagiere zu retten.[1]

Hetzal-System

Erscheinen der Anomalien

Eine halbe Stunde nachdem die Legacy Run verunglückt war, registrierten Scantech (dritter Klasse)[EÜ 4] Merven Getter und Scantech (zweiter Klasse)[EÜ 4] Vel Carann auf einer Überwachungsstation im Hetzal-System mehrere – aus dem Hyperraum austretende – Objekte, die zu klein und zu schnell für Schiffe waren. Die Objekte bewegten sich in Richtung der Sonne und das Risiko einer Kollision mit einem bewohnten Planeten oder einer Station im Orbit eines Planeten war groß. Die beiden Scantechs konnten ein systemweites Alarmsignal absetzen, bevor die Station von einem der Objekte getroffen und die beiden Scantechs so getötet wurden.[1]

Minister Ecka: „Was sind sie?“
Keven Tarr: „Unbekannt. […] Was auch immer diese Anomalien sind, sie bewegen sich mit beinahe Lichtgeschwindigkeit, und es ist sehr schwer sie zu verfolgen. Und, natürlich, wenn sie etwas treffen, dann ist das…“
General Borta: „Nicht gut.“
Keven Tarr: „Apokalyptisch, wollte ich sagen.“
— Teven Karr erklärt Minister Ecka die Ausmaße des Desasters[EÜ 10]

Eine weitere halbe Stunde später befand sich Minister Zeffren Ecka mit mehreren Beratern in seinem Büro in Aguirre City auf Hetzal Prime, der Hauptwelt des Hetzal-Systems. Während der Großteil der Anwesenden nicht wusste, was geschah, erstellte der junge Keven Tarr vom Ministerium für Technologie – aus Sensordaten der noch nicht zerstörten Satelliten und Stationen – ein Bild der Ereignisse. Hunderte der Anomalien rasten durch das Hetzal-System. Minister Ecka gab schließlich einen systemweiten Evakuierungsbefehl und ließ einen Hilferuf in die Galaxis aussenden. Da es allerdings zu wenig Schiffe für die gesamte Bevölkerung gab, waren die wenigen Plätze sehr teuer und es kam zu Kämpfen. Zeffren Ecka und seine Berater entschieden sich, auf dem Planeten zu bleiben und die Rettungsversuche zu koordinieren.[1]

Ankunft der Third Horizon

Avar Kriss verspricht Minister Ecka Hilfe.

„Hier ist Jedi-Meisterin Avar Kriss. Hilfe ist auf dem Weg.“
— Avar Kriss an Minister Ecka[EÜ 11]

Wenig später empfing Keven Tarr ein Signal, welches er an Zeffren Ecka durchstellte. Jedi-Meisterin Avar Kriss kündigte Hilfe an. Diese traf 90 Minuten nach der Zerstörung der Legacy Run – und somit 30 Minuten nach dem Hilferuf des Hetzal-Systems – in Form der Third Horizon ein, die durch die Verzögerungen an Bord der Starlight-Station und einen Auftank-Halt gerade nah am Hetzal-System gewesen war. Sowohl Jedi-Vector-Jäger als auch republikanische Longbeams starteten sofort, und verteilten sich im System, um zu helfen, wo möglich. Meisterin Kriss nutzte ihre Machtfähigkeiten, um die Rettungsmission zu führen und zu koordinieren.[1]

Loden Greatstorm und Bell Zettifar treffen am Ranoraki-Anwesen ein.

Teil der Mission waren auch der Jedi-Meister Loden Greatstorm und sein Padawan Bell Zettifar. Mit dem Jedi-Vector Nova erreichten die beiden 10 Minuten nach Ankunft der Third Horizon die Atmosphäre des Planeten Hetzal Prime. 20 Minuten später fanden sie eine Menschenansammlung vor einem ummauerten Gelände, auf dem die wohlhabende Ranoraki-Familie ein Schiff hatte. Auf diesem wäre zwar noch Platz für mehr Flüchtlinge, dennoch wurden diese von bewaffneten Wachen vom Eindringen abgehalten. Als Loden gerade dabei war, diese zu überzeugen, doch Personen zum Schiff durchzulassen, griffen Plünderer an, welche Loden und Bell mit ihren Lichtschwertern zurückschlugen. Nachdem die Plünderer besiegt waren – 30 Minuten nach Ankunft der Jedi am Anwesen –, ließen auch die Wachen ihre Waffen fallen und die Flüchtlinge konnten zum Schiff gelangen.[1]

„Das Problem ist, dass unsere Zielcomputer die Trajektorie nicht berechnen können. Die Anomalie bewegt sich zu schnell. Bestenfalls würde ich sagen, dass wir eine eins-von-drei-Chance hätten, das Ziel zu treffen.“
— Petty Officer Innamin erläutert die Probleme beim Abschießen der Anomalien.[EÜ 12]

15 Minuten nach Ankunft der Third Horizon wurde eine Solaranlage mit sieben Personen an Bord von einem Trümmerstück zerstört, nachdem die Besatzung des Longbeams Aurora IX es trotz mehrerer Geschosse nicht geschafft hatte, das Trümmerstück rechtzeitig zu zerstören. In der Hoffnung auf Überlebende dockte die Aurora IX an der zerstörten Station an. 40 Minuten später fanden sie drei Überlebende an Bord und transportierten diese auf ihren Longbeam. Weitere 25 Minuten später hatten sie alle acht Besatzungsmitglieder der Station (eins mehr als erwartet) gefunden und an Bord der Aurora IX gebracht. Da der Reaktor der Station jedoch durch die Kollision instabil geworden war, musste eine Person auf der Station zurückbleiben – Captain Finial Bright opferte sich und konnte den Reaktor gerade lange genug am Explodieren hindern, damit die Anderen entkommen konnten.[1]

Im Laufe der Ereignisse wurden unter anderem 50 Minuten nach Eintreffen der Third Horizon vier Rettungsschiffe mit insgesamt ca. 35.000 Personen an Bord durch Trümmerteile getroffen und zerstört. Auch der Planet Hetzal Prime wurde getroffen, allerdings im Meer, und nur Hunderte wurden getötet.[1]

Rettung von Fragmenten der Legacy Run

„Das Objekt. Das, welches wir zerstören müssen, um den Mond zu retten. Es ist nicht nur ein Objekt. Es ist ein Trümmerteil, Teil eines Schiffs. Es ist voller Personen. Und sie sind am Leben.“
— Nib Assek erklärt Burryagas Erkenntnis[EÜ 13]

Die drei Vector-Jäger und der Longbeam versuchen gemeinsam, das Passagiermodul mit Hilfe magnetischer Klemmen einzufangen.

20 Minuten nach Eintreffen der Third Horizon versuchten drei Jedi-Vectors – besetzt von Te'Ami, Mikkel Sutmani sowie Nib Assek und ihrem Padawan Burryaga Agaburry – gemeinsam mit einem Longbeam – der mit Pikka und Joss Adren besetzt war – eine Anomalie aufzuhalten, die geradewegs auf den Fruchtmond von Hetzal[EÜ 14] zuflog. Kurz bevor die 4 Schiffe gemeinsam versuchen konnten, die Anomalie zu zerstören, erkannte Burryaga jedoch, dass an Bord der Anomalie Personen waren, es also Teil eines Schiffes war. Die Gruppe begann daher, einen Plan auszuarbeiten, wie man die Anomalie abfangen statt zerstören könnte. 10 Minuten später hatte Joss Adren eine Idee: Die Jedi sollten versuchen, mit Hilfe der Macht die Anomalie zu verlangsamen und zusammenzuhalten, während die Adrens mit ihrem Longbeam bis zur Geschwindigkeit des Objekts beschleunigten, dieses mittels einer magnetischen Klemme mit dem Longbeam verbinden und dann langsam runterbremsen würden. Sie setzten den Plan in die Tat um, und eine halbe Stunde später war das Passagier-Modul gerettet. Ihre Taktik gaben sie daraufhin auch an den Rest der Flotte weiter.[1]

Avar Kriss: „Ich hasse es, das zu sagen, aber das hier ist gerade deutlich schwieriger geworden. Wir haben ein neues Ziel. […] Die Anomalien, die ich markiert habe, enthalten Lebewesen. Es geht hier nicht mehr nur darum, die Welten dieses Planets zu retten.“
Admiral Kronara: „Also ist es eine Rettungsmission, zusätzlich zu allem anderen.“
— Avar Kriss informiert Kronara über Überlebende in mehreren der Anomalien[EÜ 15]

Burryagas bzw. Nib Asseks Erkenntnis, dass an Bord einiger Trümmer lebende Wesen waren, spürte Avar Kriss – an Bord der inzwischen auf Hetzal Prime gelandeten Third Horizon – durch ihr Machtnetzwerk sehr schnell, etwa 25 Minuten nach Eintreffen der Third Horizon. Es gelang ihr, die Anomalien mit Überlebenden durch die Macht zu identifizieren und sie markierte sie für Rettungsmissionen. 25 Minuten später fiel ihr jedoch auch auf, dass in ihrem „Lied der Macht“ eine wichtige Note fehlte, sie also ein wichtiges Detail übersah.[1]

Ablenken des Tibanna-Gas-Containers

65 Minuten nach Eintreffen der Third Horizon – inzwischen waren weitere Jedi im System eingetroffen – entdeckte Avar Kriss schließlich das fehlende Detail, ein scheinbar bedeutungsloses Trümmerteil. Keven Tarr auf Hetzal konnte dieses – auf ihre Anfrage hin – als einen Container mit flüssigem Tibanna-Gas identifizieren. Der Container war genau auf Kollisionskurs mit der Sonne des Hetzal-Systems, einem R-Klassen-Stern. Würde das Tibanna die Sonne erreichen, würde es aufgrund der Hitze des Sterns und dessen stickstoffreicher Zusammensetzung zu einer Kettenreaktion kommen, bei welcher die Sonne auf die doppelte Größe anwachsen und das gesamte System durch massive Strahlungsemission zerstören würde. Durch die Macht teilte sie den im System befindlichen Jedi mit, dass sie all ihre Hilfe benötige.[1]

„Meine Jedi-Freunde, hier ist Avar Kriss. Ich bin auf der Oberfläche von Hetzal Prime. Ihr wisst, dass ich Euch beobachtet habe, so hart zu arbeiten, um dieses System und seine Bewohner zu retten. Ihr habt Euch unglaublich gut geschlagen. Aber etwas anderes wird gleich geschehen, etwas schreckliches, und wir alle müssen zusammen handeln, um es zu verhindern. Eine der Hyperraum-Anomalien ist auf direktem Kurs zur größten Sonne des Systems – und es ist ein Container flüssigen Tibannas. Mir wurde gesagt, dass, wenn es auftrifft, eine seltene Kettenreaktion ausgelöst wird, welche alles in diesem System zerstören wird. Es ist unsere Aufgabe, den Container auf einen neuen Pfad zu bewegen. Wir werden die Macht bitten, uns zur Hilfe zu kommen. Es kann sein, dass das nicht möglich ist, und jeder, der bleibt, geht das Risiko ein, im Falle eines Scheiterns zu sterben. Die Third Horizon ist kurz davor, das System zu verlassen. Jeder, der gehen möchte, kann andocken. Meine guten Wünsche werden mit Euch gehen.“
— Avar Kriss wendet sich an alle Jedi im System[EÜ 16]

Die Jedi im System versuchen mit vereinten Kräften, das Tibanna-Gas von seinem Kurs abzulenken.

21 Minuten später startete die Third Horizon, randvoll mit Flüchtlingen. Avar Kriss blieb auf Hetzal Prime zurück, um den Rettungsversuch der Jedi zu koordinieren – sie blieb auf dem Planeten, um die stärkere Verbindung mit all dem Leben dort zu spüren. Sie informierte sämtliche Jedi im System über ihr Vorhaben, sowie die Gefahren. Obwohl sie ihnen offenstellte, das System zu verlassen, blieben sämtliche Jedi dort. Gemeinsam versuchten sie, den Container mit Hilfe der Macht so weit anzuschieben, dass seine Flugbahn ihn knapp an der Sonne vorbeiführen würde. Avar Kriss verband die Jedi, damit sie gemeinsam in eine Richtung arbeiten konnten. Gemeinsam fanden sie den Tibanna-Container in der Macht und begannen, ihn anzuschieben. Durch die Anstrengung und Konzentration verloren einige Jedi das Bewusstsein oder die Kontrolle über ihre Schiffe – zwei Vectors kollidierten und töteten drei Jedi. Dennoch war der erste Versuch nicht ausreichend, sie hatten die Trajektorie zwar geändert, aber nicht stark genug. Sie begannen einen zweiten Versuch, sogar Jedi aus der gesamten Galaxis, darunter Yoda, unterstützten sie durch die Macht mit ihrem Fokus, so gut das aus der Distanz möglich war. Bei dem Versuch verloren weitere Jedi das Bewusstsein und einige starben in Folge dessen. Letztlich gelang es, die Flugbahn so zu ändern, dass der Container nach einem kurzen Kontakt mit der äußersten Schicht des Sterns den Stern passierte, und in die Weiten des Alls davonflog.[1]

Sonstige Auswirkungen

„… Antriebsschäden erlitten. Wir sind im Bespin-System gestrandet. Falls uns irgendein Schiff hören kann …“
„… mindestens tausend Personen, vielleicht mehr …“
„… ist, als hätte jemand Minen im Hyperraum ausgelegt …“
„… können die Schäden erst einschätzen, wenn wir einen …“
— Die Komm-Station der Schiff empfängt Meldungen aus allen Sektoren um sie herum.(Quelle)[6]

Trümmer von der Legacy Run trafen auch das Schiff Schiff der Byne-Gilde im Hyperraum. Die Schiff wurde von Leox Gyasi gesteuert, an Bord befanden sich außerdem Affie Hollow – Ziehtochter von der Anführerin der Byne-Gilde, Scover Byne – und Geode, sowie die Jedi Reath Silas, Dez Rydan, Cohmac Vitus und Orla Jareni. Leox vermutete, dass die Trümmerteile von der Legacy Run stammen könnten und teilte Affie dies auch mit. Die Schiff musste den Hyperraum verlassen und strandete so vorerst im All. Ein ähnliches Schicksal traf über die Galaxis und insbesondere den Äußeren Rand verteilt auch viele andere Schiffe, die gerade im Hyperraum reisten. So wurde etwa die Journeyman von Trümmerteilen getroffen – Teile der Passagiere konnten jedoch mit Hilfe der Passagiere der Schiff (die mittlerweile wieder durch den Hyperraum reisen durfte und sich auf dem Rückweg befand) gerettet werden, bevor das Schiff explodierte. Insgesamt sorgte das Große Desaster für Unmengen an Verletzten, sodass gar sämtliche Krankenhäuser auf Coruscant überfüllt waren.[2]

Nachwirkungen

„Bis auf Weiteres sind sämtliche Hyperraumrouten gesperrt. Das gilt auch für Reisende, die jenseits der Grenzen der Republik im Äußeren Rand unterwegs sind. Der Hyperraum ist derzeit extrem gefährlich und unschiffbar. Ich wiederhole, jeglicher Verkehr im Hyperraum ist unter allen Umständen zu vermeiden.“
— Eine Komm-Ansage berichtet über die Sperrung des Hyperraums. (Quelle)[7]

Bereits kurz nach dem Desaster wurden auf Anweisung von Kanzlerin Lina Soh ein Großteil der Hyperraumrouten im Äußeren Rand gesperrt.[1] Wo der Hyperraum noch genutzt werden durfte, war dieser unruhig und verfärbt.[2] Die Trümmerfragmente, die das Hetzal-System getroffen hatten, waren nur die Ersten ihrer Art: Bei sogenannten Emergenzen traten – scheinbar zufällig – immer wieder Fragmente aus dem Hyperraum aus und gefährdeten bewohnte Planeten. Bei der Ersten Emergenz etwa traf ein Fragment eine Stadt auf Ab Dalis und beendete damit ca. 20 Millionen Leben. Kanzlerin Soh setzte eine Task-Force ein, um die Emergenzen zu untersuchen. Angeführt wurde diese von den Jedi Avar Kriss und Elzar Mann. Die beiden Jedi reisten etwa nach Naboo, um Marlowe und Vellis vom San-Tekka-Clan zu befragen. Laut diesen sei ein Unglück, bei dem ein anderes Objekt in die Hyperraum-Blase geriet, unmöglich, sie verschwiegen den Jedi jedoch die Existenz der entführten Mari San Tekka.[1]

Währenddessen baute Keven Tarr einen Supercomputer aus tausenden Navigationscomputern, der den Hergang des Unglücks rekonstruieren sollte. So gelang es schießlich, zukünftige Emergenzen vorrauszusagen. Dank Mari San Tekka hatten die Nihil jedoch dieselbe Möglichkeit und nutzten diese u.A. zur Erpressung von Sternensystemen, in denen Emergenzen erwartet wurden. Sowohl die Republik als auch die Nihil versuchten so auch, bei der vierzigsten Emergenz den Flug-Rekorder der Legacy Run abzufangen – die Republik, um die Ursache des Unglücks zu erfahren, die Nihil, um diese zu vertuschen. Die Republik brachte den Rekorder schließlich an sich und die Datenauswertung ergab, dass es sich bei dem unbekannten Objekt, welchem die Legacy Run hatte ausweichen müssen, um ein Schiff der Nihil handelte. Dieser Verdacht hatte sich kurz zuvor bereits durch die Jedi Burryaga und Nib Assek ergeben: Serj Ukkarin, ein Überlebender des Unglücks, hatte sich kurz vor dem Unglück in den Bordcomputer der Legacy Run gehackt und dabei drei Blitze vor dem Schiff gesehen – das Symbol der Nihil. Somit war den Jedi und der Republik klar, dass es sich um einen vermutlich absichtlichen Angriff der Nihil handeln musste.[1]

Mehrere Jedi halten bei der Einweihungsfeier der Starlight-Station ihre Lichtschwerter in die Höhe.

In der folgenden Schlacht von Kur zerstörte die Republik unter großen Verlusten die Flotte des Nihil-Orkans von Orkanläufer Kassav Milliko, und viele Personen waren fälschlicherweise der Annahme, dass es sich dabei um die gesamte Nihil-Flotte gehandelt habe. Nachdem also die Ursache für das Desaster bekannt und scheinbar beseitigt worden war, konnten die Hyperraumrouten schließlich wieder freigegeben werden. Die Einweihungsfeier der Starlight-Station konnte pünktlich zelebriert werden, die Station sollte nun als Symbol der Hoffnung im Äußeren Rand bzw. an der Galaktischen Grenze dienen.[1] Gleichzeitig stellte die Republik jedoch ein Sonderkommando zusammen, um weiter gegen die Nihil vorzugehen.[8]

Hinter den Kulissen

„Der Auftakt von Das Licht der Jedi zeigt ein episches Desaster, und eine heroische, mitreißende Reaktion sowohl der Republik als auch der Jedi, um Leben zu retten und die Krise zu beenden. Es ist aber nur der Anfang. Das Legacy-Run-Desaster setzt eine viel größere Story in Gang; es ist wirklich nur ein Teil einer viel größeren Saga.“
— Das-Licht-der-Jedi-Autor Charles Soule über das Große Desaster[9]

Justina Ireland, Claudia Gray, Daniel José Older, Charles Soule und Cavan Scott – die Autoren von Die Hohe Republik, und die Erschaffer des Großen Desasters

Das im Englischen vor allem als „The Great Desaster“ beworbene Ereignis stellt den Auftakt der Die-Hohe-Republik-Publishingkampagne dar. Es wurde bereits im Ankündigungs-Trailer der Reihe am 24. Februar 2020 angekündigt.[10] Der gesamte erste Teil des High-Republic-Auftaktromans Das Licht der Jedi von Charles Soule beschäftigt sich mit den Ereignissen des Desasters.[1]

Der Auslöser des Desasters, die Zerstörung der Legacy Run, wurde am 22. Juni 2020 publik, als das erste Kapitel von Light of the Jedi in Form eines Previews bei IGN veröffentlicht wurde.[11] Insgesamt wurden die ersten acht Kapitel vor Veröffentlichung des Buches online gestellt, und gaben interessierten Lesern so bereits vorab einen Einblick in die Ausmaße des Großen Desasters.[12]

„In Krisenzeiten offenbaren Personen wirklich, wer sie sind, und Systeme offenbaren wirklich, wie gut sie funktionieren, so wie wir es auch gerade in einer Krise in der realen Welt sehen.“
— Soule über die Parallelen zur COVID-19-Pandemie[13]

Zwischen den Ereignissen des Großen Desasters und den Ereignissen in der realen Welt rund um den Veröffentlichungstermin von Das Licht der Jedi, namentlich die COVID-19-Pandemie, gibt es einige Parallelen – insbesondere die Reaktion einer Regierung auf eine große Katastrophe, und wie die gesamte Galaxis zusammenkommt, um einander zu helfen. Der Großteil des Inhalts bzw. die generelle Struktur der Ereignisse stammt allerdings aus der Zeit vor der Pandemie. Dennoch nutzte Autor Charles Soule die Pandemie und die damit verbundene Quarantäne für großflächige Rewrites des Buchs.[14]

Quellen

Weblinks

Anmerkungen: In-Universe Eigenübersetzungen

  1. Eigenübersetzung von „Conclave“
  2. Eigenübersetzung von „Republic Defense Coalition“
  3. 3,0 3,1 Eigenübersetzung von „Eye“ bzw. „Eye of the Nihil“
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Eigenübersetzung von „Scantech (third-class)“ bzw. „Scantech (second-class)“
  5. Eigenübersetzung von „Get to your nearest offworld transport facility. We will send ships to pick up people who don't have other ways to leave the planet. It might take time, but stay calm and peaceful. You have my word, we will come for you. […] We are all Hetzal. We are all the Republic.“, Light of the Jedi, Chapter Three, Out-Of-Print-Edition S. 28f.
  6. Eigenübersetzung von „Great Hyperspace Desaster“
  7. Eigenübersetzung von „Great Desaster“
  8. Eigenübersetzung von „[…] tell them the Eye sees something special in the future, something big. A new initiative.“, Light of the Jedi, Chapter Twenty-One, Out-Of-Print-Edition S. 153
  9. Eigenübersetzung von „There's something in the hyperlane. Dead ahead. Big. Impact in ten seconds.“, Light of the Jedi, Chapter One, Out-Of-Print-Edition S. 13
  10. Eigenübersetzung von „What are they?“ – „Unknown. […] Whatever these anomalies are, they're moving at near lightspeed, and it's very difficult to track them. And, of course, whenever they hit something, it's…“ – „Not good.“ – „Apocalyptic, I was going to say.“, Light of the Jedi, Chapter Three, Out-Of-Print-Edition S. 25
  11. Eigenübersetzung von „This is Jedi Master Avar Kriss. Help is on the way.“, Light of the Jedi, Chapter Three, Out-Of-Print-Edition S. 30
  12. Eigenübersetzung von „The problem is that our targeting computers can't calculate the trajectory. The anomaly's moving too fast. At best, I'd say we'd have a one-in-three chance of hitting the target.“, Light of the Jedi, Chapter Six, Out-Of-Print-Edition S. 40
  13. Eigenübersetzung von „The object. The one we have to destroy, to save the moon. It's not just an object. It's debris, part of a ship. It's full of people. And they're alive.“, Light of the Jedi, Chapter Seven, Out-Of-Print-Edition S. 51
  14. Eigenübersetzung von „Fruited Moon of Hetzal“
  15. Eigenübersetzung von „I hate to say this, my friends, but this just got a lot harder. We have a new objective. […] The anomalies I have indicated contain living beings. This is no longer just about saving the worlds of this system.“ – „So it's a rescue mission, on top of everything else.“, Light of the Jedi, Chapter Eight, Out-Of-Print-Edition S. 57
  16. Eigenübersetzung von „My Jedi friends, this is Avar Kriss. I am on the surface of Hetzal Prime. You know I've been watching you all work so hard to save this system and its people. You've done incredibly well. But something else is about to happen, something terrible, and we all need to act together to stop it. One of the hyperspace anomalies is headed directly for the system's largest sun – and it is a container of liquid Tibanna. I am told that when it hits, a rare chain reaction will result that will destroy everything in this system. It is up to us to move the container to a new path. We will ask the Force to come to our aid. It might not be possible, and anyone who stays runs the risk of dying if we fail. The Third Horizon is about to transit the system. Anyone who wants to leave can dock with it. My good wishes will go with you.“, Light of the Jedi, Chapter Seventeen, Out-Of-Print-Edition S. 105

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 1,19 1,20 1,21 1,22 1,23 1,24 1,25 1,26 1,27 1,28 1,29 1,30 1,31 1,32 1,33 1,34 1,35 1,36 1,37 1,38 1,39 1,40 1,41 1,42 1,43 1,44 1,45 1,46 1,47 1,48 1,49 1,50 1,51 1,52 1,53 1,54 1,55 1,56 1,57 1,58 1,59 1,60 1,61 1,62 1,63 1,64 1,65 1,66 1,67 1,68 1,69 1,70 1,71 1,72 1,73 1,74 1,75 1,76 1,77 1,78 1,79 1,80 1,81 Die Hohe RepublikDas Licht der Jedi
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Die Hohe RepublikIn die Dunkelheit
  3. Die Hohe RepublikDie Bewährungsprobe
  4. Das Star Wars Buch: Das ultimative Wissen über eine weit, weit entfernte Galaxis
  5. “STET!” in From a Certain Point of View: The Empire Strikes Back
  6. 3. Kapitel, Seite 59 (1. Auflage: Panini, Taschenbuch)
  7. 3. Kapitel, Seite 60 (1. Auflage: Panini, Taschenbuch)
  8. Die Hohe RepublikDie Hohe Republik: Starlight: Allzeit Vereint, Teil 2
  9. Eigenübersetzung von „The opening beats of Light of the Jedi depict an epic disaster, and a heroic, thrilling response by both the Republic and the Jedi to save lives and end the crisis. It's just the beginning, though. The Legacy Run disaster kicks off a much larger story; it really is just one piece of a much bigger saga.“, Read the First Chapter of Star Wars: The High Republic - Light of the Jedi by Charles Soule auf IGN
  10. LucasFilm to launch Star Wars: The High Republic publishing campaign in 2020 auf StarWars.com
  11. Read the First Chapter of Star Wars: The High Republic - Light of the Jedi by Charles Soule auf IGN
  12. Light of the Jedi – Extended Excerpt bei Penguin Random House
  13. Eigenübersetzung von „People really expose who they are and systems really expose how well they work in the time of crisis, as we’re seeing now in a time of crisis in the real world.“, The Makers of Star Wars: The High Republic: Charles Soule on Light of the Jedi auf StarWars.com
  14. The Makers of Star Wars: The High Republic: Charles Soule on Light of the Jedi auf StarWars.com