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Die Ho'Din sind eine intelligente reptiloide Spezies, die auf dem Planeten Moltok heimisch ist. Ihr besonderes Merkmal ist ihre natürliche Schönheit, die vielen von ihnen Karrieren als Models ermöglicht. In der Galaxis sind sie als Botaniker und Entwickler pflanzlicher Medikamente bekannt.

Beschreibung

Körperbau

Ho'Din sind schlanke, wechselwarme und Sauerstoff atmende Reptiloiden. Ihr Gesicht zeigt dunkle, hervorstehende Augen und einen schmalen, lippenlosen Mund. Auf dem Kopf tragen sie eine Art Schopf aus schlangenförmigen Fortsätzen, die als Temperaturfühler dienen.[1][2]

Ihre Hände weisen vier Finger auf, an deren Enden sich Saugnäpfe befinden, die unter anderem zum Klettern geeignet sind. Schwimmhäute zwischen den Fingern (die aus Schönheitsgründen oft beschnitten werden) sowie zwischen den Zehen deuten auf eine amphibische Vergangenheit hin.[1][2]

Lebensweise

Ho'Din werden blind geboren und besitzen noch nicht die typischen schlangenartigen Kopffortsätze. Die Augen öffnen sich nach wenigen Standardtagen, die Tentakel allerdings beginnen erst im Alter von etwa sieben Standardjahren zu wachsen. Sie beginnen als grüne Sprossen und wachsen im Jahr ungefähr um einen Zentimeter. Mit etwa 30 Standardjahren werden Ho'Din geschlechtsreif, dann hören die Kopfanhängsel auf zu wachsen. Sie wechseln dann auch ihre Farbe in das endgültige Rot oder Violett, diese Farbe bleicht für den Rest des Lebens nicht aus.[1]

Partner unterschiedlichen Geschlechts gehen eine lebenslange Bindung ein. Fortpflanzung wird nur dann gern gesehen, wenn die religiöse Gemeinschaft sie durchführt. Dazu handelt eine Priesterin als Mittlerin und bringt den „Samen“ des Lebens, den sie vom Mann empfängt, zur Frau. Die Priesterin spielt dabei dieselbe Rolle wie Insekten bei der Befruchtung von Pflanzen. Kinder, die ohne diesen Ritus geboren werden, werden durch Drogen in tiefen Schlaf versetzt und auf dem Waldboden als Opfer ausgesetzt, damit [Dinegia] ihre Seelen reinigen möge.[1]

In Kälteperioden verfallen Ho'Din in eine Art Winterschlaf. Da die Atmosphäre Moltoks sehr sauerstoffreich ist, benötigen sie auf vielen Planeten zusätzliche Sauerstoffzufuhr. Ihre Lebenserwartung beträgt 120 Standardjahre oder mehr.[1]

Wesen

In Bezug auf ihr Erscheinungsbild werden Ho'Din als eitel beschrieben, sie sind in dieser Hinsicht auch leicht reizbar. Beschäftigen sie sich mit pflanzlicher Medizin, so bildet dies ihren einzigen Lebensinhalt.[1]

Sprache

Die Sprache der Ho'Din trägt den selben Namen wie die Spezies. In ihr werden "Heilige Begriffe" in eckige Klammern gesetzt. Die meisten Ho'Din sprechen und verstehen Basic.

Kultur und Herrschaftssystem

Die Ho'Din selbst glauben von Blumen abzustammen, daher bedeutet Ho'Din übersetzt "Wandelnde Blumen". Tatsächlich ähnelt ihr Erscheinungsbild dem einer übergroßen Wuppa-Blume in voller Blüte. Sie verehren die Natur als göttliches Wesen und sind sehr ungehalten über alles, was das Ökosystem eines Planeten beeinträchtigt. Diese enge Bindung an die Natur bildet auch die Grundlage ihrer Religion, die [Dinante Fli'R] genannt wird. Die Grundannahme der [Dinante Fli'R] ist es, dass die Vorfahren der Ho'Din einst als Pflanzen auf der Obefläche Moltoks wuchsen. Doch wegen ihrer Verfehlungen gegen die [Dinegia], die passive Macht des Lebendigen, wurden sie in Tiere verwandelt. Die Ho'Din glauben nun, dass sie durch Bewahrung von Natur und Umwelt den [Flik'a Kirki], den naturgegebenen Kreislauf, wieder herstellen können und so dereinst als Pflanzen zurückkehren können.[1]

Anklänge an diese Religion finden sich auch in den Gebräuchen der Ho'Din. So betten sie etwa ihre Verstorbenen auf den Waldboden, um den Körper dem Mutterboden zurückzugeben, und feiern die Ernte als Fest der Dankbarkeit für die Vergebung, die [Dinegia] ihnen gewährt.[1]

Die Herrschaft auf Moltok liegt ausschließlich bei der [Dinante Fli'R] und deren Geistlichen.[1]

Technologie

Ho'Din sind meisterhafte Botaniker, daher gilt ihnen das Anlegen eines großen, prachtvollen Gartens als Zeichen hohen gesellschaftlichen Ranges. Ihre aus Pflanzen buchstäblich wachsenden Behausungen bauen sie in die Wipfel hoher Bäume der dichten Wälder von Moltok, dazu werden lebende und abgestorbene Schlingpflanzen zu Böden und Pfeilern verwoben. Blütenblätter schmücken das Innere der Wohnungen, deren Wände aus lanzenförmigen Blättern gearbeitet sind. Die Gärten der Ho'Din beherbergen Pflanzen, wie sie nirgendwo sonst in der Galaxis zu finden sind; darunter Blüten mit mehren Metern Durchmesser in allen erdenklichen Farben von blassrosa bist tiefschwarz. In technologischer Hinsicht haben Ho'Din sich auf die Kenntnis pflanzlicher Medikamente spezialisiert. Die von ihnen hergestellten Medikamente helfen gegen viele Krankheiten, welche die Galaxis heimsuchen, darum entstammen dieser Spezies berühmte Heiler.[1]

Geschichte

Obwohl sie andere Technologien durchaus kennen und außerhalb von Moltok auch nutzen, verweigern Ho'Din sich auf Moltok allen Fortschritten, die sie als unnatürlich erachten. Dies liegt in einer Tragödie begründet, die sich um 300 VSY auf Moltok ereignete. Zu jener Zeit verließen die Vorfahren der Ho'Din die Bäume, ihren bisherigen Lebensraum, und beseitigten auf der Planetenoberfläche alles Störende, um Bergbau, Landwirtschaft und Industrialisierung zu betreiben. Dieser Zeitraum, den man als „Große Vergewaltigung des Landes“[3] bezeichnet, endete in einer hochansteckenden Seuche, welche die Ho'Din nahezu ausrottete. Der Waldboden von Moltok wimmelt nämlich von Lebewesen, die abgestorbenes organisches Material zersetzen. Als nun das Land seiner Pflanzen und Tiere beraubt wurde, suchten diese Kleinlebewesen sich einen neuen Wirt – die Ho'Din. Sie nisteten sich in deren Verdauungssystem ein und sogen buchstäblich alle Nährstoffe aus der Nahrung, bevor die Wirte sie verwerten konnten. Nach jahrzehntelanger Forschung fanden die Ho'Din pflanzliche Medikamente hiergegen, und diese Heilmittel sorgten zusammen mit einer Aufforstung des Planeten dafür, dass die Spezies überleben konnte.[1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 Galaxy Guide 4: Alien Races (Seite 49 ff.)
  2. 2,0 2,1 2,2 Abbildung in Galaxy Guide 4: Alien Races (Seite 49)
  3. Eigenübersetzung von "Great Rape of the Land"; Galaxy Guide 4: Alien Races (Seite 49)
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