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30px-Ära-Aufstieg

„Ich denke, diese Galaxis wäre ein sehr viel schönerer und weitaus angenehmerer Ort zum Leben, wenn wir alle damit aufhören könnten, uns gegenseitig zu töten.“
— Jos Vondar[1] (Quelle)

Jos Vondar war ein von Corellia stammender Chirurg. Nachdem er auf dem Planeten Coruscant sein Studium abgeschlossen hatte, wurde Jos während der Klonkriege zum Militär berufen, um als Feldchirurg zu arbeiten. So begleitete er die Truppen in Schlachten und versorgte hinter der Front die verwundeten Klonsoldaten und Offiziere. Dabei leitete er auch auf dem Sumpfplaneten Drongar ein Team von Ärzten, wobei ihn dieser Einsatz besonders forderte, da er sowohl über Wochen hinweg eine sehr hohe Zahl Verwundeter zu versorgen hatte, aber auch mit persönlichen Problemen und dem Verlust seines Freundes Zan Yant konfrontiert wurde.

Biografie

Frühe Jahre

Jos Vondar wurde auf dem Planeten Corellia geboren. Er wuchs dort in einer ländlichen Gemeinde bei seiner Familie auf. Als er auf der Grundschule war, hatte er seine erste Freundin, wobei dies noch keine ernste Beziehung war. So versuchte er sie unter anderem zu amüsieren, indem er herumsprang und einen Selonianer in Eile spielte – eine Darbietung, die ihn auch später noch amüsierte. Während er aufwuchs war Jos seine Familie – die Vondars und die Kersos – wichtig und er hatte viel Kontakt zu seinen Verwandten. Dabei wurde er von den Familienmitgliedern streng erzogen, wobei besonders die Sitten in Bezug auf Frauen sich ihm stark einprägten: Sollte er heiraten wollen, müsste seine Frau aus dem corellianischen System stammen. Im Alter von zwanzig Jahren verließ er seine Heimatwelt, um sich außerhalb Corellias die nötige Bildung für einen Beruf zu suchen. Da er bereits zahlreiche Mediziner in seiner Familie hatte, fiel ihm die Wahl dabei recht leicht, sodass er auf Coruscant ein Studium der Medizin begann. Auf der Akademie hatte er unter anderem bei Dr. S'hrah Unterricht, an dessen strenge Art er sich noch häufig erinnerte. Während seiner Zeit auf der medizinischen Schule besuchte Jos öfters ein bamasianisches Restaurant, in dem er sich mit anderen Studenten einen Spaß daraus machte, den traditionellen Nachtisch der Bamasianer – einen gebackenen Ring mit einer bamasianischen Weisheit im Inneren – zu essen.[2] Im Zuge seiner Ausbildung besuchte er auch den Big Zoo, wo er den praktischen Umgang mit verschiedenen Spezies erlernte.[3] Trotz aller Mühen war Jos in den Prüfungen häufig unsicher und musste daher auch raten, weshalb er nach Prüfungstagen teilweise unzufrieden mit sich selbst war. Dennoch schaffte er seinen Abschluss und war damit ein vollwertiger Mediziner und Chirurg.[2]

Einsatz auf Drongar

Arbeit im Kriegsgeschehen

Im Jahr 20 VSY wurde Jos, der nunmehr als Feldmediziner für die Armee der Galaktischen Republik arbeitete, auf den Planeten Drongar entsandt. Als er dort eintraf, wurde ihm die Leitung der medizinischen Station Rimsoo sieben übertragen, sodass er für die medizinischen Belange zuständig war. In der folgenden Zeit erkannte Jos, dass er mit Drongar einen sehr harten Auftrag erhalten hatte: Neben den extrem warmen und feuchten klimatischen Bedingungen, die ihm zusetzen, kam eine nie enden wollende Reihe von verwundeten Soldaten in das Lager, da sich die Kämpfe zwischen der Republik und der Konföderation unabhängiger Systeme in die Länge zogen. Allerdings fand er sich nach und nach damit ab[2], obwohl die Arbeit durch den ständigen Ausfall von Droiden und anderen technischen Geräten noch erschwert wurde. Es wurde so zu reiner Routine für ihn, Nachschubanforderungen für neues Material zu versenden, obwohl er nie neue Materialien erhielt[4], Klonkrieger zu behandeln und die kurzen Momente der Freizeit mit seinen Freunden zu entspannen.[2]

Offee-Jedi-Heilung

Barriss Offee war eine positive Überraschung für Jos

Schließlich erhielt er die Nachricht, dass eine Verstärkung seines Teams eintreffen sollte. Als die von ihm erwartete Medizinerin sich jedoch als Jedi-Heilerin entpuppte, war Jos zugleich erfreut und erstaunt, da er mit derartiger Unterstützung nicht gerechnet hatte. Tatsächlich führte er die Jedi, eine Padawan-Schülerin namens Barriss Offee, sofort in ihre Arbeit ein und war beeindruckt, wie routiniert und hilfreich sich Offee in das Team integrierte. Bei ihr beobachtete er auch erstmals die erstmals Anwendungen von Macht-Heilung, durch die einige für ihn hoffnungslose Verwundete wieder kuriert werden konnten. Schon bald war Offee gut in sein Team aus Ärzten eingebunden, sodass sie mit ihm und seinen engsten Freunden im Lager – der Zabrak-Mediziner Zan Yant, die Krankenschwester Tolk le Trene und der Equani-Psychologe Klo Merit – die Arbeitspausen in der Cantina des Lagers verbrachte, wo sie gemeinsam Karten spielten. Dort lernte er eines Tages auch den Reporter Den Dhur kennen, der ihn über den Versorgungsoffizier des Lagers, Filba, ausfragte und mit dem er sich auf Anhieb gut verstand. Später explodierte ein mit Bota – die Heilpflanze, die Auslöser der Schlacht um Drongar gewesen war – beladenes Schiff, ein Vorfall, der Jos beunruhigte. Diese Unruhe wurde verstärkt, als Offee ihm offenbarte, dass sie durch die Macht die Absicht hinter diesem Unfall gespürt hätte – es war also ein Attentat gewesen. Auch der Reporter Dhur trug nicht gerade zu einer Besserung seiner Stimmung bei, da dieser wegen dem Versorgungsoffizier Filba ernsthaft beunruhigt schien, und Jos den Sullustaner trotz seiner etwas schrulligen Art ernst nahm. Kurze Zeit später, während einer Inspektion des republikanischen Admirals Tarnese Bleyd, starb Filba – wie Zan und Jos bald feststellten, war der Hutt vergiftet worden. Wie sich in den folgenden Ermittlungen herausstellte, war Filba für das Verbrechersyndikat der Schwarzen Sonne tätig und steckte allem Anschein nach auch hinter dem Anschlag auf den Botatransporter, weshalb sich die Lage nun entspannte. Dabei entdeckte Jos in der Krankenschwester Tolk seine große Liebe, wobei ihm eine Beziehung mit der Lorrdianerin wegen seiner Erziehung nicht erlaubt war. Durch diese emotionalen Probleme rückte die Arbeit im Rimsoo für Jos in den Hintergrund, auch wenn er täglich zahllose Stunden mit Operationen verbrachte. Dabei entdeckte er eines Tages, das Zan einige Patienten illegal mit Bota behandelte, da die Pflanze wundersame Wirkung zeigte. Ein Verbot wollte Jos seinem Freund allerdings nur ungern aussprechen, weshalb er die Behandlungen billigte, Zan aber anwies, in Zukunft vorsichtiger zu sein.[2]

Verlust von Zan

Schließlich, nach einer weiteren aufwühlenden Begegnung mit Tolk, versuchte Jos bei einem Spaziergang seinen Kopf wieder zu klären. Dabei begegnete ihm die Jedi Offee, die ihm Hilfe anbot. Während sie miteinander sprachen, schlugen plötzlich Blasterschüsse in ihrer Nähe ein und eine Explosion schleuderte Jos zu Boden. Während er noch dalag, griff Offee den Superkampfdroiden an, der sich offenbar defekt dem Lager genähert hatte, und zerstörte ihn. Zurück im Lager, begab sich Jos wieder in den Operationsraum, doch schon bald wurde die Durchsage zur Evakuierung ausgegeben: Die Einheit sollte verlegt werden, da sich eine größere Droidenstreitmacht näherte. Daher begannen Jos und Zan, ihre Sachen zusammenzupacken und begaben sich anschließend zu ihren Evakuierungsschiff. Gerade als dieses abheben wollte, entdeckte Zan, dass seine Quaterra – ein Musikinstrument – von einem Verladedroiden fallen gelassen worden war. Nur mit der Hilfe von I-5YQ konnte er den Zabrak davon abhalten, dass Schiff wieder zu verlassen, wobei er mit Erstaunen beobachtete, dass Den Dhur unter Einsatz seines Lebens das Instrument barg. Dank dem Einsatz des Sullustaners konnten sie abheben und Zan beruhigte sich. Während ihres Fluges geriet ihr Schiff jedoch unter Beschuss und wurde getroffen, woraufhin es abstürzte. Beim Aufprall auf der Planetenoberfläche verlor Jos das Bewusstsein und wurde schließlich von Tolk geweckt. Daraufhin musste er erfahren, dass Zan bei dem Absturz ums Leben gekommen war, als ein Splitter seinen Kopf durchbohrt hatte. Dieser Verlust traf ihn schwer, ebenso wie seine Freunde[2], sodass trotz der offiziell reibungslos verlaufenen Evakuierung und Umsiedelung[3] keine Freude aufkam.[2] Noch an der Stelle, an der Zan gestorben war, schwor er seinen Tod zu rächen.[3] Allerdings konnte er sich nach dem Tod von Zan und seinem emotionalen Trauma von den Einflüssen seiner Jugend freimachen und begann eine Beziehung mit Tolk, die ihm einen Grund zur Freude gab.[5]

Trotzdem setzte Jos seine Arbeit fort und traf sich auch weiterhin mit Freunden, auch wenn er trotz Tolks Unterstützung emotional aus der Bahn geworfen war, verwahrloste und sich häufig betrank. Auch hörte er nicht auf seine Freunde, die ihm rieten, den Psychologen Klo Merit aufzusuchen – Jos wollte dem Schmerz über Zans Tod empfinden, da es ihm richtig erschien.[3]

„Mein Patient ist für den Angriff verantwortlich, der Zans Tod herbeigeführt hat. Er zeigt keine Reue deswegen; er ist ein Söldner. Er ist außerdem ein unausstehlicher, verdammter Mopak, für den ich nicht einmal die Straße überqueren würde, um auf ihn zu spucken, wenn er in Flammen stünde – und ich bin der einzige hier, der dazu qualifiziert ist, sein Leben zu retten. Zu guter Letzt sind die Umstände gegen ihn, selbst wenn ich keinen Fehler mache.“
— Jos über Omant[6] (Quelle)
Jos Vondar und Patient

Jos Vondar und Sar Omant

Schließlich erhielt er einen Patienten, der ihn tief erschütterte, da er wie Zan ein Zabrak war – tatsächlich hielt Jos ihn zunächst für Zan, doch erkannte er seinen Fehler schnell. Tatsächlich handelte es sich bei dem Zabrak um einen separatistischen Söldner namens Sar Omant, und Jos war der einzige, der sich zu genüge mit der zabrakischen Anatomie auskannte um ihn zu operieren. Nachdem Omant ihn zunächst beleidigt hatte, ließ Jos ihn endgültig betäuben und begann mit der Behandlung, die vorerst erfolgreich war. Erst nachdem er den Patienten stabilisiert und in einen Kälteschlaf versetzt hatte, erfuhr Jos von einem der anderen Mediziner, dass Omant der Kommandant der Söldnergruppe gewesen war, die für den Angriff auf das Lager und somit den Tod von Zan verantwortlich war. Als Omant wieder erwachte und Jos mit der Behandlung fortfahren konnte, stellte er den Söldner zur Rede. Dieser zeigte sich jedoch uneinsichtig und wies Jos Anschuldigungen und Fragen zurück, da er sich nicht darum kümmerte, wen er tötete. Zudem hatte er nichts dagegen einzuwenden, wenn Jos ihn töten wollte, da die ihm bevorstehenden Verhöre durch den republikanischen Geheimdienst weitaus schlimmer erschienen. Gegen Ende des Gesprächs war Jos tatsächlich kurz davor, den Zabrak zu töten, doch bremste er sich in letzter Sekunde selbst und verließ den Raum. Nachdem er sich erfrischt hatte, traf er auf Merit und erzählte ihm von seinem Problem. Der Equani riet ihm jedoch nur, sich zu überlegen, wie Zan an seiner Stelle gehandelt hätte – und schließlich musste Jos zurück zu Omant, um die Operation zu beenden. Mit der Unterstützung von Barriss und Tolk führte er die Operation weiter und entschied sich schließlich, Omants Leben zu schonen, weshalb er die Behandlung erfolgreich weiterführte.[3]

Ende des Einsatzes

Schließlich erhielt Jos Verstärkung für sein Team, als der junge Arzt Kornell Divini im Lager eintraf. Allerdings weigerte sich Jos zunächst, Divini als Ersatz anzunehmen, da er ihm zu jung erschien und er zudem seine Zimmer nicht mit einem neuen Arzt teilen wollte. Allerdings konnte er sich nicht durchsetzen, sodass er Divini akzeptieren musste. Schon bald stellte Jos fest, dass Divini ein guter Chirurg war und zudem einen netten Umgang mit ihm pflegte, weshalb er ihm zunehmend sympathisch wurde; später lud Jos ihn sogar ein, ihrer wöchentlichen Sabbac-Runde beizutreten. Dagegen entpuppte sich ein zweiter Neuankömmling, der neue Oberkommandierende der republikanischen Einsatzgruppe, als weniger erfreuliche Überraschung da es sich um Erel Kersos, einen seiner Onkel, handelte. Dieser war dafür bekannt, als einziges Mitglied seiner Familie die Heiratsregeln gebrochen zu haben, weshalb er zu einem Ausgestoßenen geworden war. Schon bald suchte Jos seinen Onkel auf, um mit ihm ein klärendes Gespräch über seine Beziehung zu Tolk zu führen. Dabei versuchte Kersos ihn umzustimmen, da er am eigenen Leib erfahren hatte, was der Ausschluss aus dem Clan bedeutete. Allerdings hörte Jos nicht auf ihn und bat ihn, ihn seine Beziehung selbst regeln zu lassen.[5]

Doch ließ Kersos es dabei nicht beruhen: Schon kurze Zeit später erhielt Tolk die Aufforderung, auf einer der medizinischen Fregatten für kurze Zeit einen Studenten-Kurs zu unterrichten. Sowohl Jos wie auch Tolk war klar, dass dies ein Versuch Kersos' war, ungestört mit Tolk reden zu können. Tolk beschloss allerdings, das Angebot nicht abzulehnen und hoffte stattdessen eine Klärung erreichen zu können. Kaum hatte Tolk das Lager verlassen, vermisste Jos sie bereits und konnte sich nur schwer ablenken. Zwar arbeitete er weiterhin an dem nicht abreißenden Strom von Patienten und verbrachte seine Freizeit mit seinen Freunden, doch fehlte ihm Tolk als Unterstützung. Auch das Eintreffen einer Entertainment-Gruppe des HNE konnte Jos' Stimmung nur schwer aufbessern, obwohl er sich zur ersten Aufführung einfand. Als er diese wieder verlassen wollte, begann es zu schneien – ein auf Drongar unmöglich schienendes Ereignis. Der abrupte Wetterumschwung wurde jedoch bald durch eine zerstörte Kontrolleinheit aufgeklärt, weshalb sich die Temperatur unter der Schutzkuppel des Lagers abzukühlen begann. Tatsächlich ließ sich Jos durch die neuartigen Einflüsse von Tolks Abwesenheit ablenken, bis ihn die Nachricht erreichte, dass auf der Fregatte ein Attentäter zahlreiche Decks gesprengt hatte. Die Ungewissheit, ob Tolk noch lebte, machte Jos schwer zu schaffen, doch schließlich erhielt er vom Lagerkommandanten die Meldung, dass Tolk überlebt hatte und an Bord der Fregatte half, die Verwundeten zu versorgen. Schließlich kehrte sie in das Lager zurück, doch schien sie Jos verändert; zugleich blieb sie distanziert und hielt sich merklich von ihm fern. Als sich dieses Verhalten auch nach mehreren Tagen nicht änderte, sorgte sich Jos um seine Freundin und geriet in Depressionen, in denen er sogar an Selbstmord dachte. Auch seine Arbeitsfähigkeit ließ nach, da er fahrig und unkonzentriert war, weshalb er einen Patienten sogar tötete – was seinen Zustand nicht verbesserte. Da ihm dieser Weg jedoch nicht würdig genug erschien, beruhigte er sich langsam wieder und kam schließlich zu einem neuen Schluss: Die abrupte Meinungsänderung Tolks war weder durch ihn noch durch das Unglück auf der Fregatte bedingt worden, sondern durch ein Gespräch mit Kersos. Aus diesem Grund stellte er den Admiral zur Rede, der schließlich nachgab und ihm anbot, seinen Fehler wieder auszubügeln und Tolk eine Aufnahme ihres Gespräches zu zeigen. Tatsächlich wurde Tolk beinahe augenblicklich wieder die Alte, was Jos stark beflügelte. Inmitten dieser Phase aus Glück kam jedoch ein Angriff der Konföderation unabhängiger Systeme auf das Lager, der jedoch zunächst von den Schilden abgewehrt werden konnte. Während dieses Angriffes kam Barriss zu ihm und Tolk in den Operationsraum und bat um ein Gespräch mit Tolk, nach dem sie ihr und Jos offenbarte, dass nach ihren Ermittlungen Klo Merit ein separatistischer Agent war – und damit auch verantwortlich für den Tod von Zan. Während Barriss zum Lagerkommandanten D'Arc Vaetes ging, ergriff Jos einen Blaster und begab sich zu Merits Quartier, wo er den Equani beim Verlassen seiner Kabine stellte. Obwohl Jos fest entschlossen war, den Psychologen zu erschießen, zögerte er, als ihm Merit den Grund für seinen Verrat erklärte:
Jos Vondar TERC

Der Chirurg Jos Vondar

Die Republik hatte durch Forschungen seine Heimatwelt mitsamt seiner gesamten Spezies ausgelöscht, weshalb er nun Rache haben wollte. Als der Equani, der sich sicher war, dass Jos nicht schießen würde, aus dem Quartier gehen wollte, erschoss Jos ihn – und wurde Augenblicke später unter den Trümmern des Quartiers begraben, da die Separatisten den Schild durchdrungen und das Gebäude getroffen hatten.[5]

Allerdings konnte Jos gerettet und mit den restlichen Evakuierten auf eine der Fregatten der Republik gebracht werden. Als er dort erwachte, waren auch seine restlichen Freunde in Sicherheit und sowohl sein Onkel, wie auch Colonel Vaetes gratulierten ihm dafür, den Agenten ausgeschaltet zu haben. Außerdem fand er in seinem Onkel eine unerwartete Unterstützung, da er mit ihm und Tolk nach Corellia zurückkehren wollte, um ihnen beim Aufbau einer Beziehung entgegen der Familientradition zur Seite zu stehen.[5]

Eigenschaften

Persönlichkeit und Fähigkeiten

„Minimiere deine Erwartungen, um zu verhindern, dass du enttäuscht wirst. “
— Jos Vondar[7] (Quelle)

Jos war ein talentierter Chirurg, dem bei seiner Arbeit kaum Fehler unterliefen. Er besaß anatomische Kenntnisse von Dutzenden Spezies und konnte sie daher behandeln; bei sich deutlich unterscheidenden körperlichen Merkmalen überließ er die Arbeit jedoch den Experten für das jeweilige Gebiet. Der Corellianer sah sich auch selbst als sehr talentiert an und hielt seine Fähigkeiten als Mediziner für ein Geschenk. Dabei sah er sich jedoch anderen Ärzten generell nicht als überlegen an, obwohl er Wissenschaftler und Mediziner, die Artikel zu Themen publizierten, von denen sie keine praktische Erfahrung besaßen, verachtete. Auch reizten ihn die vielen kleinen Unterschiede, die sich in der Anatomie der Menschen oder Humanoiden ergaben, selbst wenn sie der gleichen Spezies angehörten. Schnell stellte er fest, dass die Medizin lange eine exakte Wissenschaft war, was seinen Beruf stets anspruchsvoll machte. Als er Feldchirurg wurde und beinahe ausschließlich Klonkrieger behandeln musste, langweilte ihn seine Arbeit daher zusehends, da sich die Klone exakt glichen. Allerdings sah er auch die Vorteile, da man wenig Probleme hatte, neue Organe zu erhalten und zu implantieren. Während seiner Zeit als Feldchirurg lernte er zudem, mit minimalistischer Ausrüstung zu arbeiten. Dabei ging Jos davon aus, dass die Klone mehr Droiden ähnelten als Menschen, ein Glaube, an dem er zum Teil auch aus Selbstschutz festhielt. So konnte er die Verluste, die bei seiner Arbeit unvermeidlich waren, besser akzeptieren, obwohl er trotzdem um jeden Toten trauerte. Als er schließlich herausfand, dass die Klone genauso empfindungsfähig und emotional waren wie ein normaler Mensch, war dies ein weiterer Rückschlag für ihn, da es ihm seine Arbeit psychisch erschwerte.[2] Außerdem war Jos darin bewandert, aus der Körpersprache anderer Menschen Rückschlüsse auf deren Gemütszustand und deren Gedanken zu ziehen, da er mit vielen Leuten Kontakt hatte.[5] Ein wichtiger Teil von Jos‘ Lebensphilosophie war zudem, nicht zu anspruchsvoll mit sich selbst zu sein. Dabei stammte dieser Charakterzug aus seiner Zeit als Student, in der er eine bamasianische Weisheit mit diesem Inhalt gehört hatte und sie sich aufgrund seiner damaligen Lage zu Herzen nahm.[2]

Neben seinem Beruf war Jos ein geselliger Mensch und verbrachte gerne Zeit mit seinen Freunden bei Spielen. Zugleich trank er auch gerne[2][5] und vertrug bereits größere Mengen Alkohol ohne große Nebenwirkungen.[3] Allerdings konnte er, auch wenn er viele Frauen attraktiv fand, keine wirkliche Beziehung zu ihnen aufbauen, da er sehr von seiner Erziehung zum enster geprägt war – einer Erziehung, die es ihm verbot, eine Frau von außerhalb seines Heimatsystems zu heiraten. Da Jos zudem kein Freund von kurzen Beziehungen war, blieb er so lange ohne feste Partnerin.[2] Erst auf Drongar änderte sich seine Einstellung, als er den Sinn der erlernten Sitten hinterfragte und schließlich missachtete.[5] Obwohl er häufig ernst auftrat, war Jos auch durchaus humorvoll, wobei ihn seine Erlebnisse im Krieg zunehmend zynisch werden ließen. Auch ließ er gerne seine Gedanken schweifen und dachte nach. Jos tat das häufiger, wenn er alleine war, aber manchmal auch im Freundeskreis – in diesen Phasen konnte er seine Umgebung völlig ausblenden und nur seinen Überlegungen nachhängen, was für andere teilweise befremdlich wirkte.[2]

Beziehungen

Tolk le Trene

Jos: „Es ist, als hätte ich sie gestern zum ersten Mal bemerkt. Zuvor war sie einfach ein weiteres Paar Hände auf dem Tisch – nett, versteh mich nicht falsch, sie ist eine hervorragende Krankenschwester – aber auch nicht mehr. Außerhalb des Raumes war sie jemand, mit dem man einen Trinken geht, bei dem man über dieses Loch von einem Planeten klagen konnte…“
Klo: „Und jetzt?“
Jos: „Jetzt ist sie… mehr als das. Aber das kann nicht sein.“
— Jos über Tolk[8] (Quelle)
Tolkletrene

Tolk le Trene bei der Behandlung eines Klonkriegers

Tolk le Trene war eine lorrdianische Krankenschwester, mit der Jos während der Klonkriege ein lange Zeit zusammenarbeitete. So lernte er sie als fähige und freundliche Mitarbeiterin kennen, für die er jedoch nie wirklich etwas anderes als eine normale Freundschaft empfand. So verbrachte er mit ihr viel Zeit bei der Arbeit und in der Freizeit, und eines Tages spürte er überraschend eine große Zuneigung zu ihr. Allerdings wollte er seine Gefühle anfangs nicht akzeptieren, da er nicht glauben wollte, dass er so lange gebraucht hatte, um seine Liebe zu Tolk zu entdecken. Außerdem wusste er sofort, dass er mit Tolk keine gemeinsame Zukunft hatte, da sie nicht aus dem corellianischen System stammte und somit nicht permes war. Wenn er nicht mit seiner Familie und den Traditionen brechen wollte, konnte er sich eine längere Beziehung mit ihr nicht erlauben. Er musste jedoch schnell erkennen, dass seine Gefühle echt waren und er Tolk gerne näher kommen würde.[2]

Da ihn der Konflikt zwischen seinen Gefühlen und seiner Erziehung stark beschäftigte, brachte Jos das Thema auch bei Klo Merit, dem Psychologen des Lagers, zur Sprache. Allerdings konnte und wollte er zugleich nur ungern darüber sprechen, weshalb die Sitzung recht ergebnislos blieb: Der Equani versuchte Jos jedoch dahin zu bewegen, über seine Empfindungen und Einstellungen nachzudenken und sich selbst zu finden, anstatt nur auf Traditionen zu hören – er sollte herausfinden, ob die Regeln seiner Familie mit seinen Ansichten übereinstimmten. Tatsächlich brachte dieses Gespräch Jos jedoch zum nachdenken, und er verbrachte viel Zeit mit Grübeleien über Tolk und seine Gefühle für sie – und ihre für ihn. Da Tolk eine Lorrdianerin war, konnte sie die Körpersprache anderer Leute perfekt lesen und interpretieren, weshalb sich Jos keine Illusionen darüber machte, dass sie von seinen Gefühlen wusste. Allerdings wies sie ihn nicht ab, und eines Tages traf er sie nackt in der Umkleide, die sie zu schließen vergessen hatte. Nachdem er noch einmal festgestellt hatte, wie schön Tolk war, verließ er die Kabine, doch schien sie ihm den Zwischenfall nicht übelzunehmen; Jos vermutete sogar, dass sie die Türe absichtlich nicht geschlossen hatte. Seine Lage vereinfachte das jedoch nicht, und als Tolk eines Tages offen seine Nähe suchte, zögerte er. Er erklärte ihr seine Situationen und wies sie schließlich ab, was Tolk offensichtlich verärgerte, da sie ihn in der nächsten Zeit extrem kühl behandelte.[2]

Als nach der Evakuierung des Rimsoos Zan gestorben war, brach für Jos eine Welt zusammen. Aus diesem Grund blendete er auch die Regeln seines Clans aus und suchte bei Tolk Trost, die gerne bereit war, die Beziehung zu beginnen.[2] Trotz des Auftauchen seines Onkels Erel Kersos, der als einziges Mitglied seiner Familie jemals die permes-Regelung gebrochen hatte, als neuer Vorgesetzter, verging die folgende Zeit mit Tolks Hilfe für Jos eher angenehm, bis er von ihr getrennt wurde: Sie übernahm die Aufgabe, auf einer der MedStar-Fregatten Unterricht zu geben, und Jos kam selbst diese kurze Trennung bereits viel zu lange vor. Allerdings sollte es noch schlimmer kommen, da es zu einem Anschlag auf dem Schiff kam; nach Stunden der Ungewissheit erfuhr er jedoch, dass Tolk überlebt hatte. Schließlich kam sie wieder zurück, doch distanzierte sie sich beinahe augenblicklich von ihm. Nachdem Jos zunächst unsicher war, wollte sich Tolk schließlich sogar in ein anderes Lager versetzen lassen, was Jos in tiefe Depressionen stürzte. Erst da erkannte Jos, dass sie auf der Fregatte wahrscheinlich ein Gespräch mit seinem Onkel Erel gehabt hatte und ihn daher jetzt mied, um ihm einen Konflikt mit seiner Familie zu ersparen. Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Onkel, bereinigte dieser seinen Fehler und Jos und Tolk fanden wieder zusammen und entschieden sich schließlich, gemeinsam nach Corellia zurückzukehren.[5]

Zan Yant

Zan: „Wenn du irgendeine Bildung genossen hättest, die über das Ende deines Skalpells hinausgeht, würdest du wissen, dass es nur fünfzehn Vissëncant-Variationen gibt. Was ich gespielt habe war Duskin re Lemtes 'Cold Midnight', eine Mischung aus Leap-Jump und Heavy Isotope, die gerade im Holonetz veröffentlicht wurde.“
Jos: „Dafür wirst du leiden. Meine Rache wird furchtbar sein. Vielleicht nicht schnell oder besonders einfallsreich, aber in jedem Fall furchtbar.“
Zan: „Schlimmer als dein musikalischer Geschmack kann sie nicht werden.“
— Jos und Zan[9] (Quelle)

Der zabrakische Arzt Zan Yant gehörte zu den engsten Freunden, die Jos hatte. Er war gemeinsam mit ihm während der Klonkriege am Schlachtfeld im Einsatz und begleitete ihn auch auf Drongar, wo sie sich eine Unterkunft teilten. Jos und Zan verstanden sich gut miteinander, wobei sie häufig aufeinander rumhackten und sich gegenseitig beleidigten – ein Ausdruck ihrer von Sarkasmus und Humor geprägten Beziehung. Jos bewunderte Zan für sein Talent, da der Zabrak nicht nur ein Arzt, sonder auch ein hervorragender Musiker war. Obwohl Jos ein Laie im Bereich der Musik war und gerade klassische Musik verabscheute – für Zan ein weiter Grund, um ihn aufzuziehen –, hörte er Zan gerne beim musizieren zu.[2] Außerdem hatte Zan als Zimmergenosse auch einen zweckmäßigen Nutzen für Jos, da Zan den Raum stets ordentlich hielt.[5] Allerdings war Jos auch besorgt um seinen Freund, als er entdeckte, dass dieser Patienten illegal mit Bota behandelte. Als ihm Zan jedoch darlegte, dass er lieber ins Gefängnis ginge, um dafür einige Patienten zu retten, konnte Jos ihm nur zustimmen – obwohl im der Gedanke nicht behagte, dass er seinen Freund wegen des Botas verlieren konnte, ließ er ihn gewähren. Er respektierte den Zabrak auch für seine Einstellung und seine Fähigkeiten als Arzt, zumal er sich häufiger fragte, weshalb Zan, der aus sehr wohlhabenden Verhältnissen stammte, überhaupt freiwillig im Krieg als Mediziner arbeitete.[2]

Als Zan bei der Evakuierung des Rimsoo starb, traf der Verlust seines Freundes Jos sehr. Als er noch an der Absturzstelle aus der Bewusstlosigkeit erwachte und Tolk ihm die Nachricht vom Tode Zans überbrachte, versuchte Jos den Zabrak zu retten – ein Versuch, der jedoch hoffnungslos war.[2] Er war immerhin beruhigt, das der Zabrak einen schnellen und schmerzlosen Tod gehabt hatte. In der nächsten Zeit versuchte er den Verlust Zans zu verarbeiten, obwohl er das nur schwer konnte; seine Gedanken schweiften immer wieder zu seinem verstorbenen Kumpel. Besonders schmerzte Jos die Sinnlosigkeit seines Todes[3], wobei er nun auch öfter über die Sinnlosigkeit des Krieges nachgrübelte. Als der junge Chirurg Kornell Divini als Ersatz für Zan im Lager eintraf, wies Jos ihn zunächst von sich, doch lernte er ihn bald als einen aufgeschlossenen und fähigen Nachwuchs kennen, der ihm schließlich auch über den Verlust von Zan hinweghalf.[5]

Hinter den Kulissen

„I've always imagined him as the Star Wars equivalent of Hawkeye Pierce.“
— Daniel Wallace (Quelle)
  • Jos Vondar ist einer von mehreren Protagonisten, die in der Romanduologie MedStar von den Autoren Michael Reaves und Steve Perry neu in das Star Wars-Univerum eingeführt werden. Dies ist bislang auch sein größter Auftritt, da er anschließend nur noch in der Kurzgeschichte Intermezzo, die zwischen den beiden Romanen angesetzt ist, in Erscheinung tritt. Außerdem erhielt er jedoch noch kleine Erwähnungen in verschiedenen Sachbüchern.
  • In der englischen Fassung des Romans Jedi-Heilerin wird Jos Vondars Name mehrfach falsch geschrieben. So kommt sowohl die Schreibweise Joss wie auch der Nachnahme Vandar vor.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Übersetzung von: "I think this galaxy would be a whole lot nicer and more pleasant place to live if we could all just stop killing each other."
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 2,12 2,13 2,14 2,15 2,16 2,17 MedStarUnter Feuer
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 MedStarIntermezzo
  4. The New Essential Guide to Droids
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 5,5 5,6 5,7 5,8 5,9 MedStarJedi-Heilerin
  6. Übersetzung von: "My patient is responsible for the attack that killed Zan. He has no regrets about it; he's a mercenary. He's also an obnoxious milking mopak I wouldn't cross the street to spit on if he was on fire -- and I'm the only guy here qualified to save his life. And at best, the odds are against him, even if I don't make a mistake."
  7. Übersetzung von: "Minimize expectations to avoid being disappointed."
  8. Übersetzung von: Jos: "It's like I just noticed her yesterday. Before that, she was just another pair of hands at the table – smart, don't get me wrong, she's an excellent nurse – but no more than that. Outside the room, she was someone to have a drink with, someone to complain about this pit of a planet with…" – Klo: "And now?" – Jos: "Now she's… more. Biut she can't be."
  9. Übersetzung von: Zan: "If you had any education past the end of your scalpel, you'd know there were only fifteen Vissëncant Variations. What I played was Duskin re Lemte's 'Cold Midnight', a leap-jump/heavy isotope fusion just out on the HoloNet. [...] Not that you would know." – Jos: "You'll suffer for this. My revenge will be terrible. Maybe not swift or particulary inspired, but definitely terrible." – Zan: "Couldn't be any worse than your musical taste."
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