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Talon Karrde: „Haben Sie je von der Katana-Flotte gehört?“
Mara Jade: „Die man auch gleichzeitig die Dunkle Macht nannte? Rund zweihundert schwere Kreuzer der Dreadnaught-Klasse, die etwa zehn Jahre vor Ausbruch der Klonkriege verloren gingen. Alle Schiffe waren mit einem neuartigen Navigationssystem vollautomatisch zusammengeschaltet, und als das System versagte, sprang die ganze Flotte in den Hyperraum und verschwand.“
Talon Karrde: „Fast richtig. Zu jener Zeit waren vor allem die Dreadnaughts ungeheuer crewintensive Schiffe und brauchten pro Einheit mindestens sechzehntausend Mann Besatzung. Das Kopplungssystem der Katana-Schiffe reduzierte die Besatzungsstärke auf rund zweitausend.“
— Mara Jade und Talon Karrde über die Katana-Flotte (Quelle)

Die Dreadnaughts der Katana-Klasse,[2] auch als Katana-Dreadnaughts,[1][4] auch Katana-Flotten-Dreadnaughts,[3][4] Dunkle-Macht-Dreadnaughts,[4] Katana-Flotten-Schiffe[4] oder einfach Katana-Schiffe genannt,[1] waren einem Refit unterzogene Schwere Kreuzer der Dreadnaught-Klasse, die von den Rendilischen Raumschiffswerften für die Galaktische Republik hergestellt wurden und in der Katana-Flotte dienten. Sie besaßen vollständig automatisierte Zusammenschaltungssysteme, die ihren benötigten Crewumfang drastisch senkten.

Beschreibung

Besonderheiten

„Die [äußeren] Unterschiede zwischen regulären und automatisierten Dreadnaughts sind äußerst gering, aber durchaus erkennnbar, wenn man weiß, worauf man achten muss.“
— Thrawn beobachtet ein Hologramm von Katana-Schiffen (Quelle)

Die Besatzungsstärke konnte von über 16.000 auf etwa 2.000 Crewmitglieder verringert werden, wofür die gesamte Innenausrüstung umgebaut wurde und hunderte Droiden weitere Aufgaben übernahmen. Die Außenhüllen-Beschichtung der 600 Meter langen Dreadnaughts wurde dunkelgrau gefärbt, was vermutlich zu dem Beinamen Dunkle Macht der Katana-Flotte führte. Eine andere Theorie besagte, dass er auf die geringere Innenbeleuchtung, die eine derart verkleinerte Besatzung benötigte, zurückzuführen war. Die Schiffe waren mit einem vollautomatischen Computer- und Navigationssystem ausgerüstet, das sämtliche Kreuzer von ihrem Flaggschiff, der Katana, aus steuern ließ. Die Inneneinrichtung wurde vollständig umgestaltet und gold-blau ausgestattet.[1] Eine Vielzahl an Allterrain-Personentransportern war an Bord der Katana-Schiffe stationiert.[3]

Bewaffnung

Schlacht um die Katana-Flotte

Ein Katana-Klasse-Kreuzer im Kampf

Die Waffen des Kreuzers bestanden sowohl aus Batterien als auch aus Kanonen, wobei erstere Vierlingsbatterien umfassten.[2] In der Mitte der Kreuzer waren sechs große, nach Seiten durchnummerierte Waffenkuppeln installiert, die Turbolaser beinhalteten. Diese waren (auch) in Batterie-Form anzufinden. Außerdem verfügten die Schiffe über Ionenkanonen.[1] Den Geschützen konnte zufälliges Stotterfeuer zur Abwehr der Yuuzhan Vong einprogrammiert werden.[2] Die Turbolaser konnten visuell vom Feuerleitpult der Kommandobrücke aus gesteuert werden, wenn das System auf Computersteuerung geschalten war. Die Geschütze hatten eine eigene Energieversorgung mit Generatoren und Kondensatoren, außerdem waren Feuerleitsysteme und -verbindungen vorhanden. Drei Kreuzer konnten es vorübergehend mit einem Sternzerstörer der Imperium-Klasse aufnehmen, bei fünf war dieser komplett unterlegen. Auch ein Sieges-Klasse-Sternzerstörer konnte von einer Dreiergruppe zurückgehalten werden. Damit feindliche Schiffe weniger Schaden anrichten konnten, wurde bei Angriffen auf größere Gegner vor allem auf ein ständiges Bombardement aus den Ionenkanonen gesetzt, während die Turbolaser zwar auch gegen kleinere Schiffe oder eng zusammen fliegende Formationen genutzt werden konnten, aber allein durch ihre Anwesenheit einem Sternzerstörer Sorgen bereiteten. Bei einer Kollision wurden Sternzerstörer komplett vernichtet.[1] Die Deflektorschilde, deren Systeme Schildprojektorbuchten beinhalteten, wurden, insbesondere verglichen mit moderneren Schiffen, als schwach betrachtet.[2]

Brücke

Die mit einer Observationskuppel und einem Hauptsichtfenster versehene Brücke enthielt viele Module zum Steuern des gesamten Schiffes, darunter ein Feuerleitpult, eine Steuerkonsole und Sensordisplays. Vor der Brücke befand sich ein Kontrollraum, der von zwei Panzertüren abgetrennt wurde. Überhalb von ihnen an der Wand stand der Name des jeweiligen Schiffes. Der Vorraum lag direkt an der Schiffsaußenseite, nur durch eine Wand vom All getrennt. Außerdem waren Maschinenkonsolen aufgestellt.[1]

Aufbau

Peregrine

Die Peregrin hat die Glücksdame und Senas Transporter transportiert

Im Inneren befand sich an Back- und Steuerbord je ein Hauptkorridor, die an ihrem Ende in den Kontrollraum der Brücke mündeten. Der Hangar konnte auch größere Transporter aufnehmen und war mit zwei beleuchteten, rechteckigen Andockbuchten versehen.[1] Normalerweise war eine Sternjäger-Staffel auf diesem Flugdeck stationiert, durch Umbauten konnten jedoch auch eine zweite sowie eine Raumjacht Platz finden.[2] Für Schlepptransporte konnten auch Magnetkupplungen verwendet werden. Es gab sowohl eine Innen- als auch einen Außen- und Positionsbeleuchtung, wodurch die dunklen Schiffe im All besser auszumachen waren. Das Innere beherbergte Ausrüstungs- und Fahrzeuglager, an den Seiten gelegene Maschinenräume, Lebenserhaltungssysteme, Werkstätten und Kabinen. Für sicheren Halt sorgten Gravitationsplatten, und gepanzerte Schleusentore schotteten die einzelnen Bereiche voneinander ab. Auch waren einige ältere Wiedergabedisplays mit besonderen Seriennummern im Schiff angebracht, auf deren Rückseite sich spezielle Anschlüsse für den Datenverkehr mit den automatischen Systemen befanden. Der Unterlichtantrieb war mit acht Hauptenergiewandlern und entsprechenden Halterungen ausgestattet, wobei das Ausfallen von sechs davon reichte, um ein Schiff lahm zu legen.[1] Trotz des Alters galten die Beschleunigungskompensatoren als die Besten.[2] Der Hyperantrieb besaß wie beim normalen Dreadnaught-Klasse-Kreuzer[1] die Klasse 2,[3] was als träge angesehen wurde[2] und etwa 150 Lichtjahren in 47 Stunden und der maximalen Reisegeschwindigkeit von 0,4 entsprach.[1][5]

Geschichte

„Diese automatisierten Computersysteme wurden für die Ewigkeit gebaut.“
— Lando Calrissian (Quelle)

Die Alte Republik ließ die etwa 200 Schiffe der Katana-Flotte um 46 VSY zu diesen weniger crewintensiven Dreadnaught-Klasse-Refits umbauen, was sowohl militärischen als auch öffentlichkeitswirksamen politischen Zwecken diente. Durch die Infizierung einiger Crewmitglieder mit einem Nesselvirus und derem darauf folgenden Wahnsinn verschwanden alle dabei miteinander gekoppelten Schiffe bei ihrer Jungfernfahrt. Dies ließ sowohl die Zusammenschaltung-Automatisierungen[1] als auch die AT-PTs in keinem guten Licht zurück.[3]

Sprinter

Die Sprinter

Talon Karrde entdeckte die Schiffe zusammen mit Hoffner und dessen Schmugglergruppe zufällig wieder, als sie 6 VSY vor imperialen Behörden flohen. Beide reimten sich danach zusammen, was sie gefunden hatten, und beschafften sich die Koordianten aus ihrem Raumschiff. Hoffner verkaufte später sechs der Kreuzer an Garm Bel Iblis, darunter die Peregrin und die Sprinter, der diese im Kampf gegen das Imperium nutzte. Der Schmuggler-Captain wurde allerdings 9 NSY vom Imperium unter Großadmiral Thrawn dazu gebracht, die Position herauszugeben, woraufhin alle bis auf 15 Dreadnaughts gekapert und mit Klonen besetzt wurden, um sie gegen die Neue Republik einzusetzen. Karrde hingegen verriet der Neuen Republik nach seiner Befreiung durch Luke Skywalker ebenfalls von der Flotte, allerdings konnten sie nur noch wenige Schiffe finden. Bei der Schlacht um die Katana-Flotte wurde ein weiterer Kreuzer zerstört, als Han Solo ihm per Flottensteuerung mit dem imperialen Sternzerstörer Gebieter kollidieren ließ. Die übrigen 14 und Bel Iblis' sechs konnten in die Neue Republik eingegliedert werden.[1] Thrawn setzte die knapp 180 übernommenen Katana-Flotten-Schiffe großzügig in den letzten Schlachten seines Feldzugs ein.[4] Eines von ihnen, die Krieger von Braxant, diente unter dem Namen Knochenbrecher von Braxant sogar noch im Yuuzhan-Vong-Krieg.[2]

Siehe auch

Hinter den Kulissen

  • Die Hyperraumreisegeschwindigkeit 0,4 bezieht sich auf ein von dem Autor Timothy Zahn erfundenes Hyperantriebssystem, das nicht mit den Hyperantriebsklassen zu verwechseln ist! Hier steht 0 für Vollbremsung und 1 für Unendlich Schnell.
  • Ein Katana ist ein japanisches Langschwert.
  • Der englische Titel von Die Dunkle Seite der Macht, Dark Force Rising, bezieht sich nicht nur auf die Macht und deren Dunkle Seite, sondern auch auf den Beinamen der Katana-Flotte, Dunkle Macht (engl. Dark Force).
  • Es gibt in Die Dunkle Seite der Macht einige Widersprüche bezüglich des Zeitpunkts, an dem die Katana-Flotte verschwand, da damals noch nicht genau feststand, wann die Klonkriege stattgefunden haben sollten: Mara Jade redet von etwa zehn Jahren vor Beginn der Klonkriege, was es nach neuen Daten auf circa 32 VSY festlegen würde. Han Solo dagegen denkt an ein halbes Jahrhundert Verschollenheit, was etwa 41 VSY bedeuten würde, und Gilad Pellaeon redet sogar von fast 55 Jahren, was es auf ungefähr 46 VSY festlegt und, da es wohl die genaueste dieser Aussagen ist, hier verwendet wird. Das Datenbank-Archiv von StarWars.com und The Essential Guide to Vehicles and Vessels reden dafür von fast 50 Jahren.
  • Das Dark Force Rising Sourcebook und The Thrawn Trilogy Sourcebook geben, bis auf die Crewstärke, die exakt gleichen technischen Daten für die Katana-Schiffe wie für reguläre Dreadnaughts an, ohne z.B. auf die sechs Turbolaserkuppeln, die Ionenkanonen oder veränderte Fracht-/Vorratsverhältnisse einzugehen.
  • Die Ruinen von Coruscant, in denen dieses Modell erstmals als Katana-Klasse bezeichnet wird, hat bei der Übersetzung einige Probleme: Zum einen werden Dreadnaughts als Dreadnoughts geschrieben, zum anderen ist von Lasergeschützen die Rede, während es im Original Vierlingsbatterien sind. Auch unterschlägt es eine Unterscheidung von Batterien und Kanonen als allgemein Geschütze.

Quellen

Einzelnachweise

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