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Die M'shinni, Einzahl M'shinn[1] sind eine intelligente humanoide Spezies, die auf dem Planeten Genassa heimisch ist. Ihr besonderes Merkmal ist der Pflanzenbewuchs, der ihren ganzen Körper bedeckt. In der Galaxis sind sie als fähige Botaniker und Planetenumwandler bekannt.

Beschreibung

Körperbau

Alle M'shinni sind weiblichen Geschlechts und vermehren sich durch Parthenogenese. Unter optimalen Umweltbedingungen gebiert eine M'shin alle drei Standardjahre ein Kind. Bei der Geburt ist das Kind nur etwa einen Zentimeter groß, es bleibt dann ungefähr 100 Standardtage lang in einem Bauchbeutel der Mutter. Aufgrund dieses natürlichen "Klonens" sehen alle M'shinni derselben Abstammung gleich aus. Jedoch ändern sich die Gene in jeder neuen Generation ein wenig, sodass M'shinni keine echten Klone hervorbringen, und so entstehen erkennbare Familien.[1]

M'shinni haben etwa die Größe und Gestalt eines Menschen, sind jedoch in ihrer frühen Entwicklungsgeschichte eine enge Symbiose mit einer bestimmten Pflanzenart eingegangen. Dieser pflanzliche Bewuchs bedeckt ihren gesamten Körper außer den Handflächen und Fußsohlen. Je nach den Lichtverhältnissen hat dieser Bewuchs eine gelblich-grüne bis smaragdgrüne Farbe mit blauen oder schwarzen Tönen darin. Wenn eine M'shinn krank ist, vertrocknen Teile des Bewuchses, diese nehmen dann eine braune Farbe an. Befindet eine M'shinn sich in völliger Dunkelheit, so stirbt der Bewuchs innerhalb von 10 Standardtagen ab.[1]

Der Kopf einer M'shinn ist nach unten hin länger als der eines Menschen,[2] die wässerigen Augen ragen aus dem Gesicht hervor. Ein etwa zentimetergroßes Loch in jeder Wange dient als Nasenhöhle, und zwei schwarze Membrane an jeder Kopfseite, jede etwa fünf Zentimeter im Durchmesser, als Hörorgane. Ihr Mund enthält Knochenkämme, die sie anstelle von Zähnen zur Zerkleinerung ihrer pflanzlichen Nahrung benutzen, die Lippen sind breit und dehnbar.[1]

Der Pflanzenbewuchs, der abgekratzt werden kann und dann eine rosafarbene Haut freilegt, wurzelt in der Haut; die Pflanzen leben von Schweiß und abgestorbenen Hautzellen der Humanoiden. Im Gegenzug versorgen sie die M'shinn mit Nährstoffen und erhalten die Haut feucht und elastisch. Nach Entfernung wächst die Pflanze in zwei Tagen nach, werden die Wurzeln zerstört, z. B. durch Blasterbeschuss, so dauert es ungefähr drei Wochen, bis sie von neuem Wurzeln geschlagen haben.[1]

Lebensweise

M'shinni ernähren sich ausschließlich von Pflanzen. Ihre Individualität drücken sie durch das Beschneiden oder Formen ihres Bewuchses sowie durch Schmuckstücke aus. In der Regel tragen M'shinni keine Kleidung, weil diese das Licht von ihrem Körperbewuchs fernhalten würde.[1]

Bemerkenswert ist ihre Fähigkeit zur Selbstheilung, die sie ihrem Pflanzenbewuchs verdanken. Eine Verletzung, die den Bewuchs nicht beschädigt, heilt doppelt so schnell wie bei anderen Spezies, wird jedoch durch die Verletzung ein Teil des Bewuchses zerstört, so dauert die Heilung um die Hälfte länger. Zwar kann eine M'shinn in einem Bactatank geheilt werden, doch verlieren sie hierdurch ihren Bewuchs und dessen heilende Kräfte. Daher haben die M'shinni eigene Heilmittel entwickelt, die den Pflanzenbewuchs nicht schädigen, aber bei anderen Spezies wirkungslos bleiben.

Wesen

Der Charakter von M'shinni ist so unterschiedlich wie der von Menschen. Einige sind ruhig und besonnen, andere hingegen aufbrausend. Sie alle verbindet jedoch eine unbeirrbare Treue zu ihrer Familie, die bei ihnen "Wurzellinie"[3] heißt. Jede M'shinn wird zwar mit dem ihr eigenen Nachdruck die Ziele ihrer Wurzellinie verfolgen, sich aber selten oder nie gegen ihre Schwestern stellen.[1]

Aufgrund ihres Hanges zur Botanik reden M'shinni gerne in Bildern aus der Pflanzenwelt. So werden etwa Kolonisten auf einem Planeten "ausgesät", und die Erträge dort werden "geerntet". Diejenigen unter ihnen, die das Vorgehen des Imperiums gutheißen, sehen dies als "Unkrautjäten" an.

Kultur

Jede M'shinni kann ihre Herkunft auf eine "Erstmutter"[4] zurückführen, derjenigen, die als Erste mit der Pflanze in Symbiose trat. Die so entstandenen Familien oder Wurzellinien umfassen jeweils mehrere tausend Mitglieder und bilden die Grundlage für die gesellschaftliche und politische Ordnung der M'shinni.[1]

Jede Wurzellinie beherrscht, ähnlich einem Familienunternehmen, ein bestimmtes Geschäftsfeld. Sobald ein neuer Planet besiedelt oder umgeformt wird, wird er unter diesen Familien nach strengen Regeln für Landbesitz aufgeteilt, die vorzeiten festgelegt wurden. Die lebensältesten Mitglieder einer jeden Wurzellinie bilden den "Rat der Weisen" auf einem Planeten. Ihr gesellschaftliches Ansehen beziehen M'shinni durch die Haushalterschaft über die ihrer Familie anvertrauten Ländereien, so gewinnt eine Wurzellinie etwa durch die Urbarmachung von Ödland, die Züchtung einer neuen Getreidesorte oder eine außergewöhnlich ertragreiche Ernte an Ansehen. Das zusätzliche Ansehen bringt der Wurzellinie dann auch zusätzlichen wirtschaftlichen Gewinn.[1]

Obwohl der Wettbewerb zwischen den Wurzellinien hart ist, brechen jedoch kaum offene Streitigkeiten aus. Konflikte äußern sich vielmehr in verborgenen Sabotageakten, die unter starker Geheimhaltung ausgeübt werden, da die Aufdeckung schmutziger Tricks zu einem spürbaren Ansehensverlust der schuldigen Wurzellinie führen würde.[1]

Die M'shinni sind seit ihrer ersten Begegnung mit der Alten Republik vollständig in die galaktische Gemeinschaft integriert. Lange vor dem Galaktischen Bürgerkrieg entdeckten sie den Hyperraumantrieb. Ihre Technologie begründet sich hauptsächlich auf die Nutzung der Sonnenenergie und die Landwirtschaft. Sie kombinieren Ingenieurwesen und Botanik zu ungewöhnlichen Technologien, wie etwa organischen Solarzellen. Ebenso beherrschen sie die Genetik, mit deren Hilfe sie ungewöhnliche und sehr widerstandsfähige Nahrungspflanzen züchten, von denen einige in Schwerelosigkeit von atmosphärischen Schwebstoffen leben, andere extreme Temperaturen überstehen können und wieder andere einen kahlen Mond rasch in einen bewohnbaren Planeten umwandeln. Auch züchten sie rein dekorative Pflanzen, von verschiedenfarbigen Blüten auf einem einzelnen Stamm bis hin zu biologisch leuchtenden Flechten, die in vielen Wohngebieten als Wandschmuck verwendet werden. M'shinni-Technologie findet man in unzähligen Biosphären und in zahlreichen hydroponischen Gärten von Raumstationen und Sternschiffen sowie in der Landwirtschaft der gesamten Galaxis. In dieser Hinsicht stehen die M'shinni in freundschaftlicher Rivalität zu den Ithorianern.[1]

Geschichte

Lange vor dem Galaktischen Bürgerkrieg zwang das Bevölkerungswachstum auf Genassa die M'shinni, Kolonien im Weltraum zu gründen. So besiedelten sie zunächst den Mond, der ihren Planeten begleitet, von dort aus formten sie die übrigen sechs Planeten ihres Sternsystems nach ihren Bedürfnissen um. Nachdem sie den Hyperantrieb erfunden hatten, verstärkten die M'shinni ihre Ausdehnung in nahegelegene Systeme. Zur Zeit des Imperiums beherrschten sie hunderte von Welten im sogenannten "Mossoniaschen Sektor", dessen offizieller Name M'shinni-Sektor lautet.[1]

Während einige Wurzellinien intensiven Handel mit dem Imperium trieben, hielten andere sich zurück, bis ihr System erobert wurde. Während des Galaktischen Bürgerkrieges verbot das Imperium den Handel mit bestimmten Welten und Sektoren, die mit der Allianz zur Wiederherstellung der Republik sympathisierten. Im Allgemeinen blieben die M'shinni in diesem Konflikt neutral. Manche ihrer Planeten hießen imperiale Sternkreuzer und Handelsschiffe an ihren Raumhäfen willkommen, andere hingegen mieden, so weit es geht, den Kontakt mit dem Imperium. Dies führte zu Reibung innerhalb des Rates der Weisen.[1]

Quellen

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 1,11 1,12 1,13 1,14 1,15 1,16 1,17 1,18 Galaxy Guide 12: Aliens – Enemies and Allies (Seite 55 ff.)
  2. 2,0 2,1 Abbildung in Galaxy Guide 12: Aliens – Enemies and Allies (Seite 56)
  3. Eigenübersetzung von engl. "rootline"
  4. Eigenübersetzung von engl. "firstmother"
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