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Legends-30px30px-Ära-Imperium


Bei der Mission auf Metalorn reiste Prinzessin Leia Organa im Jahre 0 NSY im Auftrag der Rebellen-Allianz inkognito nach Metalorn, um die Arbeiterschaft dieser imperialen Industriewelt für die Rebellion gegen das Galaktische Imperium zu gewinnen. Diese Mission verlief trotz einiger Schwierigkeiten insofern erfolgreich, als es Organa gelang, bei der Bevölkerung des Planeten die Hoffnung auf bessere Zeiten zu wecken.

Ausgangssituation

Der Planet Metalorn war eine Industriewelt, die sich im Jahre 0 NSY im Besitz des Galaktischen Imperiums befand und von Gouverneur Corwyth verwaltet wurde. Die Bevölkerung arbeitete im Schichtbetrieb in den zahlreichen Fabriken, Erzförderanlagen und Schmelzanlagen des Planeten und wurde strengstens überwacht. Die Überwachung der Arbeiter und den Schutz der Industrieanlagen übernahmen imperiale Sturmtruppen. Auch geringste Verstöße gegen die Regeln wurden streng bestraft. Beispielsweise war es auf Metalorn verboten, an öffentlichen Orten Pflanzen auszusäen. Informationen über die Ereignisse in anderen Teilen der Galaxis wurden zensiert, sodass die Arbeiter glaubten, dass Imperator Palpatine keine Feinde habe und es keine Rebellion gegen das Imperium gebe. Sie wussten zwar von der Zerstörung des Planeten Alderaan, aber sie wussten nicht, dass er vom Imperium vernichtet worden war; ihnen war gesagt worden, dass er von einem Meteoritensturm zerstört worden sei. Ein fortschrittliches Waffenortungssystem, das von TaggeCo entwickelt worden war und illegale Schusswaffen und Explosivstoffe aufspüren konnte, sollte verhindern, dass sich Spione oder Saboteure einschlichen.

Verlauf

Kurz nach der Schlacht von Yavin wurde Prinzessin Leia Organa nach Metalorn entsandt, um die Arbeiterschaft für die Rebellion gegen das Imperium zu gewinnen. Zu diesem Zweck wollte sie mit ihrem alten Lehrer Arn Horada, der sie in ihrer Jugend auf Alderaan in Geschichte unterrichtet hatte und nun auf Metalorn lebte, in Verbindung treten. Organa wurde von einem Kapitän der Rebellen-Allianz mit einem alten und unauffälligen Frachter zu ihrem Ziel gebracht. Der Kapitän konnte nicht verstehen, warum ausgerechnet ein so hochrangiges Mitglied der Allianz auf eine so gefährliche Mission geschickt wurde, doch Organa war davon überzeugt, dass sie die geeignetste Person für diesen Auftrag sei.

Organa auf Metalorn

Prinzessin Leia auf der Flucht vor Sturmtruppen

Als Prinzessin Leia nach ihrer Landung den Hangar verließ, wurde sie von einem Sturmtruppler angehalten, der ihre Identität überprüfen wollte. Sie schaltete ihn kurzerhand aus, indem sie das Ventilationssystem seines Panzers mit einem Wundverbandsspray aus einem Erste-Hilfe-Paket blockierte, und nahm seinen Blaster an sich. Dies ließ jedoch das Waffenortungssystem ansprechen. Die Techniker im Kontrollzentrum konnten die Waffe anpeilen, und Gouverneur Corwyth, der von der Zuverlässigkeit dieser Anlage überzeugt war, wies sämtliche verfügbaren Sturmtruppen an, dem Peilsignal zu folgen. Organa hatte sich zwar vor Antritt ihrer Mission eingehend mit den örtlichen Begebenheiten vertraut gemacht und kannte sich daher bestens in der imperialen Anlage aus, aber weil der Blaster, den sie gestohlen hatte, ihre Position verriet, wurde sie schon bald von einem Sturmtruppler gestellt. Sie schoss ihn nieder, doch der Schuss alarmierte weitere Soldaten. In den Fabrikationsräumen konnte sie ihre Verfolger vorläufig abschütteln. Gouverneur Corwyth lehnte es ab, den Produktionsprozess zu unterbrechen. So wurde die Arbeit fortgesetzt, während die Sturmtruppen weiterhin Jagd auf die Rebellin machten. Den Arbeitern wurde indes mitgeteilt, dass es sich dabei nur um eine Übung handele.

Prinzessin Leia überlistete ihre Verfolger, indem sie den Blaster in einer Schmelzanlage deponierte und sich dann unbewaffnet auf die Suche nach Arn Horada begab. Während Corwyth und seine Männer blind auf das Waffenortungssystem vertrauten und der falschen Fährte folgten, folgte Baron Orman Tagge, der Geschäftsführer der Tagge Company, der zu jener Zeit auf Metalorn weilte, weil er vom Imperator die Anweisung erhalten hatte, sämtliche Projekte seines Konzerns persönlich zu kontrollieren, einer anderen Spur. Ihm war bewusst, dass das Ortungssystem, das seine Firma entwickelt hatte, unbewaffnete Eindringlinge nicht aufzuspüren vermochte. Daher analysierte er die Stimmaufnahme aus der Aufnahmeeinheit des Wachpostens, den Organa bei ihrer Ankunft außer Gefecht gesetzt hatte. Indem er die Aufnahme mit den Stimmproben, die die Akten der meistgesuchten Personen enthielten, verglich, fand er heraus, um wen es sich bei dem Eindringling handelte. Dann zog er die Schlussfolgerung, dass sich Organa mit ihrem alten Geschichtslehrer treffen wolle.

Orman Tagge und Leia Organa

Prinzessin Leia greift Baron Tagge an.

In der Zwischenzeit fand die Prinzessin Horada in einem Speisesaal der Fabrikarbeiter. Horada reagierte zunächst ablehnend, denn er schenkte den imperialen Nachrichtensendungen Glauben und dachte daher, dass kein Mitglied des Hauses Organa die Zerstörung von Alderaan überlebt habe. Prinzessin Leia begann ihn darüber aufzuklären, was damals wirklich geschehen war, doch in diesem Augenblick erschien Baron Tagge im Speisesaal, um die gesuchte Rebellenführerin zu verhaften und anschließend persönlich dem Imperator auszuliefern. Organa warf ihm jedoch ein Essenstablett ins Gesicht und blockierte damit Tagges kybernetisches Sehsystem, ohne das dieser blind war. Der geblendete Baron versuchte die Prinzessin mit seinem Lichtschwert zu treffen, doch diese entging dem Hieb, und Horada brachte Tagge mit einem Stuhl zu Fall. Während der Baron hilflos war, kettete ihn Organa mit den Handschellen, die eigentlich für sie bestimmt gewesen waren, an einen Tisch. Bevor Tagge etwas unternehmen konnte, gelang es ihr mit der Hilfe eines Mädchens namens Tammi, das sich spontan dazu entschlossen hatte, der Fremden zu helfen, in der Menge der Arbeiter unterzutauchen. Tagge forderte die umstehenden Arbeiter auf, die „Feindin des Imperators“ festzuhalten, doch die Anwesenden wagten es nicht einzugreifen, denn Ungehorsam durfte nur von den Sturmtruppen geahndet werden. Darüber hinaus war ihnen immer wieder erzählt worden, dass der Imperator keine Feinde habe.

TaggeCo Ortungssystem

Baron Tagge und Gouverneur Corwyth im Kontrollraum

Als Corwyth von dem Zwischenfall im Speisesaal hörte, geriet er außer sich vor Wut darüber, dass ihn Baron Tagge nicht von seiner Entdeckung und seinem Vorhaben in Kenntnis gesetzt hatte. Tagge gab indes dem Gouverneur und dessen Truppen die Schuld daran, dass die Prinzessin entkommen war. Corwyth wollte Horada zur Abschreckung hinrichten lassen, doch Tagge riet ihm davon ab, denn er meinte, dass Corwyth damit zugäbe, dass der Imperator die Rebellion fürchte. Stattdessen empfahl er ihm, den ganzen Vorfall zu vertuschen und Palpatine nicht unnötig damit zu belästigen.

Organa erreichte unterdessen den Hangar, wo der frisierte Rebellen-Frachter auf sie wartete. Dem Kapitän gelang es, Metalorn unbehelligt zu verlassen und die imperialen Patrouillenschiffe zu täuschen. Die Rebellen sprangen in den Hyperraum, bevor die Imperialen ihre Tarnung durchschauen konnten, und kehrten unbeschadet nach Yavin IV zurück.

Ergebnis

Nach Leia Organas Aufenthalt auf Metalorn schien sich auf den ersten Blick nichts auf dem Planeten geändert zu haben. Weder hatte die Prinzessin eine Widerstandsgruppe gegründet, noch hatte sie Sabotage begangen. Nichtsdestoweniger betrachtete sie ihre Mission als Erfolg, denn es war ihr gelungen, ihren alten Lehrer Arn Horada davon zu überzeugen, dass die imperiale Propaganda Lügen verbreitete und der Imperator entgegen den offiziellen Verlautbarungen sehr wohl Feinde hatte, die eine ernste Bedrohung für seine Herrschaft darstellten. Indem Horada diese Informationen an die anderen Arbeiter weitergab, wurde der Bevölkerung von Metalorn die Hoffnung auf eine Verbesserung ihrer Verhältnisse gegeben.

Quellen

Einzelnachweise

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