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„Du hörst nicht und du kannst keine Befehle befolgen. Ist dir eigentlich klar, was du getan hast? Wir wollten das nicht für uns stehlen. Wir wurden angeheuert von Crimson Dawn. Jetzt schulden wir denen 100 Kilo raffiniertes Coaxium. Wenn die rausfinden, dass wir es nicht haben, werden die uns töten.“
— Tobias Beckett beschuldigt Han Solo wegen des Misserfolgs der Mission. (Quelle)

Die Mission von Vandor war ein waghalsiger Auftrag von Crimson Dawn-Anführer Dryden Vos an den Dieb Tobias Beckett und seine Crew im Jahr 10 VSY. Dabei sollte eine Ladung raffiniertes Coaxium innerhalb eines Containers von einem imperialen Conveyex-Zug gestohlen werden. Durch die Einmischungen von Becketts Konkurrentin Enfys Nest und ihrer Bande geriet der Auftrag auf dem Eisplaneten Vandor jedoch aus den Ruder, sodass sich Han Solo als Pilot gezwungen sah, die Ladung aufzugeben.

Geschichte

Vorgeschichte

Tobias Beckett: „Ich sagte doch, wir sind bei dieser Sache der Konkurrenz weit voraus. Völlig ausgeschlossen, dass Enfys Nest überhaupt von der Ladung weiß. Nur mein Kontakt hat diese Info.“
Val: „Na hoffentlich stimmt das auch, ja? Manchmal vertraust du leider den falschen Leuten.“
— Val und Tobias Beckett über Dryden Vos und den Auftrag (Quelle)

Dryden Vos ist Becketts Auftraggeber.

Dryden Vos heuerte persönlich den menschlichen Revolverhelden Tobias Beckett und seine Freunde für den Auftrag an, damit diese ihre Schulden bei dem mächtigen Verbrechersyndikat Crimson Dawn begleichen konnten. In einem Vier-Augen-Gespräch erklärte Vos gegenüber Beckett, dass die Lieferung für Maul gedacht war, den eigentlichen Strippenzieher hinter dem Schatten-Kollektiv. Der cholerische Crimson-Dawn-Anführer versicherte gegenüber Tobias Beckett, dass niemand sonst von dem Auftrag wüsste und da sich Beckett wünschte, mit seiner Partnerin Val zu seinem Heimatplaneten Glee Anselm schuldenfrei zurückkehren zu können, nahm er den Job an. In der Schlacht von Mimban gelang es Beckett und seiner Crew einen imperialen Y-45-Transportlader aus dem Camp Forward zu stehlen, wobei er auch auf den jungen Han Solo traf und diesen gemeinsam mit dem Wookiee Chewbacca für diesen einen Auftrag als Unterstützung aufgelesen hatte.[1]

Vorbereitungen auf den Coup

Tobias Beckett: „Da kommt er. Sieh ihn dir an. Wir treffen den Conveyex zwischen dem Turm und der Brücke. Rio bringt uns hin, wir kuppeln den Container mit der Ladung ab, verkabeln ihn mit dem AT-Schlepper und dann...“
Val: „Stört Rio ihr Notsignal. Ich sprenge die Brücke, der Container rutscht geradewegs von der Schiene und wir schweben davon.“
Tobias Beckett: „Erfassen uns die Sicherheitssensoren und wecken wir damit diese Viper-Suchdroiden wird's hier schnell ungemütlich.“
Val: „Um mich brauchst du dir da keine Sorgen machen.“
— Tobias Beckett und Val gehen den Plan durch. (Quelle)

Beckett und Val planen den Coup bis ins kleinste Detail durch.

Auf dem Eisplaneten Vandor angekommen, spähten Beckett und seine Gefährten das Gleis des Conveyex-Zuges aus. Dabei erläuterte der blondhaarige Verbrecher den Plan gegenüber seinen Freunden und wies jedem eine Rolle zu. So sollte der Ardennianer Rio Durant wie gewohnt als Pilot herhalten und Val sollte für die Sprengung der Brücke verantwortlich sein. Beckett warnte dabei insbesondere vor den 11-3K-Viper-Sondendroiden, allerdings verstand Val, was er eigentlich meinte und versicherte ihrem Partner gegenüber, dass er sich um sie keine Sorgen machen bräuchte. Aufgrund vergangener missglückter Aufträge und Konfrontationen blieb Beckett nichts anderes übrig als auch auf Enfys Nest zu sprechen zu kommen. Während der Corellianer Han Solo sich wunderte, was ein Enfys Nest sein sollte, erklärte Beckett bereits, dass die Piratin – von welcher Val und Beckett glaubten, dass sie männlich sei – kein Problem darstellen würde. Ohne zu wissen, dass der Auftrag von Dryden Vos persönlich kam, meinte Val nur skeptisch, dass sie darauf hoffen würde, dass Beckett mit seiner Einschätzung Recht behalten würde. Sie schoss aber auch hinterher, dass er oftmals den falschen Leuten vertrauen würde.[1]

Nacht vor dem Coup

Val: „Unser ganzes Leben hängt von diesem einen Job ab und du bringst Amateure mit.“
Tobias Beckett: „Falls du es noch nicht bemerkt hast, wir sind unterbesetzt.“
Val: „Dann holen wir uns professionelle Leute. Die Xan-Schwestern oder Bossk. Aber nein, du legst ja lieber unser Leben in die Hände von Schwachköpfen.“
— Tobias Beckett streitet mit Val (Quelle)

Auf dem Weg zu einem geeigneten Schlafplatz kam es zu einer hitzigen Diskussion zwischen Val und Beckett. Val glaubte, dass ihr ganzes Leben von diesem Auftrag abhängig wäre und zeigte sich unverständlich darüber, dass Beckett niemanden Professionelles wie die Xan-Schwestern oder den bekannten Kopfgeldjäger Bossk zur Unterstützung herangezogen hatte. Um das Lagerfeuer herumsitzend schreckte sie auch nicht davor zurück, Chewbacca und Han Solo als Schwachköpfe zu bezeichnen. Nachdem Solo auf Becketts Nachfrage hin den Vorwurf der Schwachsinnigkeit von sich gewiesen hatte, versicherte Beckett seiner Freundin abermals, dass sein Bauchgefühl ihm gesagt hätte, dass Solo und Chewbacca ihn nicht enttäuschen würden.[1]

Diebstahl des Coaxiums

Beckett, Solo und Chewbacca springen auf den Zug auf.

Am darauffolgenden Morgen setzte die Gruppe ihren Plan in die Tat um. So flog Rio Durant mit dem gestohlenen Y-45-Transportlader über den herannahenden Conveyex-Zug und ließ Beckett, Solo und Chewbacca auf den fahrenden Zug aufspringen. Während Val bereits die Baradium-Sprengladungen an den Pfeilern der Brücke platzierte, überprüften Beckett und Solo die Ladung.[1]

Die Gebirgstruppen schießen auf die Diebe.

Kurz darauf entbrannte ein Feuergefecht zwischen dem diebischen Trio auf dem Zug und den Gebirgstruppen mit Magnethaftstiefeln unter Captain Denwade Banevans' Kommando. Beckett zog das Blasterfeuer der Gebirgstruppen des Imperiums auf sich, während Solo und Chewbacca mit der hinteren Abkoppelung des Containers beschäftigt waren. Bei dem Versuch fiel Chewbacca beinahe selbst vom Zug, konnte jedoch von Han festgehalten werden.[1]

Val: „Beckett? Er kommt.“
Tobias Beckett: „Verdammt, das wird sie mir ewig vorhalten.“
— Val warnt Tobias Beckett vor Enfys Nest (Quelle)

Gerade als Beckett und die anderen Beiden den Y-45-Transportlader mit dem Container verkabelten, warnte Val über Komlink, dass sich Enfys Nest und ihre Plünderer auf Swoop-Bikes näherten. Beckett meinte daraufhin bloß zu sich selbst, dass Val ihn dieses Detail auf ewig vorhalten würde. Es kam zu einem erneuten Gefecht, dieses Mal zwischen der mit Harpunen ausgestatteten Plünderer und dem Trio.

Rio Durant muss gleichzeitig fliegen und kämpfen.

In der Zwischenzeit gelang es dem Himmelhund Baroosh Pawk sich Zutritt zum Y-45-Transportlader zu verschaffen und den vierarmigen Piloten Rio Durant anzuschießen. Dieser konnte Pawk zwar ausschalten, allerdings wurde er schwer an der Schulter getroffen. Obwohl Rio über Komlink versicherte, dass es sich bloß um eine kleine Verletzung handelte, so hörte Beckett heraus, dass es seinem Freund nicht gut ging. Der Y-45-Transportlader streifte kurz darauf einen Sicherheitssensor, sodass Beckett Val vorwarnte. Diese antwortete nur wenig später, dass sich bereits vier 11-3K-Viper-Sondendroiden auf den Weg zu ihnen befanden. Han Solo übernahm daraufhin das Steuer des gestohlenen Fahrzeuges, um das Schiff gerade zu halten. Dabei war Solo auch in Rios letztem Moment dabei, bevor dieser in seinem Sitz an den Folgen seiner Verletzung verstarb.[1]

Beckett bekämpft Enfys Nest.

Um der Gruppe mehr Zeit zu verschaffen, lenkte Val die Aufmerksamkeit der Viper-Sondendroiden auf sich, indem sie eine der Droideneinheiten anschoss. Zur gleichen Zeit sprang Enfys Nest auf den Zug auf und versuchte mit ihrem Elektroripperstab die Leinen des Y-45-Transportladers zu kappen. Es kam zu einem Duell auf dem fahrenden Zug zwischen Beckett und seiner Rivalin Enfys Nest. Letztere verlor dabei aber den Halt vom Zug und sprang wieder auf ihr Swoop-Bike auf.[1]

Verlust der Beute

Tobias Beckett: „Val, du musst sofort runter da von der Brücke! Wir sind da!“
Val: „Die haben mich festgenagelt! Ich muss den Job von hier aus erledigen.“
Tobias Beckett: „Was?“
Val: „War 'ne tolle Zeit, Babe. Und die würde ich gegen nichts eintauschen wollen.“
Tobias Beckett: „Val, nein! Nein!“
— Tobias Beckett und Vals letztes Gespräch (Quelle)

Val verabschiedet sich von Tobias Beckett.

Als Solo darauf hinwies, dass der ATD-C45-Conveyex-Zug bereits die Brücke erreicht hatte, forderte Beckett seine Partnerin auf, sich von der Brücke zurückzuziehen. Obwohl Val zwei der Sonden ausschalten konnte, hatten die übrigen zwei Viper-Sondendroiden sie auf der Brücke festgesetzt. Um den Auftrag zu Ende zu bringe, verabschiedete sich Val bei Tobias Beckett und zündete die angebrachten Sprengladungen mit sich selbst auf der Brücke. Nachdem es Chewbacca gelungen war, den Container nun auch von dem vorderen Teil des Zuges abzukoppeln. Wie von Beckett geplant rutschte der Container von den Schienen und konnte durch die angebrachten Leinen in der Luft gehalten werden, während der Rest des Zuges in die Tiefe stürzte. Allerdings hatten auch die Himmelhunde von Enfys Nests Bande bereits die Harpunen an den Container angebracht und versuchten den Container vom Y-45-Transportlader wegzuziehen. Solo erklärte Beckett, dass er den Container nicht wegziehen könnte, allerdings beharrte Beckett darauf, dass er den Kurs beibehalten sollte und die Himmelhunde zuerst loslassen würden.[1]

Beide Crews kämpfen um die begehrte Ladung.

Enfys Nest selbst verlangte von Solo, Chewbacca und Beckett, die Beute aufzugeben oder sie würden bei dem Auftrag sterben. Als die Fahrzeuge sich immer weiter einem steilen Berg näherten, gab Han Solo die Ladung auf, wodurch auch die Seile der Himmelhunde rissen und der Container in die Tiefe stürzte. Bei dem Aufprall kam es zu einer Detonation, wodurch auch der Berg einstürzte, allerdings konnten alle Beteiligten noch rechtzeitig aus dem Explosionsradius entkommen. Beckett selbst zeigte sich jedoch entrüstet darüber, dass Han Solo die Ladung entgegen seiner klaren Anweisungen aufgegeben hatte und nannte ihn einen Feigling.[1]

Treffen mit dem Auftraggeber

Dryden Vos: „Beckett, du hast mich in eine schreckliche Lage gebracht.“
Tobias Beckett: „Ja, ich weiß und das tut mir sehr Leid.“
Dryden Vos: „Es tut dir Leid?“
Tobias Beckett: „Dryden, es gab Komplikationen und es gab Umstände-“
Dryden Vos: „Enfys Nest ist ein beständiges Ärgernis. Seit Ewigkeiten. Eins mit dem du hättest rechnen müssen. Eins um das du dich hättest kümmern müssen.“
Tobias Beckett: „Vertrau mir, ich weiß ich hab' 'nen Fehler gemacht, aber als ich den Auftrag bekam, hast du zu mir gesagt, niemand sonst-“
Dryden Vos: „Noch einmal, noch ein weiteres Mal und du lernst mich richtig kennen.“
— Tobias Beckett und Dryden Vos streiten sich. (Quelle)

Tobias Beckett beerdigt seine toten Freunde Val und Rio.

Nachdem Beckett seine beiden Freunde beerdigt hatte, schlug er Han Solo mit der Faust ins Gesicht und erklärte ihm die Hintergründe des Auftrages. Obwohl der Revolverheld seinen Schützling vorwarnte, dass er für den Rest seines Lebens ein Gesetzloser sein würde, sofern er mit ihm zu Dryden Vos kommen würde, willigte Han Solo ein, Beckett zur First Light zu begleiten.[1]

Beckett gibt Solo die Chance wegzulaufen.

Ausschlaggebendes Argument, um das Risiko einzugehen, war dabei für Solo die Aussicht darauf, dass Beckett trotzdem einen Weg finden würde, bezahlt zu werden. Obwohl sich Dryden Vos gegenüber Beckett an Bord der kalevalianischen Raumjacht sein Bedauern über Vals Ableben aussprach, so zeigte er sich im Nachhinein alles andere als erfreut über den vermasselten Job. Beckett versuchte sich zu rechtfertigen, indem er meinte, dass Dryden Vos ihm falsche Tatsachen geschildert hatte, allerdings geriet Vos dabei so sehr in Rage, dass seine Vertraute Qi'ra eingreifen musste. Gemeinsam erarbeitete die Gruppe einen Plan, wie Beckett und Han Solo Crimson Dawn die versprochenen 100 kilogramm Coaxium liefern könnten, wobei Solo vorschlug, dass unraffinierte Coaxium aus den Minen von Kessel vom Pyke-Syndikat zu stehlen. Trotz einiger Bedenken ließ sich Dryden Vos auf die Abmachung ein und gewährte Beckett dadurch eine letzte Chance auf Wiedergutmachung.[1]

Hinter den Kulissen

  • In dem Buch Train Heist taucht Vals Opfer für die Gruppe nicht auf.[5] Auch in Solo: A Star Wars Story (Golden Book) wird der Tod von Val nicht gezeigt, wobei Beckett später vage sagt, dass es Rio und Val nicht geschafft hätten.[6]
  • Nur in der Romanvorlage wird der Planet als Vandor-1 betitelt.[4]
  • Viele Konzeptzeichnungen zur Mission von Vandor wurden von dem Künstler James Clyne angefertigt und in dem Buch The Art of Solo veröffentlicht.[7] In einem Interview auf StarWars.com erklärte er am 1. Juni 2018, dass der Zug ursprünglich auf einem Laserstrahl fahren sollte. Da dies jedoch im Zuge der Rangeleien als viel zu gefährlich angesehen wurde, entschied man sich für klassische Gleise. Für ihn war es wichtig die Darstellung des Zuges und der dazugehörigen Gleise möglichst simpel und verständlich zu halten und trotzdem eine logische Zugstrecke entlang der Bergkette zu präsentieren. Für das Design des Zuges selbst ließ er sich von deutschen Militärzügen aus den 30er- bzw. 40er-Jahren inspirieren.[8]
  • Nur in der Comicadaption wird gezeigt, dass Beckett im Besitz einer Kette von Val ist, die er am Ende der Mission über ihr Grab hängt.[9]
  • In einer herausgeschnittenen Szene des Films Solo: A Star Wars Story sollten Chewbacca und Han Solo sich eine Schneeballschlacht liefern. Diese Szene sollte ursprünglich dazu dienen, das freundschaftliche Verhältnis beider Figuren noch einmal humoristisch herauszustellen[10]

Quellen

Einzelnachweise

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