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Kanon-30pxÄra Imperium

Mitth'raw'nuruodos Tagebuch war ein Werk, welches Mitth'raw'nuruodo während seines vermeintlichen Exils und seiner frühen Zeit in der Flotte des Imperiums verfasste. Es diente zur Sammlung seiner Erlebnisse und zur Weitergabe an Personen, mit denen Thrawn sein Wissen teilen wollte. So gab er es Eli Vanto, der es las und sich fragte, ob es mehr als dreißig Einträge gebe.

Inhalt

Erster Eintrag

Alle Wesen beginnen ihr Leben voller Hoffnungen und Ambitionen. Dazu gehört der Wunsch, dass ein direkter Weg zu ihren Zielen führt.
Doch das ist selten der Fall. Vielleicht auch nie.
Manchmal sind die Kurven und Windungen selbst verschuldet, weil sich Ansichten und Ziele im Laufe der Zeit wandeln. In der Regel sind sie aber das Produkt äußerer Einwirkungen.
So war es bei mir. Die Erinnerung daran ist lebhaft, nicht vom Alter vergilbt: Wie sich die fünf Admiräle von ihren Stühlen erheben, als ich in den Raum geführt werde. Die Aszendenz hat ihre Entscheidung getroffen, und sie sind hier, sie zu verkünden. Keiner von ihnen ist glücklich über diese Entscheidung, das kann ich ihnen an den Gesichtern ablesen. Aber sie sind Offiziere und Diener der Chiss, und sie werden ihre Befehle ausführen. Das verlangt allein schon das Protokoll.
Das Urteil fällt genauso aus, wie ich es erwartet habe.
Exil.
Der Planet wurde bereits gewählt. Die Aristocra werden die nötige Ausrüstung bereitstellen, damit meine Isolation nicht durch Raubtiere oder die Elemente ein vorschnelles Ende findet.
Und schon werde ich weggeführt. Einmal mehr hat sich mein Lebenspfad gewendet.
Wohin er mich führen wird, kann ich nicht sagen.

Zweiter Eintrag

Wichtige Entscheidungen oder Ereignisse können den Pfad eines Lebens ändern. Und solche Geschehnisse haben mich auf meinen gegenwärtigen Weg geführt.
Aber manchmal kann auch die kleinste Begebenheit den Pfad in eine andere Richtung lenken. Im Fall Eli Vanto war es ein einzelnes Wort.
Chiss. Wo hatte er diesen Namen gehört? Welche Bedeutung hatte er für ihn? Eine Antwort hatte er bereits gegeben, aber es mochte noch weitere geben. Die Wahrheit hatte nicht selten mehrere Schichten. Wie sahen sie in diesem Fall aus?
Auf einem so großen Schiff gab es nur eine praktikable Möglichkeit, das herauszufinden.
Also beschrieb mein Pfad eine weitere Wendung, und seiner ebenfalls.

Dritter Eintrag

In erster Linie ist der Krieg ein Geschicklichkeitsspiel. Ein Wettstreit, Intellekt gegen Intellekt, Taktik gegen Taktik.
Aber es gibt auch ein Zufallselement, wie man es eher bei Karten- und Würfelspielen findet. Ein weiser Stratege studiert diese Spiele darum ebenfalls und lernt von ihnen.
Die erste Lektion eines jeden Kartenspiels ist, dass die Karten nicht willkürlich benutzt werden können. Nur wer sie in der richtigen Reihenfolge ausspielt, kann den Sieg erringen.
In diesem Fall gab es nur drei Karten.
Die erste wurde auf der Lichtung des Waldplaneten eingesetzt, und das Resultat war der Zugang zur
Strikefast. Die zweite Karte kam an Bord des Schiffes ins Spiel, und hier war das Ergebnis das Versprechen eines Fluges nach Coruscant sowie die Zuweisung von Kadett Vanto als mein Dolmetscher.
Die dritte Karte hingegen war ein Name. Anakin Skywalker.

Vierter Eintrag

Die Richtung des gewählten Pfades diktiert bis zu einem gewissen Grad auch die Pfade, die man kreuzt. So wird sich der Weg eines Kriegers mit dem anderer Krieger überschneiden, mit Verbündeten ebenso wie Widersachern. Der Weg eines Arbeiters hingegen kreuzt die Wege weiterer Arbeiter.
Doch wie bei Karten- und Würfelspielen gibt es auch hier ein Element des Unerwarteten. Manche Überschneidungen sind rein zufälliger Natur, andere sind unausweichlich, und wieder andere entstehen, wenn sich die persönlichen Ziele ändern.
Dann gibt es noch die, die aus Niedertracht erwachsen.
Solche Manipulationen können kurzfristig effektiv sein, aber die langfristigen Konsequenzen sind gefährlich, weil nur schwer vorauszuahnen.
Der Pfad der Arihnda Pryce ist ein perfektes Beispiel hierfür. Eine eingehende, scharfsichtige Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte kann als wertvolle Lektion diesen.
Und als noch wertvollere Warnung.

Fünfter Eintrag

Nicht jeder Widersacher ist zwangsläufig auch ein Feind.
Aber Feunde und Widersacher teilen natürlich auch bestimmte Eigenschaften. Beide betrachten ihr Gegenüber als Hindernis, als Gelegenheit oder als Bedrohung. Eine solche Bedrohung kann bisweilen persönlich sein, oder aber sie ist ein vermeintlicher Verstoß gegen anerkannte Standards und soziale Normen.
In ihrer mildesten Form sind die Angriffe eines Widersachers verbaler Natur. Der Krieger muss dann entscheiden, auf welche Herausforderungen er reagiert und welche er ignoriert.
Oft wird ihm diese Entscheidung jedoch von anderen abgenommen. In solchen Fällen bringt der Mangel an Disziplin den Opponenten bisweilen davon ab, weitere Angriffe zu starten; In der Regel fühlt er sich aber ermutigt und verstärkt seine Angriffe noch weiter.
Un dann, wenn diese Angriffe die Form von Taten annehmen, muss der Krieger seine gefährlichsten Entscheidungen treffen.

Quellen

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