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Der Planet Naboo ist eine abgeschiedene, fruchtbare Welt im Mittleren Rand der Galaxis. Seine Oberfläche ist geprägt von weitläufigen Wäldern, Grasebenen und Feuchtgebieten, in denen eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren heimisch ist. Zahlreiche Flüsse und Seen sind über die Oberfläche verteilt, die nur an wenigen Stellen Spuren von Besiedlung zeigt. Vollkommen einzigartig ist sein Inneres, das nicht aus geschmolzenem Gestein, sondern aus porösem Fels, Wasser und einer energiereichen Substanz besteht, die als Plasma bezeichnet wird. Seine Bevölkerung teilt sich in ein einheimisches Volk von intelligenten Amphibien, bekannt als die Gungans, und zugewanderte Menschen, die sich die Naboo nennen. Die Beziehung war nach einem gewalttätigen Beginn lange Zeit sehr distanziert, wenn auch friedlich.

Naboo schloss sich im Jahr 847 VSY der Galaktischen Republik an. Bekannt wurde dieser Planet durch die Blockade von Naboo seitens der Handelsföderation 32 VSY im Zuge des Streits um die Besteuerung von Handelsrouten. Die Invasion traf die friedliebenden Bewohner hart, konnte jedoch mit der Unterstützung zweier Jedi und durch den mutigen Einsatz der Gungan-Streitkräfte beendet werden. Zwar verhinderte dies nicht die Ereignisse, die einige Jahre später zur Entstehung des Galaktischen Imperiums führen sollten, doch es trug sehr zum besseren Zusammenleben der beiden Völker Naboos bei.

Beschreibung

Landschaft

Die Oberfläche Naboos ist geprägt von beinahe ununterbrochenem Bewuchs und dem reichlich vorhandenen Oberflächenwasser, das etwa die Hälfte des Planeten bedeckt. Zusammen mit seiner klaren Atmosphäre führt dies zum Eindruck einer blau-grünen Sphäre, die lediglich von feinen Wolkenschleiern umgeben ist. Grasflächen und Wälder erstrecken sich über die gesamte Oberfläche und werden von zahllosen Sümpfen, Seen und Flüssen durchzogen. Wo Kanten und Verwerfungen im sonst sehr regelmäßigen Terrain auftreten, finden sich langgestreckte Klippen mit beeindruckenden Wasserfällen. Einige Gegenden sind dabei besonders bekannt, wie zum Beispiel der Lianorm-Sumpf oder das Seenland. Jede dieser Regionen hat ihre ganz eigenen Charakteristiken und Bewohner, viele sind aufgrund ihrer Einzigartigkeit zu beliebten Ausflugszielen geworden. Naboos ganz besonderer Reiz liegt in seiner wilden, weitgehend unberührten Schönheit. Nur wenige Städte sind auf ihm auszumachen, die sich behutsam in die Landschaft einfügen und nicht mit der Brechstange errichtet wurden. Der rücksichtsvolle Umgang der Bewohner Naboos mit ihrer Umwelt trägt entscheidend dazu bei, sein reiches Ökosystem mit dessen empfindlicher Balance zu bewahren. Jedoch unterschieden sie sich in ihren Vorstellungen einer angenehmen Umgebung, weshalb die zwei folgenden, als Beispiele gewählten Landschaften jeweils nur bei einem der beiden Völker Anklang finden.

Eine der wohl attraktivsten Regionen, die von den Naboo besiedelt wurde, ist das Seenland, welches mit seinen zahlreichen stehenden Gewässern, Flusstälern und Wasserfällen seinem Namen gerecht wird. Die Fruchtbarkeit des Bodens und dessen reichlicher, saftiger Bewuchs auf Hängen und Wiesen machen diese Landschaft in jeder Hinsicht zu einer sicheren Heimat und Lebensgrundlage. Auch der geschichtsträchtige Landsitz Varykino, Musterbeispiel der Naboo-Architektur und Familienbesitz der Naberries, befindet sich in dieser Gegend.

Eine völlig andere, und in den Augen der Naboo eher unangenehme Gegend sind die ausgedehnten Feuchtgebiete des Lianorm-Sumpfes, der sich am Rande des Paonga-Sees auf einer Fläche von 85 km² erstreckt. Auch hier ist Wasser allgegenwärtig, auch wenn es sich in Form von Tümpeln, toten Flussarmen und Ausläufern des großen Sees immer wieder mit Stellen von mehr oder minder festem Boden abwechselt. Es ist besonders diese Mischung aus Gewässer, Morast und trockenem Grund, die sowohl das Erscheinungsbild der Landschaft selbst als auch das ihrer Bewohner prägt. Während Menschen und andere Besucher die feuchten, stickigen und oft düsteren Sümpfe meiden, fühlen sich die einheimischen Gungans gemäß ihrer amphibischen Natur in ihnen recht wohl, auch wenn sie sich bereits vor langer Zeit in die Unterwasserstädte zurückgezogen haben. Ungeachtet dessen unternehmen sie noch immer Streifzüge durch diese Gegend, und auch einige religiöse Rituale finden hier statt. Tief verborgen in der Vegetation und zwischen verschlungenen Wasserläufen liegt außerdem einer ihrer heiligen Plätze, der zahlreiche überwucherte Ruinen aus ferner Vergangenheit beherbergt.

Fauna

Gungankrieger auf Kaadus

Inmitten der pflanzlichen Vielfalt hat sich im Laufe der Entwicklung eine reiche Fülle an tierischem Leben eingerichtet, für das der Bewuchs des Planeten Nahrung und Lebensraum zugleich ist. Besonders die Wälder und Seen Naboos sind die Heimat von vielen verschiedenen Spezies, die zu Lande, im Wasser und nicht selten auch amphibisch leben. Das Spektrum der Landlebewesen reicht dabei von winzigen Insekten am Waldboden bis hin zu massigen Wirbeltieren wie den Fambaas. Die Eignung vieler Geschöpfe der Sümpfe und Wälder als Nutztiere hat vor allem für die Gungans eine wichtige Bedeutung, die sich für Transporte und die Gewinnung von Werkstoffen fast ausschließlich der Tiere in ihrer Umwelt bedienen. Bekannt sind dabei unter anderem Lasttiere wie Kaadus und Falumpasets und wichtige Nahrungslieferanten wie Nunas.

Ein Sando-Aqua-Monster.

Unter der Wasseroberfläche hingegen tummeln sich zahlreiche Fische der verschiedensten Farben, Formen und Größen. Am bekanntesten ist wohl die Gruppe der sogenannten Schuppenfische, die sowohl Räuber als auch Algen- und Parasitenfresser in sich vereint. Gleichzeitig ist das Wasser jedoch auch der Lebensraum einiger der größten und wohl auch furchteinflößendsten Geschöpfe Naboos. In den dunklen Tiefen der Unterwasserhöhlen und unüberschaubaren Labyrinthen lauern gewaltige Raubtiere von bizarrer Erscheinung, die als die „Seeungeheuer“ bekannt sind. Es existieren drei verschiedene Arten von ihnen, von denen jede ihre ganz eigene Lebensweise und Erscheinung besitzt. Da sie als äußerst gefährlich bekannt sind und oft in abgelegenen Teilen der Höhlensysteme leben, ist ihre Erforschung schwierig. Hinzu kommt, dass bisher nur die wenigsten eine direkte Begegnung mit ihnen überlebt haben. Wie sie ihre riesigen Körper mit ausreichend Energie versorgen können, ist daher bisher nicht völlig geklärt, jedoch frisst wohl jedes unter anderem das nächstkleinere. Die Opee-Killerfische, Colo-Klauenfische und die geheimnisvollen Sando-Aqua-Monster machen seit Gungangedenken die Wasserwege des Planeten unsicher, was für jede Fahrt eines Bongos ein Risiko bedeutet.

Siedlungen

Insgesamt gibt es nur ein paar Siedlungen, die man als Städte bezeichnen könnte. Die Hauptstadt des Planeten ist Theed, in der sich auch der Palast der Königin befindet. Die Architekten von Naboo prägten im Laufe der Zeit einen charakteristischen Baustil, der ihre Gebäude unverwechselbar macht. Deutlichste Kennzeichen dieser Bauweise sind grünliche Kuppel- oder Spitzdächer, helle Steinfassaden und hohe, bogenförmige Fenster, die nicht selten über das gesamte Stockwerk reichen.

Die wohl faszinierendsten Bauten auf Naboo sind jedoch deutlich schwerer ausfindig zu machen, da sie sich nicht auf der Oberfläche befinden. Verborgen in den Seen und Unterwasserhöhlen des Planeten erschufen sich die Gungans Wohnstätten von bizarrer Schönheit. Mithilfe plasmabetriebener Generatoren entstanden an felsigen Riffen prachtvolle Unterwasserstädte, die aus traubenartigen Verbänden wasserabhaltender Blasen aus Plasma und Blasenwürzextrakt bestehen. Hunderte solcher leuchtender Sphären in den verschiedensten Größen lassen diese Siedlungen im Dunkel der Seen in typischen gelblichen Tönen schimmern. Im Gegensatz zu den Landbewohnern benutzen die Gungans Unterseeboote als wichtigsten Teil ihres Verkehrsnetzes. Ihre Siedlungen verfügen daher über spezielle Dock-Blasen, die als Stellplätze für die sogenannten Bongos dienen.

Gesellschaft

Naboo

Kultur

Die Naboo sind ein menschliches Volk, das über alle Maßen harmoniebestrebt, friedliebend und künstlerisch orientiert ist. Mit ihrem umsichtigen Handeln versuchen sie, dass Gleichgewicht und die Schönheit in ihrer Umgebung zu erhalten, was sich besonders auf ihre Bauwerke auswirkt. Städte, die von ihren Baumeistern geplant werden, fügen sich in die Landschaft ein ohne diese dabei zu zerstören. Auch erschufen die Naboo eine funktionierende Plasma-Energieversorgung und zahlreiche beeindruckende Raumschiffe, beispielsweise aus den Manufakturen in Theed.

Staat

Königin Neeyutnee 22 VSY

Mit der Entstehung des Volkes der Naboo bildete sich eine demokratische Monarchie heraus, bei der stets der oder die Weiseste und Fähigste an der Spitze des Staates stehen soll. Es gilt bei der Wahl das Prinzip der geistigen Reife und der Weisheit, die die Bürger unabhängig von ihrem Alter wichtige Tätigkeiten übernehmen oder sie an der Auswahl der dafür geeigneten teilhaben lässt. Oft wählt das Volk junge Königinnen, da auf eine kindliche Weisheit setzt, die reiner als die von Erwachsenen sein soll. Padmé Amidala war bei ihrer Ernennung zur Königin gerade einmal 14 Jahre alt.

Die übrige Innen- und auch die Außenpolitik folgen ebenfalls streng den Werten und Zielen der Naboo, gerade deshalb setzt man im Umgang mit fremden Völkern ausschließlich auf die Mittel der Diplomatie. Ein tatsächliches Ausüben von Druck auf andere Welten wäre auch kaum möglich, da die Naboo gemäß ihrer pazifistischen Einstellung lediglich über eine relativ kleine Freiwilligenarmee verfügen, die als Königliche Sicherheitstruppe bezeichnet wird.

Hauptstadt

Die am Rande einer Klippe gelegene Stadt Theed ist die zweitgrößte Ansiedlung der Naboo und auch der Sitz ihres Monarchen. Die Tatsache, dass sich hier auch das Zentrum von Kunst, Kultur und Bildung dieses Volkes befindet, grenzt sie als Hauptstadt gegenüber dem größeren und geschäftigeren Keren ab. Theed ist geprägt von der typischen Bau- und Lebensweise der Naboo, die Harmonie Priorität und der Natur ihren Raum geben. Das Stadtbild ist daher ruhig, beinahe klassisch, und weist viel Grün zwischen den sandsteinfarbenen Gebäuden auf. Einen besonderen Reiz erhält die Stadt durch ihre Lage an den Virdugo-Fällen.

Der Palast der Hauptstadt Theed.

Den architektonischen Höhepunkt unter den vielen einmaligen Bauwerken der Stadt ist wohl der Königliche Palast. Dieser liegt am äußersten Rand der Klippe, und überblickt mit seinen hohen Türmen nicht nur Theed selbst, sondern auch die Tiefebene jenseits des Abgrunds. Auffällig ist jedoch eine neue Errungenschaft der Stadt, die in einem deutlichen Kontrast zu allen übrigen Bauwerken steht: Der nach der Schlacht um Naboo errichtete Raumhafen ist mit seinen untypisch kühlen Farben und Formen ein Beleg dafür, dass man nun eher bereit war, Traditionen zu beugen und der Zweckmäßigkeit Vorrang zu geben.

Gungans

Kultur

Eine Gruppe Gungans

Im Gegensatz zu ihren menschlichen Nachbarn besteht das Volk der Gungans aus zwei verschiedenen Spezies, den Otollo und Ankura, die seit langer Zeit eine gemeinsame Gesellschaft bilden. Deren wohl auffälligstes Merkmal, das die Entwicklung und die Lebensweise ihrer Mitglieder maßgeblich prägt, ist die enge Naturverbundenheit und das Streben nach dem Erhalt der natürlichen Balance. Sie verwenden keine motorisierten Fahrzeuge, mit Ausnahme ihrer Bongos, sondern verlassen sich allein auf Last- und Reittiere - auch für militärische Zwecke. Die meisten Gebrauchsgegenstände entstehen aus natürlichen Werkstoffen, während Bauwerke und Komponenten für Großgerät in einem organischen Prozess zur gewünschten Form und Größe herangezüchtet werden. Eine weitere, die ebenfalls zum Bau der prächtigen Unterwasserstädte genutzt wird, ist die des Hydrostatischen Feldes. Die nötige Energie für die verschiedenen Anwendungen stammt nicht aus gewöhnlichen Reaktoren, sondern wird aus dem für Naboo typischen Plasma gewonnen.

Ungeachtet ihres technischen Entwicklungsstandes und komplexer Traditionen galten die Gungans im Allgemeinen als primitives Volk und unbedeutender Nachbar der Naboo - insbesondere in deren Augen. Ausschlaggebend dafür war zum einen die schlichte Tatsache, dass kaum jemand nähere Kenntnisse über Lebensweise und Errungenschaften dieser Gesellschaft besaß, und somit nur ein sehr oberflächliches Urteil möglich war. Zum anderen galt die Fähigkeit beziehungsweise die Bemühungen zur Raumfahrt als entscheidender Indikator für die Fortschrittlichkeit, wofür sich die Gungans jedoch bis 32 VSY nie interessiert hatten.

Staat

Rugor Nass, Boss im Jahr 32 VSY.

Auch die Gesellschaftsstruktur und staatliche Organisation der Gungans ist stark von Traditionen geprägt. Noch immer hat das Prinzip der absoluten Monarchie Gültigkeit, das einem einzelnen Anführer uneingeschränkte Macht über das gesamte Volk verleiht. Sein Wort hat zwar Gesetz, jedoch trägt er auch allein die Verantwortung für das Wohlergehen des Volkes. Bei dieser Aufgabe steht ihm für wichtige Entscheidungen ein kleiner Kreis von Beratern, bekannt als Rep-Rat, zur Seite, die ihn mit Wissen und Ratschlägen zur Seite stehen, jedoch selbst keine Macht besitzen. Auch im Bereich der Rechtsprechung hat der Boss das letzte Wort über Verurteilung oder Begnadigung.

Anders als die Naboo sehen die Gungans das Militär und die damit verbundenen Traditionen als einen wichtigen Bestandteil ihrer Gesellschaft. Um das Überleben des Volkes zu sichern, etablierte sich vor langer Zeit die sogenannte Große Armee, die prinzipiell jeden zum Kampf geeigneten Gungan Naboos mit einschließt.

Hauptstadt

Verborgen in den Tiefen des Paonga-Sees liegt mit Otoh Gunga die bedeutsamste und wohl auch größte Unterwasserstadt Naboos, welche seit vielen Jahrhunderten ein abgeschiedener Wohnort, Arbeitsplatz und kulturelles Zentrum ist und mittlerweile über eine Millionen Einwohner beherbergt. Ihr Äußeres mit seinen organischen und reich verzierten Formen entspricht dem typischen Konstruktionsstil der Gungans, die Baukomponenten nicht künstlich, sondern in einem bisher rätselhaften Wachstumsprozess erzeugen. Auch die gelblich schimmernden hydrostatischen Blasen, die den eigentlichen nutzbaren Raum bilden und von verschiedenen organischen Strukturen getragen werden, blieben bislang unerklärt.

Geschichte

Frühgeschichte

Zu einer Zeit, als weder Gungans noch Menschen Naboo bevölkerten, herrschte ein unbekanntes Volk über den Planeten. Man weiß nicht, wie seine Kultur ausgesehen haben mag, und auch ihr Untergang konnte noch nicht geklärt werden. Tatsache ist jedoch, dass sie bereits lange vor der Zeit der Gungans verschwunden waren, Kontakt mit ihnen gab es anscheinend nie. Das einzige, was von der untergegangenen Kultur übrig blieb, sind die steinernen Ruinen, die über den ganzen Planeten verteilt sind.

In der Zeit nach dem Untergang der Alten und vor der Ankunft menschlicher Siedler waren die Gungans die einzig bekannte intelligente Spezies des Planeten.

Naboo-Krise

Um das Jahr 32 VSY bedrohte eine Initiative des Galaktischen Senats zur Besteuerung von Handelsrouten die Interessen der Handelsföderation, die in einigen Teilen des Mittleren Randes eine regelrechte Monopolstellung besaß. Auch der In- und Exporthandel auf Naboo lief größtenteils über diese Gesellschaft ab, sodass nur verhältnismäßig wenige Frachtschiffe von heimischen Unternehmen daran beteiligt waren. Um ihrem Protest Nachdruck zu verleihen, errichtete die Handelsföderation mit ihren Schlachtschiffen eine Blockade um den Planeten, und schnitt ihn damit von der Außenwelt ab. Der Oberste Kanzler Finis Valorum entsandte daraufhin den Jedi-Meister Qui-Gon Jinn und dessen Padawan Obi-Wan Kenobi nach Naboo, um dort Verhandlungen mit Vizekönig Nute Gunray aufzunehmen. Valorum plante, damit die Kompromissbereitschaft der Föderation zu erreichen, noch bevor die Sondertagung des Senats mit den Debatten über diesen Vorfall beginnen würde. Das überraschende Eintreffen der Gesandten an Bord des Flaggschiffes der Föderation verfehlte jedoch seine Wirkung. Auf Anweisung des geheimen Drahtziehers der neimoidianischen Blockade, Darth Sidious, versuchte die Föderation, die Jedi zu töten, damit diese ihnen keinen Strich durch die Rechnung machen konnten.

„Die Unterbrechung des Kommunikationssystems kann nur eins bedeuten: Invasion.“
— Sio Bibble (Quelle)

Die Jedi sprechen vor dem Rat der Gungans.

Die beiden Jedi überlebten den Anschlag jedoch, und gelangten an Bord von Landungsschiffen auf die Planetenoberfläche, wo nun die Droidenstreitkräfte der Handelsföderation aufmarschierten. Die Monarchin der Naboo, Königin Amidala, gab Anweisung, keinen Widerstand zu leisten und hoffte auf eine rasche Beilegung des Konfliktes durch den Senat. Als Theed von der Föderation eingenommen wurde, traten die Jedi gerade Boss Nass, dem Anführer der Gungans, und seinem Rep-Rat gegenüber. Dieser zeigte sich an den Problemen der Naboo nicht interessiert, und die Gesandten schilderten ihm die möglichen Auswirkungen des Einmarsches auch für sein Volk ohne Erfolg. Mit einem geliehenen Bongo und in Begleitung von Jar Jar Binks, dem Qui-Gon zuvor im Wald das Leben gerettet hatte, machten sich die Jedi auf den Weg durch die gefährliche Unterwasserwelt in Richtung des Regierungssitzes der Naboo. Nach einigen brenzligen Begegnungen mit den im Felslabyrinth heimischen Wassermonstern erreichte das Trio den durch Theed fließenden Fluss Solleu, und kamen gerade noch rechtzeitig, um die gefangen genommene Amidala zu befreien. Die Föderation wollte sie dazu zwingen, einen Vertrag zu unterschreiben, der die Invasion für legal erklären würde. Das Druckmittel dazu sollte ihr geliebtes Volk sein, das schwer unter der brutalen Behandlung durch die Besatzungstruppen litt. Die befreite Regentin wollte nun schnellstmöglich nach Coruscant reisen, um dort dem Senat ihre Bitte um sofortige Hilfe zu unterbreiten.

Beim Durchbrechen der Blockade im Orbit von Naboo wurde das königliche Schiff jedoch so stark beschädigt, dass die Gruppe gezwungen war, auf dem entlegenen Tatooine zu landen. Nur durch den selbstlosen Einsatz des jungen Sklaven Anakin Skywalker, der in einem Podrennen Kopf und Kragen riskierte, konnten die nötigen Ersatzteile beschafft werden. Die Königin und ihre Mitreisenden konnten nun Coruscant erreichen, wo sie der Oberste Kanzler und der Senator des Chommell-Sektors, Palpatine, bereits erwarteten. In der folgenden Senatssitzung musste die junge Monarchin mit bitterer Enttäuschung feststellen, dass es die erhoffte schnelle Hilfe für ihr gepeinigtes Volk nicht geben wird. Die Handelsföderation sabotierte mithilfe weiterer Abgeordneter gezielt den Antrag auf ein rasches Eingreifen des Senats in die Naboo-Krise, und forderten zunächst die Einrichtung eines Ausschusses. Amidala stellte schließlich einen Misstrauensantrag gegen den Kanzler, der diesem Problem ganz offensichtlich machtlos gegenüberstand. Ohne das Ergebnis der Wahlen für die Nachfolge Valorums abzuwarten, begab sich die Königin mit ihrem Gefolge und den Jedi auf die Rückreise nach Naboo, fest entschlossen, der Invasion auf eigene Faust ein Ende zu setzen.

„Ihr'se also gar nicht denken, ihr'se besser als die Gungans? Mir'se das gefallen ganz sehr. Vielleicht wir'se werden Freunde sein...“
Rugor Nass (Quelle)

Amidala tritt mit ihrem Gefolge vor Boss Nass.

Es war jedoch offensichtlich, dass die Königliche Sicherheitstruppe unter Führung von Captain Panaka allein nicht in der Lage sein würde, die Invasoren zurückzuschlagen. Der Königin blieb nun keine andere Wahl, als auf die Hilfe der Gungans zu hoffen, die ihr Volk so lange als rückständig verachtet hatte. Boss Nass hatte Otoh Gunga evakuieren lassen, und war mit den seinen zum Heiligen Ort geflüchtet, wo sie vor der Entdeckung durch die Föderationstruppen vorerst sicher waren. Zunächst gab der sture Gungan sich ablehnend gegenüber dem Hilfegesuch der jungen Frau, bis Padmé überraschend vortrat, und sich als die wahre Königin zu erkennen gab, die sich zu ihrem Schutz von Sabé, eine ihrer Zofen, verkörpern ließ. Sie entschuldigte sich für das Täuschungsmanöver und kniete mit ihren Mitreisenden vor Nass nieder. Dieser Vertrauensbeweis und die unerwartete Respektbezeugung vermochten schließlich den Gungan-Anführer umzustimmen. Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihm, eine Armee aufzustellen, die sich auf der Großen Grasebene der Föderation entgegenstellte und damit den Naboo wertvolle Zeit für ihren geplanten Angriff auf das Droiden-Kontrollschiff zu schaffen. Dank diesem Ablenkungsmanövers gelang es Amidala, den Jedi und einigen Mitgliedern der Sicherheitstruppe, den Hangar von Theed zu stürmen und die dort festgehaltenen Piloten zu befreien. Diese begaben sich umgehend in ihre N-1 Jäger, um den Angriff im Orbit zu starten. Als dies geschehen war, stellte Darth Maul sich der Gruppe in den Weg, der sie auf Anweisung Sidious' seit ihrer Flucht von Naboo verfolgte und bereits auf Tatooine attackiert hatte.

Während sich die Jedi ihres gefährlichen Verfolgers annahmen, schlichen sich die verbliebenen Soldaten und die Königin in den Palast, um die Anführer der Handelsföderation zu stellen. Die Verwendung eines Doubles für Amidala erwies sich hierbei als äußerst wirksam, der Vizekönig konnte schließlich verhaftet werden. Auch der Angriff auf das Kontrollschiff war erfolgreich verlaufen, wenn auch gänzlich anders als geplant. Anakin Skywalker, der mehr durch ein Missgeschick an der Raumschlacht teilnahm, zerstörte nach einer Bruchlandung im Inneren des Schiffs dessen Reaktorsystem, was zu einer gewaltigen Explosion führte. Sämtliche Kampfdroiden fielen daraufhin auf einen Schlag aus, die Handelsföderation war geschlagen. Zwar war dieser Sieg ein beachtlicher Triumph, doch der Preis war hoch. Neben zahllosen Gungans und einigen Mitgliedern der Sicherheitstruppe ließ auch der Jedi Qui-Gon Jinn im Kampf für die Freiheit Naboos sein Leben. Seine Bestattung erfolgte nach alter Tradition der Naboo im Begräbnistempel von Theed.

Siegesfeier in Theed.

Diese dramatischen Ereignisse waren für die Bewohner des friedlichen Naboo ein Schock, und hatten auf die Jahre danach weitreichende Auswirkungen. Die Naboo - bis dahin gewissermaßen verwöhnt durch ein ruhiges Leben und geprägt von ihrer harmoniebestrebten und idealistischen Gesellschaft - lernten mit diesem herben Einschnitt in ihre Weltvorstellung die harte Realität in der Galaxis kennen. Die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen stiegen deutlich und mit neuen Verkehrseinrichtungen, wie zum Beispiel Raumhäfen, bemühte man sich um eine stärkere Beteiligung an der Betriebsamkeit der umliegenden Handelswege. Vor allen Dingen aber schweißte der gemeinsame Kampf gegen eine äußere Bedrohung Gungans und Naboo zusammen und ebnete den Weg für mehr gegenseitige Akzeptanz und Zusammenarbeit, wie sie in der zuvor so unterkühlten Beziehung nicht denkbar schienen. Auch die Gungans stellten von nun an einen eigenen Repräsentanten für den Senat.

Zerbrechende Harmonie

In der Zeit nach der Naboo-Krise wandelte sich die gesellschaftliche Situation auf Naboo zusehends. Neben den erwähnten verstärkten Verteidigungsmaßnahmen waren auch Veränderungen im Bewusstsein der Bevölkerung, besonders bei den Naboo, zu beobachten. Die Zeiten, in denen man sich in Sicherheit wiegen konnte, und sich im Großen und Ganzen aus dem politischen und wirtschaftlichen Trubel der restlichen Galaxis heraushalten konnte, waren vorüber. Die daraus folgende stärkere Beteiligung am allgemeinen Geschehen bedeutete für den Planeten, alle Chancen und Gefahren mit den anderen zu teilen. Königin Jamillia, Padmés Nachfolgerin, sollte so gut wie möglich nach außen eine heile Welt verkörpern, wozu auch ihre persönlichen Berater beitrugen.

Padmé Naberrie, die inzwischen ihren Heimatsektor im Senat repräsentierte, musste sich inzwischen genauso damit abfinden, dass allgemeiner Frieden und Harmonie nichts weiter waren als ein romantischer Wunschtraum ihrer Landsleute. Dennoch setzte sie sich unermüdlich dafür ein, dass Verhandlungen gegenüber einer bewaffneten Auseinandersetzung der Vorzug gegeben wurde. Sie stand daher dem neuen Militärgesetz, das die Aufstellung einer Armee der Republik beinhaltete, ablehnend gegenüber, da es ihrer Ansicht nach nichts weiter wäre als ein Herausfordern der Separatisten.

Klonkriege

Als 22 VSY Kampfdroiden auf Naboo gesichtet und von den Sicherheitstruppen eliminiert wurden, befürchtete man eine baldige Invasion. Als Senatorin Amidala und Abgeordneter Jar Jar Binks auf der Suche nach der Basis der Separatisten im Lianorm-Sumpf entführt wurden, informierte man die Jedi Anakin Skywalker, Obi-Wan Kenobi und Ahsoka Tano. Während Ahsoka zusammen mit der Shaak-Hüterin Peppi Bow nach Amidala und Binks suchen sollte, zeigte Captain Gregar Typho den anderen Jedi eine Aufzeichnung aus dem Speicher der Kampfdroiden, in der Dr. Nuvo Vindi mit der Freisetzung des gefährlichen Blauschattenvirus drohte. Das Labor des Wissenschaftlers konnte ausfindig gemacht werden und wurde von den Jedi und ihren Klontruppen infiltriert. Die hergestellten Virusbomben wurden sichergestellt.

Zwei Jahre später verbündete sich Rish Loo, ein Gungan-Minister mit Graf Dooku. Er schenkte Boss Lyonie ein Amulett, wodurch dessen Sinne getäuscht wurden. Lyonie plante nun einen Krieg gegen die Naboo und deren Hauptstadt Theed. Doch Jar Jar Binks holte Anakin Skywalker und Padmé Amidala nach Naboo, um Lyonie umzustimmen. Rish Loo begegnete den dreien am Ende der Ratesversammlung vor dem Angriff. Skywalker durchschaute den Trick und riss das Amulett von Lyonies Hals. Der Gunganboss erzählte ihnen dann, dass er dieses von Loo bekommen hatte.

Der Gunganminister redete derweilen mit Dooku, er berichtete dem Count, dass alles bereit zum Angriff wäre und forderte seine Belohnung. Dooku versicherte ihm, dass er diese bekommen würde. Die Unterhaltung wurde von Lyonie, Anakin, Padmé und Jar-Jar unterbrochen. Ersterer konnte von Loo nochmals beeinflusst werdern, auf die anderen drei hetzte Loo seine BX-Kommandodroiden. Er rammte dem Gunganboss ein Messer in den Leib und flüchtete mit einem Bongo. Da sich die komplette Gungan-Armee bereits in Angriffsstellung befand, erzählte Rish Loo den Gungankriegern, dass der Gunganboss gestorben sei, und dass die Attacke wie geplant stattfinden sollte. Doch plötzlich stolperte Jar-Jar, als Lyonie verkleidet, aus dem Gebüsch, stimmte die Armee wieder um und erzählte ihnen die wahre Geschichte über Loo. Dieser flüchtete mit einem Speeder und wurde von Skywalker auf einem Kaadu verfolgt. In der rasanten Verfolgungsjagd wurde der Gungan noch einmal von Dooku kontaktiert. Dieser sagte, dass er den Jedi in sein Versteck locken sollte. Loo befolgte den Befehl, wurde aber dort von Dooku erstochen.

Zur Zeit des Galaktischen Imperiums

Durch die Ereignisse 19 VSY, die in der Ausrufung des Galaktischen Imperiums gipfelten, verlor Naboo jedoch eine seiner beliebtesten Persönlichkeiten. Padmé Amidala, die hochgeschätzte ehemalige Königin und spätere Senatorin, verstarb bei der Geburt ihrer Zwillinge. Die Bevölkerung zeigte eine große Anteilnahme an ihrem Schicksal, in einem Trauerzug durch Theed nahmen zahllose Naboo und auch Gungans still von ihr Abschied. Auch Naboo wurde nach der Auflösung der Galaktischen Republik ein Teil des Imperiums, und seine freiheitsliebenden Bewohner waren nun gezwungen, unter dem Schatten dieser Gewaltherrschaft zu leben.

Erst 4 NSY, nach dem Sieg der Rebellen-Allianz bei Endor hatte die Besatzung durch das Imperium ein Ende. Die Befreiung wurde anschließend von den Bewohnern Naboos in einem riesigen Fest gefeiert, so wie es zur gleichen Zeit auf zahlreichen anderen Planeten getan wurde. Ein paar Monate später war Naboo darin beteiligt, Waisenkinder, die Teil der Knöchelbeißerbrigade waren, aus der Gefahrenzone in CoCo Town zu bringen und sie in Theed zur Adoption freizugeben.

Hinter den Kulissen

  • Aufgrund seiner bedeutenden Rolle in Die dunkle Bedrohung wurde für die Filmproduktion besonderer Wert auf die Gestaltung und Darstellung Naboos gelegt. Die visuellen und inhaltlichen Entwürfe wurden in einer großen Detailtiefe angefertigt, sodass während der Konzeptphase eine breite Fülle von Lebewesen, zahlreiche Pflanzen und mit ihnen ein komplettes Ökosystem entstand. Zwar ist nur ein Bruchteil davon in der Endfassung des Films enthalten, jedoch hielt vieles davon später Einzug in die Literatur, beispielsweise in The Wildlife of Star Wars. Auch die vielfältigen Landschaftskonzepte sollten zu einem unverwechselbaren Äußeren Naboos zusammengefügt werden. In ähnlicher Weise wie die Naboo eine idealisierte menschliche Gesellschaft repräsentieren sollten, war das Erscheinungsbild des Planeten an eine unbebaute und unverschmutzte Erde angelehnt, und sollte einen Eindruck von Idylle und Lebendigkeit vermitteln. Zentrale Zielsetzung für die Gestaltung Naboos war die Erschaffung einer unbekannten, exotischen Welt, die zugleich ausreichend vertraut wirken und die gewünschte Atmosphäre zum Ausdruck bringen musste. Diese Ausstrahlung wurde auch für Der Angriff der Klonkrieger weiterverfolgt. In der zweiten Episode hebt sich Naboo noch deutlicher als zuvor von den übrigen Handlungsorten ab, und dient dabei als Schauplatz für die Romanze zwischen Anakin und Padmé.
  • Die Schauplätze Naboos in Die dunkle Bedrohung und in Der Angriff der Klonkrieger wurden in Sevilla, Spanien, z. B. auf dem Spanischen Platz gedreht.
  • Nabu ist der babylonische Gott der Weisheit, NABU hingegen der Naturschutzbund Deutschland.

Quellen

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