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„Freunde, auf Naos III gibt es nur die Namen, mit denen man derzeit angesprochen werden möchte.“
— Ein Barmann zu Kenobi und Skywalker (Quelle)

Naos III ist ein abgeschiedener Mond und Grenzwelt im Äußeren Rand nahe der Perlemianischen Handelsstraße, dessen Landschaft von verschneiten Hügeln dominiert wird. Einzig die unterirdischen Vulkane sorgen dafür, dass der Schnee in Schlamm umgewandelt wird. Die größte Siedlung heißt ebenfalls Naos III und wird von Schmugglern und Piloten bewohnt, die durch die abgelegene Lage des Mondes hoffen, untertauchen zu können. Der Mond wird von der Naos III-Handelsgesellschaft beherrscht, da sie den Handel mit dem einzigen Exportprodukt von Naos III, Naos-Scharfzähnen, kontrolliert. Den größten Bevölkerungsanteil stellen Rodianer und Twi'leks dar, allerdings sind auch Vertreter anderer humanoider Spezies auf dem Mond zu finden.

Der Mond wurde von Rodianern und Twi'leks kolonisiert, welche die einheimische Fauna und Flora auf der Suche nach Ryll ausrotteten. Als die Ryll-Adern erschöpft waren, blieb der Mond weiterhin bewohnt, wurde jedoch zum Sammelplatz für Verbrecher, die sich verstecken wollten. Während der Klonkriege wurde Naos III von den beiden Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker besucht, welche die Twi'lek Fa'ale Leh aufspürten, um einige Informationen über einen ihrer früheren Aufträge zu erhalten. Obwohl sie dabei von einigen Söldnern angegriffen wurden, gelang es ihnen, den Mond mit Leh wieder zu verlassen.

Beschreibung

„Es gibt auf Naos III nicht viel zu tun, wenn man nicht angeln geht.“
— Obi-Wan Kenobi (Quelle)

Die Landschaft von Naos III wird durch weite Hügellandschaften geprägt, die durch Brücken verbunden sind und auf denen die Siedlungen entstehen. Die Brücken führen über die Flüsse, die von den steilen Bergen ins Tal fließen. Gelegentlich geschieht es auch, dass die reißenden Flüsse zufrieren. Die Höhlensysteme des Mondes werden durch unterirdische Vulkane geheizt. Diese Vulkane sind es auch, welche das Eis tauen und den stetig fallenden Schnee in Schlamm verwandeln. Die wenigen Siedlungen bestehen aus kleinen Häuseransammlungen mit nicht gepflegten Straßen. Allerdings existieren auf Naos III zahlreiche Bars und Kasinos, wo sich viele Bewohner des Mondes aufhalten. Größere Infrastruktur ist in den Siedlungen nicht zu finden.

Vor der Kolonialisierung des Mondes bot Naos III eine weitreichende Fauna und Flora, die jedoch mit der Ankunft der Einwanderer schon früh ausgerottet wurde. Stattdessen wurden Rycrits und Banthas auf den Mond gebracht, die aufgrund der Kälte ein dickeres Fell entwickelten. Das bekannteste Tier von Naos III ist der Naos-Scharfzahn, der in den Flüssen lebt, die von den Bergen abfallen. Er laicht nur in den kältesten Monaten und im kältesten Wasser, was die Suche nach den Fischen aufwändig und teuer macht. Der Fisch wird schockgefroren als Delikatesse in die ganze Galaxis exportiert, wo sein rosafarbenes Fleisch hohe Preise erzielt.

Da sich nie jemand die Mühe machte, einen Namen für die zentrale Ansiedlung des Mondes zu finden, wird sie ebenfalls Naos III genannt. Da sie auf mehreren Hügeln aufgebaut ist, verbinden Brücken die einzelnen Teile miteinander. Unter den kaum gepflegten Straßen aus Ceramabeton befinden sich Heizeinheiten, um den Schnee zu tauen – das Ergebnis ist, dass die Straßen mit einer kniehohen Schlammschicht bedeckt sind. Die Häuser sind niedrige Containerbauten, die unter den widrigen Bedingungen zu leiden haben. Das Stadtbild prägen zahlreiche Bars, wie zum Beispiel das Zum verzweifelten Piloten, Hotels oder Kasinos, in denen sich die Bewohner von Naos III treffen. Das Palace-Hotel beispielsweise war dafür bekannt, Prostituierte zu beschäftigen und zählte zu den bekanntesten Orten, wo die Frauen, zumeist Lethan-Twi'leks, arbeiteten. Ein Großteil der Institutionen wurde von der Naos III-Handelsgesellschaft kontrolliert. Daneben gibt es einen gewöhnlichen Raumhafen für den Import von Nahrungsmitteln und den gelegentlichen Besuchern.

Gesellschaft

„Ich werde irgendwie den Eindruck nicht los, dass hier auch während der Arbeitsstunden getrunken wird.“
— Anakin Skywalker (Quelle)

Die Bewohner des Mondes sind meist gestrandete Schmuggler oder Söldner. Die Abgeschiedenheit des Mondes stellt für sie einen Platz dar, wo sie unentdeckt bleiben können, zumal man dort auch ohne Probleme den Namen wechseln kann. So war es auch möglich, dass sich zahlreiche weibliche Lehtan-Twi'leks; Twi'leks mit der seltenen roten Hautfarbe; auf dem Mond niederließen. Um nicht entdeckt zu werden, geben viele Bewohner an, auf Naos III geboren zu sein. Allerdings kam es auch vor, dass Lakaien der Schwarzen Sonne oder Kopfgeldjäger nach Naos III geschickt wurden, um Personen, die sich etwas gegen die Auftraggeber der Kopfgeldjäger zu Schulden kommen ließen, gefangen zu nehmen oder zu töten. Zu den meist humanoiden Spezies, die sich ebenfalls ansiedelten, zählen Twi'leks und Rodianer, welche den größten Bevölkerungsanteil stellen, aber auch Menschen, Trandoshaner, Falleen und andere humanoide Spezies leben auf dem Mond. Aufgrund der Armut auf dem Mond sind viele Bewohner gezwungen, ihre Kleidung abzutragen. Allerdings ist es üblich, sich den Witterungen entsprechend mit Stiefeln und Thermojacken auszurüsten. Auch ist es keine Seltenheit, dass der Alkohol selbst hergestellt wird.

Die meiste Zeit verbringen die Bewohner in den Bars oder Spielhallen, wo sie sich betrinken oder ihr Geld verspielen, was auch in der Arbeitszeit geschieht. Zu den wenigen Arbeitern, die zumeist für die Handelsgesellschaft arbeiten, gehören die Angler, welche Naos-Scharfzähne aus den Flüssen fangen, was allerdings eine lebensgefährliche Aufgabe darstellt. Danach werden die Fische von Kurieren in die Stadt gebracht, um von dort aus exportiert zu werden. Dies ist eine Aufgabe, die von den zahlreichen gestrandeten Frachterpiloten übernommen wird, die auf Naos III keine Arbeit finden. Allerdings gilt es als todesmutig, die schockgefrorenen Fische über die Perlemianische Handelsstraße in den Galaktischen Kern zu fliegen. Andere, meist gut gebaute Männer, arbeiten als Barmänner. Die weiblichen Twi'leks sind oft als Prostituierte beschäftigt. Bestechlichkeit ist auf Naos III nicht selten und wird sogar als normal angesehen. Obwohl viele der Arbeiter ein regelmäßiges Einkommen von der Gewerkschaft erhalten, können nur wenige den Planeten wieder verlassen. Grund dafür ist, dass die Arbeiter ihr Einkommen am Feierabend wieder in den Bars und Kasinos ausgeben.

Die Abgelegenheit des Mondes führt dazu, dass es kaum Besucher gibt. Lediglich reiche Sportfischer halten sich zuweilen auf Naos III auf, doch fehlt es dem Mond an Infrastruktur, um sich für Touristen interessanter zu machen.

Obwohl der Planet keine offizielle Regierung besitzt, kontrolliert die Naos III-Handelsgesellschaft den Mond. Offiziell ist sie für das Fangen und den Export der Tiere verantwortlich. Sie ist maßgeblich für den Export der Naos-Scharfzähne verantwortlich, was den größten Teil der Einnahmen von Naos III ausmacht. Die Gesellschaft betreibt viele Geschäfte, Hotels, Spielhallen und Kasinos. Die Polizei von Naos III ist dafür bekannt, alles zu erlauben.

Geschichte

Kenobi: „Das muss die fünfzehnte [Bar] sein, an der wir vorbeigekommen sind.“
Skywalker: „In dieser Straße. Wenn wir in jeder etwas getrunken hätten, wären wir betrunken gewesen, bevor wir auch nur die Brücke erreicht hätten.“
Kenobi: „Mit etwas Glück.“
— Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi durchqueren Naos III (Quelle)

Vor seiner Kolonialisierung war Naos III zwar schon von Schnee bedeckt, doch verfügte er über eine Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten. Mit den Kolonisten, vor allem Rodianer und Twi'leks, wurden sie jedoch schnell ausgerottet, da die Einwanderer in den Höhlensystemen Ryll zu finden hofften. Als sämtliches Ryll abgebaut worden war, wurde Naos III fast völlig verlassen, sodass nur noch wenige Siedlungen bestehen blieben. Der Grund dafür war der Naos-Scharfzahn; ein Fisch, der als Delikatesse in der ganzen Galaxis gehandelt wird. Der Markt wurde von der Naos III-Handelsgesellschaft kontrolliert, die den Export der Tiere über die nahegelegene Perlemianische Handelsstraße sicherte. Dabei übernahm sie die Kontrolle des Planeten, da ihre Arbeiter das Geld bald wieder in Bars und Spielhallen ausgaben, die ebenfalls von der Gesellschaft betreut wurden. Trotz seiner abgelegenen Position war Naos III deshalb auch in den Hyperraumkarten der galaktischen Institutionen eingetragen. Auch die Twi'lek Fa'ale Leh ließ sich auf Naos III nieder. Nach zahlreichen Flügen, bei denen sie Gewürz von Ryloth in den Hutt-Raum geflogen hatte, und einem Auftrag, das experimentelle Raumschiff Scimitar auf Coruscant abzuliefern, versteckte sie sich vor ihren Verfolgern auf dem Mond und nahm den Namen Genne an.

Kurz vor dem Ende der Klonkriege im Jahr 19 VSY suchten die Jedi Obi-Wan Kenobi und Anakin Skywalker den Mond auf, da sie sich auf der Suche nach Fa'ale Leh befanden. Sie hatten herausgefunden, dass Feh es gewesen war, die die Scimitar nach Coruscant gebracht hatte. Nachdem sie zahlreiche Bars erfolglos durchsucht hatten, bestach Kenobi einen Barmann und fand so ihren Aufenthaltsort heraus. Als die Jedi sie befragen wollten, wurden sie von mehreren Attentätern angegriffen, die sie allerdings ausschalten konnten. Danach kehrten sie mit zwei Speedern, die Leh für Notfälle versteckt hatte, zu dem Schiff der Jedi zurück. Auf dem Weg dorthin wurden sie erneut von einigen Söldnern attackiert, wobei Leh ihren rechten Lekku verlor. Allerdings gelang es den Jedi, sie auf das Schiff zu bringen und den Mond zu verlassen. Sie flogen nach Belderone, wo Leh sich wieder erholte. Mithilfe des gewonnenen Informationen konnten die Jedi die Suche nach dem Sith-Lord Darth Sidious fortsetzen. Die Attentäter, welche die Jedi angegriffen hatten, sollten lediglich Kenobi töten, damit Sidious Skywalker als seinen neuen Sith-Schüler annehmen konnte.

Quellen

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