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Der RZ-1-A-Flügel-Stern- oder -Abfangjäger war ein von Kuat-Systemtechnik produzierter leichter Hochgeschwindigkeit-Abfangjäger aus der Reihe der A-Flügel-Sternjäger, der vom Rebellen-Netzwerk, der Allianz zur Wiederherstellung der Republik und der Neuen Republik genutzt wurde. Er entstand durch Rebellen-Modifikationen am R-22 für höhere Geschwindigkeiten.

Beschreibung

Interne Systeme

Der 6,9[3] bzw. 9,6 Meter lange Sternjäger[4] besaß als Projektilwerfer zwei HM-5-Vibroraketenwerfer von Dymek[1] oder deren HM-6-Nachfolger, die je sechs Erschütterungsraketen fassten, und zwei drehbare RG-9-Laserkanonen von Borstel an den Seiten. Diese konnten je 60° nach oben und unten gedreht werden und so modifiziert werden,[3] dass sie durch Rotation auch Gegner hinter dem Jäger anvisieren konnten, blockierten jedoch oft dabei.[2] Starke Deflektorschilde wurden von einem standardmäßig eingebauten Schildgenerator hinter dem Ein-Personen-Cockpit erzeugt, und der Bugkeil war verstärkt. Durch das Fehlen eines Astromechdroiden waren die Jäger zwar schwer zu fliegen,[1][17] der Klasse-1-Hyperantrieb[9] konnte jedoch auch ohne diese Unterstützung auskommen.[17] In Notfällen konnte auf einen Schleudersitz samt Fallschirm zurückgegriffen werden.[15] Um den Jäger noch schneller zu machen und TIE/in-Abfangjäger besiegen zu können, wurden während des Galaktischen Bürgerkriegs bei den A-Flüglern Schutzschilde samt Generator,[17] Panzerung und schwere Waffen entfernt.[13] Die Raumschiffe erreichten durch ihren beiden Triebwerke vom Modell J-77 „Ereignishorizont“ von Novaldex[7] Geschwindigkeiten von 1.300 Kilometern pro Stunde. Er war somit schneller,[5] manövrierfähiger und mit einer besseren Beschleunigung ausgestattet als ein TIE-Abfangjäger.[17] Da er 120 MGLT erreichen konnte, war er eines der schnellsten Raumschiffe seiner Ära.[6] Für Aufklärungs- und Geheiminformationsbeschaffungsmissionen besaßen A-Flügler leistungsstarke Bildgeber und Sensoren sowie Störsender.[2] Auch konnte der Datenspeicher in Notfällen abgestoßen werden.[9]

Seitliche Heckansicht

Variationen

Die beiden standardmäßigen Borstel-RG-9-Laserkanonen[3] wurden mitunter durch ein Set der folgende Systeme ersetzt:

Anstelle der beiden HM-Serie-Erschütterungsraketenwerfer fanden sich teilweise:

Die Abwehrmaßnehmen setzten sich meist aus Teilen der Folgenden zusammen:

Abweichungen der Schilde von Incoms Standard umfassten Systeme von Fabritech und Sirplex. Als Hüllenkonfigurationen fanden sich Ferrokeramik von Incom, Laminastahl von Slayn & Korpil und Rümpfe von Carbanti und Fabritech. Die beiden Triebwerke wurden mitunter durch Einheiten Quadex', Koensayrs oder Incoms ersetzt.[11]

Geschichte

Unmodifizierte RZ-1-A-Flügler bei Concord Dawn

Raketenangriff auf die Schildgeneratoren der Exekutor

Nachdem Kuat-Systemtechnik wegen mangelnden Interesses des Imperiums den R-22 an die Verteidigungsflotte Tammuz-an verkauft hatte, gelangte er in den Besitz von Rebellenzellen. Diese entfernten einige Bestandteile und ersetzten Triebwerke, Panzerung und Waffen, um für höhere Geschwindig- und Manövrierfähigkeit sowie Beschleunigung zu sorgen.[2][3] Auch kam ein Hyperantrieb hinzu. Die Wartung der rotierbaren Kanonen machte das Instandhalten einer ganzen Staffel auf längere Zeit schwer.[3] Schon 18 VSY waren Rebellen unter Bail Organa im Besitz von A-Flüglern; der Grad ihrer Modifikation ist nicht bekannt. Sie flogen Bodenunterstützungsangriffe auf Raada und erlitten dabei leichte Verluste.[15] 4 bis 2 VSY nutzte das Rebellen-Netzwerk A-Flügler in ihrer robusteren, relativ schnellen und starken als Angriffsjäger dienenden Variante. Bekannte Nutzer waren die Phönix-Staffel der Phönix-Flotte[8] und die Grün-Staffel.[20] Als Aufbildungsschiff wurde der zweisitzige RZ-1T-A-Flügel-Trainer entwickelt.[17] Ursprünglich dienten A-Flügler als Aufklärungsschiffe und zu Eskortzwecken bei weniger manövrierfähigen Schiffen.[13] 4 NSY nutzte die Rebellen-Allianz die für noch höhere Geschwindigkeiten weiter modifizierten A-Flügler in der Schlacht von Endor. Piloten der Grün-Staffel unter Commander Arvel Crynyd gelang es mit ihnen, B-Flügler vor vielen TIEs zu schützen, Sternzerstörer-Turbolaserbatterien auszuschalten und Darth Vaders Flaggschiff Exekutor zu zerstören.[12] Auch die X- und Y-Flüglern der Rot-Staffel wurden bei Endor von A-Flüglern unterstützt.[18] Nach der Schlacht wurden von der Neuen Republik viele weitere A-Flügler produziert, um gegen Großkampfschiffe und Abfangjäger vorzugehen. In der Schlacht von Jakku eskortieren A-Flügler Transportschiffe, während weitere in der Phönix-Staffel Angriffe auf Boden-All-Turbolaserbatterien flogen.[12] Nach dem dortigen Sieg produzierte Kuat-Systemtechnik als Vereinheitlichung und Weiterentwicklung den RZ-2-A-Flügel-Sternjäger.[2] RZ-1-A-Flügler hielten sich noch viele Jahre als Rennschiffe im zivilen Bereich.[21] 32 bis 33 NSY galt der RZ-1 als antik, der Widerstand verwendete ihn neben dem RZ-2 jedoch weiterhin.[19][16]

Hinter den Kulissen

  • Der A-Flügler war einer von zwei neuen Sternjägern der Rebellen, die für Episode VI – Die Rückkehr der Jedi-Ritter entworfen wurden. Beim Anderen handelt es sich um den B-Flügler.
  • Wie bei allen Sternjägern der Klassischen Trilogie wurde für die Filmaufnahmen ein detailliertes Kunststoffmodell des A-Flüglers angefertigt, das anschließend vor einem Bluescreen gefilmt wurde.

Konzeptzeichnung des A-Flüglers

  • In einer ersten Konzeptzeichnung von Ralph McQuarrie für Episode VI war der A-Flügler noch blau bemalt. Dies musste jedoch verworfen werden, da eine Bluescreen-Aufnahme des Modells mit dieser Farbgebung unmöglich gewesen wäre. Deshalb ist er im fertigen Film rot.
  • A-Flügler gibt es in unterschiedlichen Farben: Während die in Episode VI zu sehenden A-Flügler allesamt rot bemalt sind, tauchen in mehreren Comics, Videospielen und Modellbausätzen auch A-Flügler mit grüner, blauer und gelber Farbgebung auf.
  • Wie oftmals bei Sternjägern im Star-Wars-Universum verzichten viele Quellen auf die deutsche Bezeichnung und bezeichnen den Jäger auch in der deutschen Fassung als A-Wing. Ein Beispiel hierfür ist das Videospiel Battlefront.
  • Die offizielle Länge des A-Flüglers von 9,6 Metern ist unter Fans heftig umstritten. Unter Berufung auf die Filmszenen aus Episode VI behaupten viele Fans, diese Maße wären viel zu hoch für einen solch kleinen Sternjäger. Besonders die Szenen, in denen A-Flügler zusammen mit anderen Sternjägern wie z. B. X-Flüglern im Bild zu sehen sind, untermauern diesen Vorwurf, da der A-Flügler, deutlich erkennbar, sehr viel kleiner ist als der X-Flügler, dieser laut den angegebenen Maßen aber nur knapp drei Meter länger ist. Als Reaktion auf die Kritik der Fans wurde das originale Studiomodell, das in die Aufnahmen für Episode VI verwendet wurde, exakt gemessen. Das Modell war 60 Zentimeter lang und die darin befindliche Figur des Piloten war im Maßstab 1:8 gefertigt worden. Daraus ergibt sich eine Länge von 4,8 Metern - die Hälfte der offiziell angegebenen Länge. In Rebels dagegen nehmen Piloten sehr viel weniger Raum in der Cockpithaube ein. Raumschiffe und Fahrzeuge – Neuausgabe liefert eine Angabe von 6,9 Metern Länge.

Das LEGO-Set 75003

  • Es gibt mehrere LEGO-Modelle des A-Flüglers: Das erste mit der Kennnummer 7134 erschien im Jahr 2000 unter der Bezeichnung "A-Wing Fighter". Unter selbem Namen erschien 2006 ein weiteres, detaillverbessertes Modell mit der Nummer 6207. Beide Modelle waren teil einer Produktlinie zu Episode VI und sind daher rot. 2009 erschien erstmals ein A-Flügler mit grüner Farbgebung, allerdings nicht als eigenständiges Modell, sondern als Teil des Sets 7754 Home One Mon Calamari Star Cruiser. Ein weiterer LEGO-A-Flügler erschien Anfang 2013 wieder als eigenes Modell mit der Nummer 75003 unter der Bezeichnung "A-Wing Starfighter". Im Jahr 2016 erschien auch der A-Flügler aus Rebels, der wieder grün ist. Dieses Set heißt offiziell 75150 Vaders TIE-Advanced vs. A-Wing Starfighter. Die aktuellste Variante ist das Set 75175 A-Wing Starfighter aus dem Jahr 2017. Sämtliche dieser Sets beinhalten unter anderem die Minifigur eines Rebellenpiloten, die Figur aus dem Set 75003 ist jedoch erstmals mit einem exklusiven und detaillierten A-Flügler-Pilotenhelm ausgestattet.

Quellen

Einzelnachweise

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