Kanon-30px.pngÄra Imperium.pngÄra Widerstand.png


Redys Verschwörungstheorie ist eine mündliche Erzählung der Verschwörungstheoretikerin und ex-imperialen Mechanikerin Redy, welche in der Dande-Donjon-Bar auf Xu'hu fiktive Geschichten zur Zerstörung Alderaans, der Mission zum Ersten Todesstern und der Schlacht von Yavin erfand. Sie ließ sich bei ihren Märchen zum Galaktischen Bürgerkrieg von dem außerirdischen Publikum aushalten, welches willentlich für ihre Versorgung mit frittierten Naboo-Sardinen und Gewürztee finanziell aufkam. Mit ihrer Verschwörungstheorie stellte sie in der Zeit nach der Schlacht von Endor den kompletten Verlauf des Konfliktes zwischen dem Imperium und der Allianz zur Wiederherstellung der Republik in Frage und verbreitete ihre persönliche Theorie, dass der legendäre menschliche Jedi-Ritter Luke Skywalker ein einfacher Gauner einer Verbrecherbande war, die von der Rebellanallianz für ein großes Schauspiel angeheuert wurde.

Orginaltext von Redy

„Das Alderaan-Massaker hat in der Tat stattgefunden, ebenso wie die Vernichtung des gesamten Planeten. Ich habe meine eigene Theorie: Das alles wurde mit einer Reihe genaustens platzierter Protonentorpedos entlang der Bruchlinien der tektonischen Platten durchgeführt. Laut der Auswertung meiner Computersimulation ist so etwas absolut möglich. Auch hier gilt: Zahlen lügen nicht. Das Imperium kam zu dem Schluss, dass es nicht ausreiche, an diesem Tag Millionen zu töten. Man musste daraus eine noch größere Lüge spinnen, die man zur politischen Einschüchterung verwenden konnte. Das ist das wahrhaftig Böse. […] Die Vernichtung Alderaans war es schließlich, die Prinzessin Leia dazu bewegte, mit der O'Kenoby-Bande zusammenzuarbeiten. Ihre Heimatwelt war zerstört und ihr Volk vom Imperium ausgelöscht worden, einfach nur, um ein Exempel zu statuieren – um die Lüge weiter aufrechtzuerhalten. Die Rebellenallianz musste zurückschlagen. O'Kenoby, Shooter, Chewie und Clodplodder hatten Leia von Beginn an zu verstehen gegeben, dass sie ihr hinsichtlich des Todessterns helfen könnten. Die Verschwörung zwischen Leia und den Trickbetrügern war so zynisch und gewagt, wie sie lächerlich und theatralisch war. Mit anderen Worten: Sie war perfekt.

Zuerst stießen die Verschwörer in den historischen Archiven auf die Akten eines Generals der Alten Republik namens Obi-Wan Kenobi. Dieser war Jahre zuvor während der Klonkriege spurlos verschwunden. Sie behaupteten, Benny O'Kenoby wäre in Wahrheit dieser Obi-Wan Kenobi, und verbreiteten das Gerücht, dass er aus dem Ruhestand zurückgekehrt wäre. Dann erzählten sie, Kenobi hätte Lord Darth Vader, die rechte Hand des Imperators, zu einem klassischen, altmodischen Duell herausgefordert, bei dem er getötet worden wäre. Dies bescherte der Rebellenallianz auf einen Schlag einen Helden und einen Märtyrer, jemanden, der die direkte Konfrontation mit dem besten Krieger des Imperiums nicht scheute. O'Kenoby ließ sich von der Rebellenallianz eine stattliche Summe auszahlen und verschwand. Somit ging diese Runde an die Rebellen. Dann dachten sie sich eine Geschichte aus, laut der die O'Kenoby-Bande bei einer waghalsigen Rettungsaktion auf dem wahrhaftigen Todestern Prinzessin Leia befreit hätte. Sie war inhaftiert, weil sie angeblich die Pläne für die Kampfstation gestohlen und sie in einem Astromechdroiden versteckt hatte. Um allem einen heroischeren Anstrich zu verpassen, gab man den Bandenmitgliedern neue Namen. So kam es schließlich zu ‚Luke Skywalker‘, ‚Han Solo‘ und ‚Chewbacca‘. Selbst ihr Schiff, die Centennium Pute wurde aufpoliert und bekam den Namen Millennium Falke. Ist euch aufgefallen, dass die Prinzessin in dieser Geschichte eine extrem wichtige Rolle spielte? Meisterspionin! Geheimagentin! Der Politiker muss erst noch geboren werden, der eine Gelegenheit auslässt, die Lorbeeren für etwas einzuheimsen, selbst wenn er damit gar nichts zu tun hatte. Dies wäre ein weiterer Trumpf der Rebellenallianz, ein Aushängeschild, mit dem sie allen zeigte, wie gut es um sie bestellt war. Da es in Wirklichkeit keinen Todesstern gab, konnte das Imperium die Gerüchte nicht widerlegen. Ein weiterer Punkt für die Rebellen. Es war jedoch der finale Schritt, der ihr wahres Genie bewies. Luke Clodplodder, mittlerweile bekannt unter dem Namen Luke Skywalker, schlug vor, den Todesstern zu zerstören. Trotz seiner faulen Jugend war Luke ein gerissener Abzocker – und Betrüger haben stets ein hervorragendes Gespür dafür, andere Betrüger zu erkennen. Er musste irgendwie herausgefunden haben, dass das Imperium nie im Besitz eines Todessterns gewesen war und die Vernichtung Alderaans nur dazu diente, den Rebellen Angst einzujagen. Luke jedoch wollte die Lügen des Imperiums gegen sie einsetzen und so inszenierten die Rebellen die komplette Schlacht von Yavin! Ja, ihr könnt eure Kinnladen wieder hochklappen. Das alles durchzuziehen war nicht ganz so schwierig, wie es klingen mag. Der Rebellenstützpunkt auf Yavin 4 war winzig, wodurch es einfach war, ausgehende Informationen zu kontrollieren. Das Yavin-System lag abseits der meisten Hyperraumhandelsrouten, weshalb von nur wenigen unerwarteten neutralen Beobachtern auszugehen war. Die Einzigen, die den imaginären Todesstern aus nächster Nähe hätten sehen können, waren ungefähr ein Dutzend X-Flügler-Piloten. Das Versprechen, dass die Medien aus ihren Helden machen würden, genügte bereits, um ihre Zusammenarbeit zu sichern.

Da sich alles im Weltraum abspielte, mussten die Verschwörer nur sicherstellen, dass auf allen Schirmen der Kommandozentrale auf Yavin Hologramme zu sehen waren, die allen Anwesenden eine große Schlacht weit über ihren Köpfen vorgaukelte. Man sieht sofort, dass sie nicht allzu viel Zeit hatten, ihren Plan in die Tat umzusetzen, da auf den Propaganda-Holos nur flackernde Displays und einfache Grafiken zu erkennen sind. Begründet wurde das mit der primitiven Ausrüstung des Stützpunktes. Alle an der Verschwörung Beteiligten sagten brav ihre Sätze auf, während die Grafiken sich änderten, und der Rest glaubte, dass alles wirklich so stattgefunden hätte. Aber das geschulte Auge fand überall Beweise dafür, dass das alles Lug und Trug war. Ich habe mir die öffentlich gemachten ‚Pläne‘ des Todessterns näher angeschaut. Nichts daran ergibt einen Sinn. Denkt doch nur mal an die Schwachstelle: die Ventilationsöffnung, die dem Todesstern zum Verhängnis wurde. Selbst ein Ingenieursstudent im zweiten Jahr an der Imperialen Akademie hätte keinen derart eklatanten Fehler gemacht. Und selbst wenn doch, dann wäre dieser Fehler dank des Bürokratieapparats während einer der zahllosen Gutachten und Simulationen irgendwann aufgefallen. Sogar die Entwürfe für eine Latrine auf einem Raumschiff wurden, gemäß imperialer Regularien, von Ingenieuren insgesamt siebzehn Mal geprüft! Ich weiß, dass ich nicht die Erste bin, die diese zweifelhafte Schwachstelle hinterfragt und auch mir kam die Theorie zu Ohren, dass es sich um bewusste Sabotage gehandelt haben könnte. Aber wenn ihr wirklich glaubt, ein zusammengewürfelter Haufen wie die Rebellenallianz wäre dazu imstande, die höchsten Ränge der Forschungslabors des imperialen Militärs zu infiltrieren, dann würde ich euch sehr gerne ein paar ausgewählte Strandhäuser auf Tatooine zum Verkauf anbieten. Ungeachtet dessen, wie schlampig die Inszenierung der Zerstörung des Todessterns umgesetzt gewesen sein mochte, dachten sich die Rebellen eine perfekte Geschichte passend zu ihrem Triumph aus. Es war egal, ob an der Geschichte nichts Wahres dran war. Sie fühlte sich wahr an. Die Menge wollte, dass es wahr ist. Es war das klassische, nervenzerfetzende Drama des Underdogs, der allen noch so unüberwindbaren Widrigkeiten trotzt. Lukes ‚Millionentreffer‘ war das Ergebnis seines Jedi-Machtsinns und seiner unglaublichen Fähigkeiten als Pilot. Solo und Chewie hatten Nebenrollen inklusive eines Sinneswandels in der allerletzten Minute. Und den Sieg hatte man selbstverständlich auch nur Prinzessin Leias Tapferkeit und weiser Führerschaft zu verdanken, der größten Spionin und Militärstrategin der gesamten Galaxis. Rein zufällig legte sie hiermit den Grundstein für ihren späteren Aufstieg zum General. Es war genau die Art von Geschichte, die die verzweifelnden Rebellen benötigten – und Luke und Leia enttäuschten sie nicht. Für das Finale wurde die Explosion eines Modells in einem dunklen Raum gefilmt – und indem ein paar schrottreife Weltraumfrachter sowie ausrangierte Module von Raumstationen um Yavin 4 verteilt und von den X-Flüglern pulverisiert wurden, produzierte die Rebellenallianz genug Trümmerteile, um die Lüge glaubwürdig erscheinen zu lassen. Für das Imperium war die Schlacht von Yavin ein Propagandadesaster. Ihre nicht existente Kampfstation war in einer inszenierten Schlacht zerstört worden. Und was konnte das Imperium dagegen tun? Zugegeben, dass alles eine Lüge gewesen war? Einen echten Todesstern aus dem Boden stampfen? Sie mussten die Niederlage hinnehmen und zugeben, dass sie von einem gerisseneren Gauner über den Tisch gezogen worden waren. Übrigens: Ihre Antwort bestand später in dem Versuch, einen echten Todesstern zu bauen. Das ist aber auch nicht ganz so über die Bühne gegangen, wie es überall behauptet wird. Diese Geschichte erzähle ich euch gern ein andermal. Yavin war außerdem der Anfang der Legende von Luke Skywalker, Jedi-Ritter. Die Rebellenallianz schlachtete das nach Strich und Faden aus. Er wurde zum Helden so ziemlich jeder Schlacht der Rebellion stilisiert und sein hübsches Gesicht wurde bei jeder sich bietenden Gelegenheit präsentiert. Bald schon erzählte man sich Geschichten über den Auserwählten – den Farmerjungen, der zum Helden wurde. Der Skywalker-Mythos entwickelte ein echtes Eigenleben. Nach dieser inszenierten Schlacht lehnten sich immer mehr Systeme gegen das Imperium auf, um sich der Allianz anzuschließen. Das Imperium litt unter den rapide sinkenden Steuereinnahmen und musste infolgedessen sehr viel Technikpersonal entlassen. Ich gehörte zu den Opfern dieser bürokratischen Sparmaßnahmen. Seither ist es mein erklärtes Ziel herauszufinden, was damals wirklich passiert ist.“

Quellen

*Achtung: Manche der oben angegebenen Links sind Affiliate-Links. Das heißt, Fandom verdient eine Provision, wenn ihr über einen dieser Links etwas kauft. Euch entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Nutzung von Community-Inhalten gemäß GFDL, sofern nicht anders angegeben.