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Die Sakiyaner sind eine humanoide Spezies, die auf dem tropischen Planeten Saki beheimatet ist, der in der Nähe des Zentrums des Hutt-Raumes im Äußeren Rand der Galaxis liegt. Sie zeigen nur wenig Interesse daran, ihre Heimatwelt zu verlassen oder mit anderen Spezies Handel zu treiben. Daher sind sie nur selten außerhalb ihres Heimatsystems anzutreffen. Auf Grund ihrer hoch entwickelten Sinne und ihrer enorm schnellen Reflexe werden Sakiyaner oftmals als Attentäter oder Kopfgeldjäger angeworben, aber sie treten auch als Kundschafter und Piloten in Erscheinung.

Beschreibung

Sakiyaner ähneln äußerlich Menschen, allerdings sind sie völlig unbehaart und haben spitz zulaufende Ohren. Die Farbe ihrer Haut reicht von Schwarz bis Dunkelpurpur. Es gibt auch eine Unterart der Sakiyaner, die hellhäutig ist, aber Vertreter dieser Unterart werden von der sakiyanischen Gesellschaft normalerweise ausgegrenzt. Erwachsene sind zwischen 1,60 Meter und 2,10 Meter groß und weisen im Wesentlichen die gleichen Geschlechtsmerkmale wie Menschen auf. Die Pupillen der Sakiyaner sind nicht rund wie die von Menschen, sondern schlitzförmig, doch die Farben der Iris sind denen, die bei Menschen vorkommen, sehr ähnlich.[1]

Sakiyaner gelten mit sechzehn Jahren als erwachsen, ihr Greisenalter beginnt mit etwa fünfundsiebzig Jahren, und sie haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von fünfundachtzig Jahren. Somit unterscheiden sie sich also auch in dieser Hinsicht kaum von den Menschen.[4]

Die bemerkenswertesten Eigenschaften dieser Spezies sind ihre besonders hoch entwickelten Sinne und ihre enorme Reaktionsfähigkeit, die auf einem sehr großen Schädel und der daraus resultierenden zusätzlichen Gehirnkapazität beruhen.[1] Das sichtbare Farbspektrum der Sakiyaner reicht in den infraroten Bereich hinein. Aber auch ihr Geruchssinn ist stark ausgeprägt; sakiyanische Jäger verfolgen ihre Beute oftmals, indem sie deren Witterung aufnehmen.[2]

Die Größe des sakiyanischen Gehirns beträgt fast das Doppelte der Größe des Gehirns der meisten humanoiden Spezies. Viele Xenobiologen vermuten daher, dass es sich bei den Sakiyanern um eine sehr alte Spezies handele. In der Zeit der Galaktischen Republik war die Zugehörigkeit der Sakiyaner zur Gruppe der Humanoiden umstritten, und später klassifizierten Xenobiologen des Galaktischen Imperiums sie sogar als Nichtmenschen, da sich ihr Gehirn in seinem Aufbau und in seiner Größe so sehr von dem der Menschen unterscheidet. Die Teile des sakiyanischen Gehirns, die Sinneswahrnehmungen verarbeiten, sind sogar dem Gehirn der Bith überlegen, das als eines der am weitesten entwickelten Gehirne gilt. Auf jeden Fall halfen ihre hoch entwickelten Sinne den Sakiyanern in primitiven Zeiten im Überlebenskampf gegen die wilden Raubtiere, die auf Saki heimisch sind. Als sich ihre intellektuellen Fähigkeiten so weit entwickelten, dass sie Werkzeuge und Waffen herstellen und benutzen und feste Unterkünfte bauen konnten, haben die Sakiyaner diese Sinne nicht einfach nur behalten, sondern sie haben sie sogar so weit entwickelt, dass es manchmal den Anschein hat, als besäßen sie übernatürliche Fähigkeiten.[1]

Die bemerkenswerten Sinne und Reflexe der Sakiyaner sind auch der Grund dafür, dass sie von Außenweltlern häufig als Attentäter oder Leibwächter angeheuert werden.[2] Auf Grund ihrer scharfen Sinne und ihrer Fähigkeiten als Jäger werden einzelne Sakiyaner aber oftmals auch als Kopfgeldjäger angeworben.[6]

Lebensweise und Persönlichkeit

Nach Meinung einiger Xenobiologen sah Saki im Laufe der Geschichte eine ganze Reihe von Invasionen von Außenweltlern. Die Sakiyaner und ihre Kultur überlebten aus dem Grunde, weil diese Spezies ständig vorsichtig war und in Bewegung blieb. Selbst in modernen Zeiten halten die meisten sakiyanischen Gemeinschaften für den Fall einer Invasion oder eines Krieges Pläne zur Evakuierung bereit. Unter ihren Siedlungen legen sie unterirdische Gänge an, die als Fluchttunnel dienen können. Darüber hinaus hält jeder Haushalt und jedes Regierungsbüro genug leichte Repulsorplattformen bereit, um im Falle einer Flucht die Jungen und die Gebrechlichen sowie wichtiges Material und Vorräte in Sicherheit bringen zu können. Wenn sie dann erst einmal in Bewegung sind, unternehmen die sakiyanischen Truppen eine ununterbrochene Reihe von Überraschungsangriffen auf den Feind, bis ihr Land wieder befreit ist. Die wenigen Kolonien, die die Sakiyaner in der Galaxis gegründet haben, haben diese Tradition der Verteidigung und der Mobilität übernommen.[1]

Die Sakiyaner besitzen mit dem Sakiyanischen eine eigene Sprache, aber viele von ihnen sprechen auch Basic und Huttisch. Sakiyaner sind sehr behutsam im Umgang mit anderen Spezies und im Allgemeinen stellen sie ihre eigenen Interessen und die ihrer Gemeinschaft über das Wohl Fremder. Sie schätzen es überhaupt nicht, wenn bewiesen wird, dass sie im Irrtum sind, und ihr Sinn für Humor ist nicht weit entwickelt. Es gibt nur wenige Sakiyaner, die fähig sind, die Macht zu benutzen.[5]

Geschichte

Sixtat Detail

Der sakiyanische Kopfgeldjäger Sixtat.

Im Laufe der Jahrtausende hatten die Sakiyaner nach Meinung einiger Xenobiologen immer wieder gegen Invasoren zu kämpfen. Indem sie ihre Lebensweise daran anpassten, gelang es ihnen jedoch, als Spezies zu überleben und ihre Kultur zu bewahren.[1]

Die Sakiyaner widersetzten sich erfolgreich den Sith und widerstanden den Streitkräften der Tion-Hegemonie und sogar denen der Drackmarianer. In späteren Jahrhunderten gerieten sie zwar in wirtschaftliche Abhängigkeit von den Hutten, aber es gelang ihnen, diese weit genug auf Abstand zu halten, um nicht in eine Art Sklaverei zu geraten, wie es anderen Spezies geschah.[1]

Nachdem sie von Kundschaftern der Galaktischen Republik die Repulsortechnologie übernommen hatten, entwickelten die Sakiyaner, deren Gesellschaft auf Grund der zahlreichen Invasionen ihrer Heimatwelt großen Wert auf Mobilität legt, diese Technologie schnell weiter. Im Laufe der Jahrhunderte passten sie sie an ihre speziellen Bedürfnisse an und verringerten dabei die Größe der Motivatoren und erhöhten gleichzeitig deren Effektivität. Das Interesse der Hutten an den Sakiyanern konzentrierte sich daher von Anfang an in erster Linie auf deren Repulsortechnologie. Die Fortschritte, die die Sakiyaner auf diesem Gebiet erzielt hatten, ermöglichten es ihnen nämlich, kleinere und elegantere Repulsorliftliegen zu bauen, die ihnen zusätzliche Mobilität gaben. Letztendlich sicherten sich die Hutten das Monopol auf den Export sakiyanischer Repulsortechnologie.[1]

Auf Grund ihrer Lage in der Nähe des Zentrums des Hutt-Raumes konnte die Heimatwelt der Sakiyaner unter der Herrschaft von Imperator Palpatine der Ausbeutung durch das Galaktische Imperium entgehen. Viele sakiyanische Techniker wurden jedoch dazu gezwungen, einen Beitrag zur Entwicklung einer neuen Generation imperialer Repulsorpanzer zu leisten.[1]

Zu Beginn der Invasion der Yuuzhan Vong entging das Saki-System als Teil des von den Hutten kontrollierten Raumes der Aufmerksamkeit der Invasoren. Die Führer der Sakiyaner erkannten allerdings bestürzt, dass ihre bewährte Methode, sich gegen Invasoren zur Wehr zu setzen, im Falle eines Großangriffes der aus einer anderen Galaxie stammenden Yuuzhan Vong wirkungslos wäre. Während sie wirtschaftliche und politische Beziehungen zu den Hapanern und der Neuen Republik vor dem Erscheinen der Yuuzhan Vong abgelehnt hatten, überlegten sich in dieser Situation viele Sakiyaner, wie sie sich heimlich im Kampf gegen die Yuuzhan Vong nützlich machen könnten.[1]

Hinter den Kulissen

Zum ersten Mal war ein Sakiyaner als einer der Gäste in der Cantina in Mos Eisley in dem Film Episode IV – Eine neue Hoffnung aus dem Jahr 1977 zu sehen. Erst viel später wurde dieser Charakter als der Sakiyaner Djas Puhr identifiziert. Im darauffolgenden Jahr war ein hellhäutiger Humanoid namens Thorp, dessen Maske auf demselben Modell wie Djas Puhr basierte, im Star Wars Holiday Special zu sehen.

Im Jahre 1979 hatte der Sakiyaner Glocken im Erweiterten Universum einen kurzen Auftritt in der Comicgeschichte Dunkle Begegnung von Archie Goodwin und Carmine Infantino. Später erhielten die Sakiyaner auch Einträge in Quellenbüchern wie der Alien Anthology und The Complete Star Wars Encyclopedia.

In jüngster Zeit gab es Auftritte des sakiyanischen Kopfgeldjägers Sixtat und eines unidentifizierten sakiyanischen Frachterkapitäns in der Fernsehserie The Clone Wars.

Quellen

Einzelnachweise

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