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Der Leutnant Theomet Danlé war ein Mitglied der Palastgarde von Naboo. Er war der Sohn einer Minenarbeiterfamilie, die während der Separatisten-Krise ruiniert wurde. Kurze Zeit vor Ausbruch der Klonkriege gehörte er zur persönlichen Eskorte von Königin Padmé Amidala.

Er starb im Dienst infolge eines Anschlags der Kopfgeldjägerin Zam Wesell, als eine Bombe das Senatoren-Schiff der Naboo zerstörte. Dabei war es im Grunde genommen er selbst, der unwissend über die Folgen seiner Taten jene Explosion zu verschulden hatte.

Biografie

Frühe Jahre

Theomet wurde als Sohn einer Familie von Minenarbeitern am Kwilaan Starport auf Naboo geboren. Seine Familie war stolz auf ihre Arbeit, wenn auch Theomet selbst andere Pläne für sein Leben hatte. Theomets Talente und Fähigkeiten wie auch seine physischen Eigenschaften brachten ihn schließlich aus dem Bergwerkerleben heraus, sodass er einen Posten bei der Palastgarde erlangen konnte. So kam es, dass er nach Theed zog, der Hauptstadt Naboos. Trotz einiger anfänglicher Bedenken wegen des Bruchs an der Tradition seiner Familie, ließ er sich ganz und gar von seiner Tätigkeit begeistern und wurde zu einem Leutnant der Garde.[1]

Die Krise, welche durch die Konföderation unabhängiger Systeme ausbrach, brachte die Danlé-Familie in eine äußerst missliche Lage. Besonders für ihre berufliche Situation hatte die Krise fatale Folgen. Naboos edelmütige Akzeptanz für Flüchtlinge während jener Zeit, welche von Königin Jamillia in den HoloNet News bestätigt wurde, belastete die äußeren Hafengebiete und traf das Bergwerks-Gewerbe sehr schwer. Verärgerte Minenarbeiter protestierten gegen Jamillias Regierungsverfahren, während andere ihre Besorgnis dem Senat vortrugen. Senatorin Amidala versuchte sich aus dem Problem, das eigentlich nur die Königin betraf, herauszuhalten, doch wurde ihr Amt schnell in die Sache verwickelt.[1]

Dienstzeit für Naboo

Theomet: „Senatorin. Wir beginnen mit dem Landeanflug auf Coruscant.“
Cordé: „Sehr gut, Lieutenant.“
— Theomet und Cordé, Amidalas Double (Quelle)

Unbeholfen, sich mit ihrem eigenen Verdienst weiter über Wasser zu halten, setzte die Familie Danlé auf den Verdienst von Theomet. Doch es war auch dann nicht genug. Die Armut verursachte den Tod von Theomets Großvater, was dessen Loyalität und Entschlossenheit erschütterte und woraufhin die Danlés am Boden zerstört waren. Er zweifelte an den Machenschaften seiner Monarchin, vor allem auch an der Senatorin, welche die Königin unterstützte. Eines Abends im Jahre 22 VSY begab er sich in eine überfüllte Bar und gab sich dem Alkohol hin. Seine Zugedröhntheit führte schließlich dazu, dass eine Clawditin namens Zam Wesell auf ihn aufmerksam wurde.[1]

Verkleidet als lokale Journalistin erklärte sie Theomet, dass sie Padmé Amidalas Betrug an die Öffentlichkeit bringen würde. Ihr Plan schien verlockend und durchdacht. Sie brauchte hierfür letztendlich nur noch Zutritt zum Raumschiff, um dort ungesehen eine Wanze zu positionieren, mithilfe derer sie Amidala ausspionieren und ihre Machenschaften ans Licht bringen könne. Theomet war zu betrunken, um die Frau zu durchschauen, und in seinem Zustand, ebenso bedingt durch die gelungene Verkleidung jener Kopfgeldjägerin, stimmte er ihr zu, ihr den erwünschten Zutritt zu verschaffen. So kam es, dass er sie ungesehen das Schiff betreten ließ, noch bevor die Mannschaft später an Bord ging.[1]

Cordé-Anschlag

Nach der Explosion können Typho und Amidala nichts mehr für die Opfer tun.

Begleitet von drei N-1-Sternjägern reiste das Senatoren-Raumschiff von Padmé Amidala schließlich nach Coruscant, da die Senatorin einer wichtigen Abstimmung über die Große Armee der Republik beizuwohnen hatte. Auf Anweisung ihres Sicherheitsbeauftragten Gregar Typho hatte Amidala jedoch anstelle ihrer selbst eine Doppelgängerin namens Cordé eingesetzt, welche nun im Raumschiff an der Seite Theomets und einiger anderer reiste. Währenddessen flog Amidala selbst einen der drei Sternjäger. Theomet wusste von dieser Tatsache nichts, weshalb der Leutnant mit Cordé, welche kaum von der wirklichen Amidala zu unterscheiden war, auf dieselbe respektvolle Weise kommunizierte, die einer Senatorin angemessen war.[2]

Nachdem er die angebliche Senatorin über die Landung unterrichtet hatte, setzte das Schiff wenige Minuten später auf der Landeplattform auf, ohne irgendwelche Komplikationen. Theomet begleitete sie aus dem Schiff nach draußen und sah bereits die Piloten der Sternjäger, die auf sie warteten, als plötzlich eine gewaltige Explosion hinter ihnen herfegte. Theomet wurde, so wie auch alle anderen, die dem Schiff zu nahe standen, von der Flammenwulst erfasst und erlag seinen tödlichen Verletzungen.[1][2] Er war eines von insgesamt sieben Todesopfern jenes Unglücks, unter denen sich auch Cordé und Versé befanden.[3]

Persönlichkeit

Theomet hatte eine starke Bindung zu seiner Familie. Während seines Dienstes schickte er regelmäßig einen Teil seines verdienten Geldes nach Hause, um sie zu unterstützen, und später, während der durch die Separatisten hervorgerufenen Probleme in seiner Heimat, waren sie gänzlich auf seine Einkünfte angewiesen. Doch selbst dies sollte sie nicht vor der Armut bewahren. Der Tod seines Großvaters traf Theomet hart und ließ ihn stark an der Regierung seiner Heimat und den Machenschaften Jamillias zweifeln. Die Ereignisse krempelten seine Weltanschauung um und ließen ihn resignieren.[1]

Einst ein stolzer und von sich und seinen Aufgaben überzeugter Gardist, entwickelte sich Theomet mehr oder minder zu seinem seelischen Wrack, gekennzeichnet durch das Schicksal seiner Familie, die Entwicklung seiner Heimat und den Tod seines Großvaters. Alles, woran er geglaubt, wofür er eingestanden hatte, schien sich gegen ihn gewendet zu haben. Zu Beginn seiner Karriere war er ein aufstrebendes Talent und stolz auf seine Funktion. Doch letztendlich sollte er sich als labiler, denn jemals angenommen, herausstellen.[1]

Hinter den Kulissen

Quellen

Einzelnachweise


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